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Wie der Genozid an den Deutschen begann

Unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden rund 12 Millionen (manche Quellen gehen von 20 Millionen aus) Deutsche aus den Gebieten des ehemaligen Deutschen Reichs vertrieben.

Es war die GRÖSSTE Vertreibung der GESCHICHTE.

Die größte Panzerschlacht der Weltgeschichte!

Panzerschlacht: Vor 55 Jahren entkam Stalin einer Niederlage
Cannae fand nicht statt
von Alexander Beermann

Im Juli 1943 gelang es der Roten Armee erstmals, die Deutsche Wehrmacht, noch dazu bei günstigen Wetterverhältnissen vernichtend zu schlagen. Die große deutsche Sommeroffensive, „Unternehmen Zitadelle“ genannt, richtete sich gegen die für einen Angriff bereitgestellten Kräfte der Roten Armee. Die besten deutschen Divisionen wurden in diesem Unternehmen aufgerieben. Die Schlacht von Kursk wurde bisweilen als „Waterloo der deutschen Panzertruppe“ bezeichnet. Mit Skepsis haben deshalb bislang viele Historiker die These des ehemaligen Feldmarschalls von Manstein betrachtet, der nach dem Krieg in seinen Memoiren „Verlorene Siege“ die Sommeroffensive der Wehrmacht im Raum Kursk als „verschenkten Sieg“ beschrieben hat.

Doch inzwischen scheinen die Archive der ehemaligen Sowjetunion ihm recht zu geben. Die größte Panzerschlacht der Weltgeschichte brachte die Sowjets an den Rand der Niederlage, und hätte die Schlacht noch zwei Tage weiter getobt, wäre zumindest ein Teilsieg der Wehrmacht kaum ausgeblieben. Das operative Ziel des „Unternehmens Zitadelle“ war es, den russischen Frontvorsprung im Raum Kursk abzuschneiden und die Rote Armee in einer großen Vernichtungsschlacht entscheidend zu besiegen.

Die Heeresgruppe Mitte, mit Generaloberst Models 9. Armee als Schwerpunkt, sollte von Norden mit drei Panzerkorps nach Kursk vordrängen, wo dann die Vereinigung mit der aus Süden vorstoßenden Heeresgruppe Süd erfolgen sollte, die unter Mansteins Befehl stand. Wäre der Plan gelungen, hätten fünf russische Armeen ausgeschaltet werden können, darunter die gesamten strategische Panzerreserven der Sowjetunion.

Als am 5. Juli 1943 6.000 Panzer, 4.000 Flugzeuge und mehr als zwei Millionen Männer in einem gigantischen Zusammenstoß zweier Heere aufeinander stießen, war dies der Anfang der entscheidenden Schlacht des Ostfeldzuges. Die strategischen Reserven der beiden Seiten waren eingesetzt, und sowohl Hitler als auch Stalin schienen alles auf eine Karte gesetzt zu haben. Hitler wollte unbedingt die Initiative an der Ostfront zurückgewinnen, um sich danach der im Westen anbahnenden Invasion zu widmen. Dazu setzte er 33 Divisionen ein, davon 16 Panzerdivisionen. Die Generäle waren nervös, denn die Panzerwaffe war gerade im Umbau begriffen, und neue Panzermodelle, darunter der „Tiger“, technisch noch nicht ausgereift. Dazu kam, daß die Verluste von Stalingrad durch Frontverkürzungen und Ersatz gerade erst einigermaßen aus-geglichen waren. Vergebens plädier-ten die Generäle 1943 für eine De-fensive.

Stalin, über das Vorhaben der Deutschen bis ins Detail von Churchill durch die Operation „Ultra Secret“ informiert – Großbritannien konnte den geheimen Funkverkehr der deutschen Führung mitlesen –, wollte seinerseits den inzwischen ins Stocken geratenen Vormarsch der Roten Armee wieder in Bewegung bringen und die früheren Rückschläge im Raum Charkow durch ein zweites Stalingrad ausgleichen. Das Datum der deutschen Offensive war dem sowjetischen Oberkommando, der STAWKA, bekannt, und alles wurde getan, um die Wehrmacht um Kursk in tief gestaffelten Verteidigungssystemen auszubluten, und danach zu einer groß angelegten Gegenoffensive überzugehen.

