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Schwedenbitter: Alte & moderne Anwendung von Schwedenkräutern

von Andrea Munich

Die Anwendung von Schwedenkräutern oder Schwedenbitter hat eine lange Geschichte. Hier wird die Geschichte der Anwendungsgebiete von Schwedenkräutern von damals bis heute vorgestellt. Darüber hinaus bekommen Sie viele Ideen, wie Sie Schwedenbitter als Hausmittel einsetzen können.

Ich werde mit der historischen Beschreibung der Anwendung des Schwedenbitters beginnen und am Ende auch moderne Anwendungen vorstellen.

Wenn Sie wissen wollen, wie man Schwedenkräuter selbst herstellt, können Sie das in meinem Artikel „Schwedenbitter: Schwedenkräuter selbst ansetzen“ nachlesen. Dort sind zwei Rezepte zum Ansetzen eines Schwedenkräuteralkohols beschrieben.

Historische Anwendung von Schwedenkräutern / Schwedenbitter

In Urgroßmutters Hausapotheke nahmen Schwedenkräuter eine bevorzugte Stellung ein. Schwedenbitter war das Mittel, das in keinem Arzneischrank fehlen durfte: Er diente als Verdauungshilfe nach jedem allzu üppigen, schweren Essen und war das Allheilmittel gegen Wunden, Gicht, Rheuma, Rückenbeschwerden, Kopf- oder Zahnschmerzen.

Um die Entdeckung des Schwedenbitters rankt sich eine ungewöhnliche Geschichte. Mindestens zwei Ahnherren wird seine Erfindung zugeschrieben: dem schwedischen Arzt Dr. Urban Hjärne (1641-1724) und seinem Kollegen Dr. Samst, dessen genaue Lebensdaten leider nicht überliefert sind. Beide erreichten dank der fleißigen Anwendung der Schwedenkräuter ein – für die damalige Zeit – biblisches Alter.

Hjärne starb mit 83 Jahren, er war dreimal verheiratet und hatte 26 Kinder. Samst wurde sogar 104 Jahre alt, er starb an den Folgen eines Reitunfalls. Beide studierten Medizin an der schwedischen Universität Uppsala, und alle zwei waren Anhänger des berühmten deutschen Arztes und Naturforschers Philippus Aureolus Paracelsus (1493-1541), der bereits im 16. Jahrhundert mit Heilkräutern vielen Kranken geholfen haben soll. Hjärne und Samst galten in ihrer Zeit als große medizinische Autoritäten.

Urban Hjärne war Leibarzt des schwedischen Königshauses. Kein Wunder, dass das Wissen über die Heilkräfte der Pflanzen und Kräuter auch bald außerhalb der Grenzen Schwedens Verbreitung fand.

Um so mehr, als man nach dem Tod von Dr. Samst in seinem Nachlass bisher unveröffentlichte Schriften entdeckte, die sich wie ein Lauffeuer in den Praxen damaliger Naturärzte und deren Patienten verbreiteten: Die bis dahin geheime Rezeptur der Schwedenkräuter und eine »Alte Handschrift«, die in 46 Punkten die Anwendung des Schwedenbitters erläuterte, hat in unserer Zeit eine Renaissance erfahren. Mit der schwedischen Original-Rezeptur der Schwedenkräuter wurden schon viele Kranke kuriert.

Ich habe die Übersetzung der „Alte Handschrift“ originalgetreu übertragen, auch wenn sie für unsere heutigen Verhältnisse etwas „altmodisch“ formuliert ist. Sie enthält einen guten Überblick über die damaligen Anwendungsgebiete der Schwedenkräuter und deren Heilweise.

Einige der beschriebenen Anwendungsgebiete der Schwedenkräuter dürften aus der heutigen medizinischen Sicht zweifelhaft erscheinen. Beachten Sie bitte, dass dieser Artikel kein medizinischer Ratgeber ist, sondern nur historische Daten wiedergibt bzw. über eigene Erfahrungen referiert.

Bevor Sie sich selbst mit Schwedenkräutern behandeln wollen, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt oder Apotheker zurate ziehen. Obwohl ich alle Daten gewissenhaft recherchiert habe, übernehme ich keine Garantie für deren Richtigkeit.