Das Datum der Offensive war den Sowjets bekannt

Die Überlegenheit der Roten Armee Panzern und Sturmgeschützen war erheblich. Die Panzer sollten die 5. Garde Panzerarmee unter Generaloberst Pavel Rotmistrow nach der Abwehr des deutschen Angriffs für einen gewaltigen Gegenschlag zur Verfügung stehen.

Die 5. sowjetische Garde Panzerarmee lag bis zum 7. Juli mit 650 Panzern noch ungefähr 320 Kilometer östlich ihres späteren Einsatzraums um Prochorowka, als die unerwartet großen Geländegewinne der deutschen Kräfte der südlichen Zange deren sofortige Verlegung verursachte. Am 11. Juli trafen die Panzer dort ein und wurden umgehend durch das Panzerkorps und das II. Garde Panzerkorps verstärkt, wodurch Rotmistrow für den Höhepunkt der Schlacht am 12. Juli über 850 Panzer verfügen konnte, davon 500 neue vom Typ T 34.

Weshalb aber entschloß sich die russische Führung, ihre einzigen verbliebenen strategischen Reserven jetzt schon in den Kampf zu werfen und dadurch die Aussichten auf eine Gegenoffensive vorerst zu vereiteln? Rechtfertigte der deutsche Vormarsch tatsächlich einen solchen Schritt?

Im Norden hatte sich die aus Models Angriffstruppen bestehende Zange in den russischen Stellungen festgelaufen und kamen nur langsam und verlustreich voran. Doch im Süden schien das Kriegsglück auf seiten der Deutschen zu stehen. Hier hatten die deutschen Kräfte, darunter das II. SS Panzerkorps, einen Brückenkopf über das letzte natürlichen Hindernis vor Kursk, den Psel-Fluß, geschlagen, und es drohte der Durchbruch.

Der frühzeitige Einsatz von Rotmistrows Armee deutet deshalb auf den Ernst der Lage und das Ausmaß des Einbruchs in die russische Verteidigung. Am 12. Juli traf die strategische Reserve der Roten Armee frontal auf das II. SS Panzerkorps. In Nachkriegsdokumentationen wurde dessen Stärke mit 700 Panzern angegeben, doch deuten die erst zwischen 1978 und 1981 freigestellten Kriegstagebücher der an der Schlacht beteiligten SS Panzergrenadier-Divisionen auf weitaus weniger, denn am Tag vor der Offensive meldete das gesamte Korps nur 327 einsatzfähige Panzer. Am 11. Juli schrumpfte diese Streitmacht auf 211 Panzer, wobei eine Anzahl Panzer sich noch in der Instandsetzung befand und erst später zur Verfügung stehen konnte. Am 12. Juli fand schließlich das Zusammenprallen dieser Kräfte statt, und mit äußerstem Einsatz wurde eine bisher unüberübertroffene Materialschlacht auf engstem Raum geführt.

Hitler brach die Panzer-offensive vorzeitig ab

Bisher war diese Schlacht bei Prochorowka in der Literatur oft als „Grab der deutschen Panzerwaffe“ bezeichnet worden. Doch dies scheint übertrieben, denn am 13. Juli meldete das Korps 163 einsatzfähige Panzer, ein Nettoverlust von 48 Panzern verglichen mit dem Vortag. Mit den instandgesetzten Panzern lagen die Eigenverluste an diesem Kampftag jedoch etwas höher, schätzungsweise eher bei 70. Nach neuen Quellen zu urteilen, waren jedoch im Gegensatz dazu die Verluste innerhalb der Roten Armee geradezu katastrophal; Rotmistrow selbst schrieb 1984, daß allein 400 „reparierbare“ Panzer verloren wurden, ohne dabei Angaben zu den erlittenen Totalverlusten zu geben.

Doch Historiker scheinen sich mittlerweile einig, daß es sich um einige Hundert handeln mußte, da die Kampfkraft auf russischer Seite am Morgen des 13. Juli auf unter 200 einsatzbereite Kampfwagen gemeldet wurde. Die Deutschen konnten dies damals nicht wissen, und Historiker der Nachkriegszeit schenkten zuerst den sowjetischen Propagandaziffern Glauben, daß es die deutsche Offensivkraft war, die gebrochen wurde.

Doch es stand auf Messers Schneide: Manstein stand kurz vor dem Durchbruch und verfügte noch über drei frische Panzerdivisionen, die aus der Reserve heraus in den Kampf geführt werden konnten. Die russischen Kräfte waren indessen nicht in der Lage, sich durch einen geordneten Rückzug von den Deutschen zu lösen, ohne dadurch einen Einbruch der südlichen Kursker Front herbeizuführen. Models Druck von Norden erlaubte auch keinen nennenswerten Abzug von Verstärkungen.