Historische Anwendung: Schwedenkräuter: Die »Alte Handschrift«

Abhandlung über die historische Anwendung der Schwedenkräuter:

1. Wenn man öfters daran riecht oder schnupft, den Kopfwirbel befeuchtet, einen feuchten Lappen auf den Kopf legt, vertreiben sie Schmerz und Schwindel, stärken das Gedächtnis und das Gehirn.

2. Sie helfen gegen trübe Augen, nehmen Röte und alle Schmerzen, selbst wenn die Augen entzündet, trüb und verschwommen sind. Sie vertreiben auch die Flecken und den Grauen Star, wenn man zeitgerecht die Augenwinkel befeuchtet oder einen feuchten Lappen auf die geschlossenen Augen legt.

3. Pocken und Ausschläge aller Art, auch Krusten in der Nase oder wo immer am Körper werden geheilt, wenn man oft und gut befeuchtet.

4. Bei Zahnschmerzen gibt man in etwas Wasser einen Esslöffel voll dieser Tropfen und behalte einige Zeit diese Flüssigkeit im Mund, oder man befeuchte den schmerzenden Zahn mit einem Lappen. Der Schmerz verschwindet und die Fäulnis klingt ab.

5. Blasen an der Zunge oder sonstige Schäden werden mit den Tropfen fleißig befeuchtet, wodurch die Heilung in kurzer Zeit eintritt.

6. Wenn der Hals erhitzt oder wund ist, sodass man Speis und Trank schwer schlucken kann, so nehme man morgens, mittags und abends von den Tropfen, lasse sie langsam hinab, und sie nehmen die Hitze und heilen den Schlund.

7. Hat man Magenkrämpfe, so nehme man bei einem Anfall einen Esslöffel voll.

8. Bei Koliken nehme man drei Eßlöffel voll ein, langsam nacheinander, man wird bald die Linderung verspüren.

9. Sie zerteilen im Leib die Winde und kühlen die Leber, vertreiben alle Magenleiden und die der Eingeweide und helfen bei Stuhlverstopfung.

10. Sie sind auch ein vortreffliches Mittel für den Magen, wenn er schlecht verdaut und die Speisen nicht behält.

11. Ebenso helfen sie bei Gallenschmerzen. Täglich früh und abends einen Esslöffel voll und bei Nacht Umschläge mit den Tropfen, werden alle Schmerzen bald vergehen.

12. Bei Wassersucht nehme man sechs Wochen hindurch früh und abends einen Esslöffel voll in weißem Wein.

13. Bei Ohrenschmerzen und Ohrensausen befeuchte man ein Bäuschchen und stecke es ins Ohr. Es hilft sehr gut und bringt selbst das verlorene Gehör wieder.

14. Wenn eine Frau Mutterschmerzen hat, so gebe man ihr drei Tage hindurch früh einen Esslöffel voll in rotem Wein, lasse sie nach einer halben Stunde einen Spaziergang machen, dann kann sie frühstücken, jedoch keine Milch. Auf Milch sollen die Tropfen nicht genommen werden.

15. In den letzten 14 Tagen der Schwangerschaft früh und abends einen Esslöffel davon einnehmen, fördert die Geburt. Um die Nachgeburt leichter loszuwerden, gibt man der Wöchnerin alle zwei Stunden einen Kaffeelöffel voll, so lange, bis die Nachgeburt ohne Wehen abgeht.

16. Stellen sich nach der Geburt beim Hinschießen der Milch Entzündungen ein, werden sie bei Auflegen von feuchten Lappen rasch genommen.

17. Sie treiben den Kindern die Blattern heraus. Man gebe den Kindern je nach Alter von den Tropfen, verdünnt mit Wasser. Wenn die Blattern zu trocknen beginnen, befeuchte man sie öfters mit den Tropfen, es bleiben keine Narben.

18. Sie dienen den Kindern und Erwachsenen gegen Würmer, ja sogar Bandwürmer vertreibt man damit, nur muss man sie den Kindern je nach Alter verabreichen. Einen feuchten Lappen mit den Tropfen auf den Nabel binden und ihn immer feucht halten.

19. Bei Gelbsucht werden sehr bald alle Beschwerden genommen, wenn man dreimal täglich einen Esslöffel von diesen Tropfen nimmt und auf die angeschwollene Leber Umschläge macht.

20. Sie öffnen alle Goldadern (Hämorrhoiden), heilen die Nieren, führen hypochondrische Flüssigkeiten ohne weitere Kur aus dem Körper, nehmen Melancholie und Depressionen und regen Appetit und Verdauung an.

21. Es öffnet auch inwendig die goldene Ader (Hämorrhoiden), wenn man sie anfangs öfters anfeuchtet und sie durch Einnehmen von innen erweicht, besonders vor dem Schlafengehen. Man lege äußerlich ein mit Tropfen befeuchtetes Bäuschchen auf. Es macht das übrige Blut fließen und hilft gegen das Brennen.

22. Wenn jemand in Ohnmacht liegt, öffnet man ihm nötigenfalls den Mund, gebe ihm einen Esslöffel der Tropfen ein, und der Kranke wird zu sich kommen.

23. Dieses Mittel vertreibt auch den Schmerz der stillen Fraisen (Krämpfe) durch Einnehmen, sodass sie mit der Zeit aufhören.

24. Bei Lungensucht täglich früh nüchtern davon nehmen und die Kur sechs Wochen lang fortsetzen.

25. Wenn eine Frau ihre monatliche Reinigung verliert oder dieselbe zu stark hat, nimmt sie diese Tropfen drei Tage ein und wiederholt dies zwanzig Male. Es wird, was zu viel ist, stillen und was zu wenig ist, ausgleichen.

26. Dieses Mittel hilft auch gegen den weißen Fluss.

27. Ist jemand mit der fallenden Krankheit (Epilepsie) behaftet, so muss man ihm auf der Stelle davon eingeben. Der Kranke soll dann ausschließlich das Mittel nehmen, denn es stärkt sowohl die angegriffenen Nerven als auch den Körper und behebt alle Krankheiten.

28. Sie heilen Lähmungen, vertreiben Schwindel und Übelkeit.

29. Sie heilen auch die hitzigen Blattern und Rotlauf.

30. Hat jemand Fieber, hitzig oder kalt, und ist völlig schwach, so gebe man ihm einen Esslöffel davon ein, und der Kranke, wenn er nicht mit anderen Mitteln den Körper belastet hat, wird in kurzer Zeit zu sich kommen, der Puls wird zu schlagen beginnen und wenn auch das Fieber noch so hoch war, dem Kranken wird bald besser werden.

31. Die Tropfen heilen auch Krebs, alte Blattern und Warzen, aufgesprungene Hände. Ist eine Wunde alt und eitrig oder wildes Fleisch daran, so wasche man alles gut mit weißem Wein aus, dann lege man einen mit den Tropfen befeuchteten Lappen darauf. Sie nehmen Geschwülste und Schmerzen sowie das wilde Fleisch, und die Wunde fängt zu heilen an.

32. Sie heilen ohne Gefahr alle Wunden, sie mögen gehauen oder gestochen sein, wenn sie öfters damit befeuchtet werden. Man nehme einen Lappen, tunke ihn darin ein, überdecke damit die Wunden. Sie nehmen in kurzer Zeit den Schmerz, lassen weder Brand noch Fäulnis zu und heilen auch alte Wunden, die man durch eine Schussverletzung bekommen hat. Sind Löcher da, so spritze man die Tropfen in die Wunde, die nicht unbedingt vorher gereinigt werden muss. Durch fleißiges Auflegen mit einem angefeuchteten Lappen tritt die Heilung in kurzer Zeit ein.

33. Sie nehmen alle Narben, auch wenn sie noch so veraltet sind, Wundmale und Schnitte, wenn man sie bis 40-mal damit anfeuchtet. Alle Wunden, die mit diesen Tropfen geheilt werden, hinterlassen keine Narben.

34. Sie heilen auch alle Fisteln von Grund auf, wenn sie auch unheilbar erscheinen; es mag der Schaden so alt sein, wie er will.

35. Sie heilen alle Brandverletzungen, ob sie nun vom Feuer, vom heißen Wasser oder vom Fett herrühren, wenn die Verletzungen fleißig angefeuchtet werden. Es bilden sich auch keine Blasen, die Hitze wird herausgenommen, selbst eitrige Blasen werden von Grund auf geheilt.

36. Sie dienen gegen Beulen und Flecken, mögen sie von einem Stoß oder Schlag herrühren.

37. Wenn jemand nicht mit Appetit essen kann, bringen sie den verlorenen Geschmack wieder.

38. Bei großer Blutarmut bringen sie auch die verlorene Farbe wieder, wenn die Tropfen eine Zeit lang morgens genommen werden. Sie reinigen das Blut und bilden neues, auch fördern sie dessen Umlauf.

39. Rheumatische Schmerzen in den Gliedern werden genommen, wenn man sie morgens und abends einnimmt und auf die schmerzenden Stellen feuchte Lappen legt.

40. Sie heilen gefrorene Hände und Füße, selbst wenn es offene Stellen gäbe. So oft als möglich, besonders aber in der Nacht, soll man mit den Tropfen befeuchtete Lappen auflegen.

41. Auf Hühneraugen lege man ein mit den Tropfen befeuchtetes Bäuschchen und halte die schmerzende Stelle stets feucht. Nach drei Tagen fallen sie von selbst heraus, oder man kann sie schmerzlos herausschälen.

42. Sie heilen auch Bisse von wütenden Hunden und anderen Tieren, indem man die Tropfen einnimmt, denn sie heilen und vernichten alle Gifte. Die Wunden mit einem feuchten Lappen belegen.

43. Bei Pest und anderen ansteckenden Krankheiten ist es gut, wenn man am Tage öfters davon nimmt, denn sie heilen Pestgeschwüre und -beulen, selbst wenn sie schon im Hals stäken.

44. Wer nachts nicht gut schlafen kann, nehme vor dem Schlafengehen von diesen Tropfen. Bei nervöser Schlaflosigkeit einen mit verdünnten Tropfen befeuchteten Lappen aufs Herz legen.

45. Einen Betrunkenen kann man mit zwei Esslöffel davon auf der Stelle nüchtern machen.

46. Wer täglich diese Tropfen früh und abends nimmt, braucht keine andere Medizin, denn diese stärken den Körper, erfrischen die Nerven und das Blut, nehmen das Zittern der Hände und Füße. Kurz, sie nehmen überhaupt alle Krankheiten. Der Körper bleibt straff, das Gesicht jugendlich und schön.

„Moderne“ Anwendungsgebiete von Schwedenkräutern

Nach dieser historischen Darstellung der Heilwirkungen der Schwedenkräuter will ich Ihnen noch einige moderne Anwendungen vorstellen, die ich selbst ausprobiert bzw. recherchiert habe. Auch hier gebe ich keine Gewähr für deren Richtigkeit. Dies ist kein medizinischer Ratgeber, sondern eine subjektive Erfahrungssammlung. Fragen Sie auf jeden Fall Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie sich selbst behandeln.

Schwedenkräuter Anwendung als Erste Hilfe bei Erkältungen

Bei Erkältungen mit Begleiterscheinungen wie Müdigkeit, Gliederschmerzen und Druckgefühl im Stirn- und Kopfbereich einen mit Schwedenbitter befeuchteten Wattebausch an die Nase halten und dabei tief einatmen. Sind zusätzlich die Bronchien betroffen, atmet man mit offenem Mund die Schwedentropfen ein.

Vorbeugend empfiehlt es sich, in Grippezeiten täglich einen Teelöffel bis einen Esslöffel mit etwas warmem Wasser verdünnt einzunehmen. Schwedentropfen kontra Stirnhöhlenentzündung: Stirn- und Nasenrücken mehrmals täglich mit der Kräutermischung einreiben. Die ätherischen Öle töten Bakterien ab und verflüssigen den Schleim, sodass dieser leichter abfließen kann.

Anwendung: Schwedenkräuter helfen gegen Mandelentzündungen

Aufgrund seiner keimtötenden Eigenschaften bekämpft Schwedenbitter auch bakterielle Infektionen der Rachenmandeln. Ein Teelöffel des Elixiers auf ein Glas Wasser geben und damit gurgeln. Bei starker Entzündung mehrmals täglich anwenden.

Schwedenkräuter: Anwendung bei Schnittwunden und Verletzungen

Legen Sie einen mit Schwedenbitter getränkten Wattebausch auf die Wunde und befestigen Sie ihn mit einer Mullbinde. Mehrere Stunden, am besten über Nacht, einwirken lassen. Aufgrund der antibakteriellen Wirkung der ätherischen Öle sowie der reizlindernden und entzündungshemmenden Wirkung der Gerbstoffe kommt es zu einem raschen Abklingen von Verletzungen.

Schwedenkräuter lindern Insektenstiche

Gegen Insektenstiche mit Schwellungen hilft ein mehrstündiger Umschlag mit dem Elixier. Die antibakterielle und keimtötende Wirkung der Kräuter führt zu einem Abschwellen der betroffenen Hautpartien.

Schwedenkräuter: Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Verdünnen Sie einen Esslöffel Schwedenbitter mit einem Glas Wasser und betupfen Sie damit mehrmals täglich die Hämorrhoiden. Vor dem Schlafengehen zusätzlich einen Teelöffel Schwedenbitter einnehmen. Über Nacht einen Wattebausch mit der Kräutermischung tränken, auflegen und mit einer Binde abdecken.

Schwedenkräuter: Hausmittel gegen Zahnfleischentzündungen

Ein Esslöffel Schwedenbitter auf ein Glas Wasser geben. Zahnfleisch- und Wangenschleimhaut mehrmals täglich damit bepinseln.

Schwedenbitter: Hausmittel bei leichter Nierenschwäche

Dreimal täglich einen Esslöffel Schwedenbitter in etwas lauwarmes Wasser geben und diese Mischung verteilt vor und nach jeder Mahlzeit trinken.

Schwedenbitter: Hausmittel gegen Rheuma- und Gicht-Beschwerden

Über einen Zeitraum von vier Wochen dreimal täglich einen Teelöffel Schwedenbitter in einer Tasse Brennnessel- oder Zinnkrauttee auflösen und trinken. Die in den Brennnesseln enthaltenen Flavonoiden und Pflanzensäuren kurbeln den Stoffwechsel an, lindern Rheuma und Gicht. Ein hoher Anteil an Kieselsäure, Flavonoiden und Saponinen in Zinnkraut oder Ackerschachtelhalm wirkt ebenfalls gegen Rheuma und als Durchspülungstherapie bei Katarrhen der Nieren und der Harnwege.

Schwedenkräuter: Anwendung gegen Rückenschmerzen und Hexenschuss

Legen Sie einen mit Schwedenkräutern getränkten Umschlag auf den schmerzenden Rückenbereich. Zusätzlich eine Wärmflasche auflegen, das verstärkt die Wirkung.

Schwedenbitter: Hausmittel zur besseren Durchblutung

Auch bei Thrombosen und Venenleiden empfehlen sich Schwedenkräuter-Umschläge. Dabei sollte man allerdings zuerst fingerdick Ringelblumen-Salbe auf die entsprechende Stelle auftragen, um eventuelle Hautreizungen zu vermeiden. Jetzt können Sie die Umschläge mit Schwedenbitter auflegen und mit einer Mullbinde fixieren. Etwa eine Stunde einwirken lassen und dreimal täglich wiederholen. Zur besseren Durchblutung eignen sich zusätzlich Fußbäder mit Brennnesselkraut.

Schwedenkräuter verhindern feuchte und kalte Füße

Gegen feuchte Füße helfen regelmäßige Fußbäder mit Schwedenkräutern: Auf fünf Liter Wasser gibt man circa drei Esslöffel Schwedenbitter und badet die Füße etwa 15 Minuten in dieser Mischung. Bei kalten Füßen ist eine Massage mit dem Elixier hilfreich: Hände mit Schwedenbitter befeuchten und jeden Fuß circa drei Minuten massieren.

Schwedenkräuter gegen Schlafstörungen

Vor dem Schlafengehen eine Schwedenkräuter-Kompresse in der Lebergegend und im Herzbereich auflegen. Die ätherischen Öle wirken beruhigend auf Herz und Nervensystem und erleichtern der Leber ihre Entgiftungsarbeit.

Schwedenkräuter bei Ohrenschmerzen

Schwedenkräuter sollen auch bei leichten Ohrenschmerzen helfen, indem man ein paar Tropfen ins Ohr träufelt. Bei stärkeren Schmerzen kann man eine mit den Kräutern getränkte Kompresse aufs Ohr legen und am besten über Nacht einwirken lassen.

Damit bin ich mit meiner Aufzählung von Anwendungsgebieten von Schwedenkräutern bzw. des Schwedenbitters am Ende und hoffe, dass Sie nun viele Anregungen bekommen haben, wie man dieses alte Hausmittel einsetzen kann.

Viel Erfolg bei der Anwendung des Schwedenbitters / der Schwedenkräuter!