Die Deutsche Armee von 1939-1945

Kommentar von SARGON III

Langsam geht die Zeit herum. Es ist drückend heiß. Mein Kamerad Eddi und ich unterhalten uns leise, denn Vorsicht ist geboten, weil der Feind nahe liegt. In einer Redepause höre ich ein schwaches Rufen, nicht weit von uns, vielleicht 100m. Ich stoße Eddi an: „Hast du nichts gehört?“- „Nein“. – „Vielleicht habe ich mich geirrt“. Wir plaudern noch ein wenig. Jetzt ist es Eddi, der das Stöhnen hört. „Wer wird es sein?“ frage ich. „Weiß nicht, schau mal nach. Schnell nehme ich meine Feldflasche voll Wasser und Verbandszeug und rutsche von einer Senke zur anderen. Jetzt sehe ich was Dunkles im Sand liegen. Sichernd blicke ich herum, ob auch niemand in der Nähe ist. Ich rutsche ganz vor und bin angelangt. Vor mir liegt ein Tommy. Ich gebe ihm Wasser und spähe herum. Dabei denke ich nur:“ Wenn sie dich hier sehen, bist du erledigt“. Nach kurzer Untersuchung verbinde ich das Bein des Engländers. In der glühendheißen Sonne mit einem Beinschuß – na, viel Vergnügen. Schnell gebe ich dem Verwundeten noch etwas Wasser und will mich zurückziehen. Da stehen drei Tommys vor mir. Mir stockt der Atem. Werden sie mich gefangennehmen oder werden sie mich erschießen? Ratlos schaue ich sie an. Der eine Tommy nimmt mir die Feldflasche ab, langsam öffnet er seine Feldflasche und füllt meine ganz voll. Erstaunt sehe ich ihn an. Es ist ein großes Opfer, das er bringt, denn Wasser ist hier knapp und das meiste davon schlecht. Zu meiner großen Überraschung nickt er mir zu und hilft seinen Kameraden, den Verwundeten auf die Bahre zu legen. Einen Augenblick schaue ich ihnen nach, dann drehe ich mich um und laufe zu meinen Kameraden zurück.
Afrikanische Kameradschaft; Bericht von M. Weber in: Arnold Roon, Zwischen Freiheit und Pflicht – Geschichten aus der Fallschirmtruppe, Friedberg 1989

Der in der Ukraine lebende Journalist Michail Ozeraner, Major a.D und Veteran der sowjetischen Streitkräfte des Zweiten Weltkrieges, hat der „Deutschen Nationalzeitung“ von ihm recherchierte Fälle ritterlichen Verhaltens von Frontsoldaten auf beiden Seiten mitgeteilt, von denen einige im Herbst 1996 in Dr. Freys Blatt veröffentlicht wurden. Einer sei beispielhaft erwähnt:
In der Ukraine lebt ein kriegsblinder Invalide namens Iwan Skakunow. Er sucht schon viele Jahre nach seinem deutschen Retter Hans, der Nachname ist ihm entfallen. Skakunow war Panzersoldat der Roten Armee. In einem seiner Briefe an Major Ozeraner berichtet er: „Es geschah Ende 1943, Anfang 1944, während einer Gegenoffensive der deutschen Wehrmacht. In der Nähe des Dorfes Wysokije Petschi des Gebietes Schitomir hatten wir eine deutsche Einheit angegriffen. Mein Panzer wurde durch einen Volltreffer in Brand geschossen. Kameraden schleppten mich aus dem brennenden Panzer. Doch rundherum war ein solches Feuer, daß sie mich in einen Graben bringen und liegenlassen mußten, bis ein Sanitäter käme. Bald darauf bemerkte mich ein deutscher Soldat. Er leistete mir Erste Hilfe. Als der Kampf neu entbrannt war, hat er mich mit seinem Körper geschützt. Wir lagen still. Danach sagte der Deutsche:“ Ich heiße Hans und Du?“. Ich sagte: „Iwan“. So wurden wir sozusagen verbrüdert im Kampf. Wir wurden beide in unser Lazarett gebracht. Ich lag längere Zeit mit Hans zusammen. Dann kam er in ein Gefangenlager. Wir nahmen Abschied wie richtige Brüder. Ich wurde später blind, bin Invalide des Krieges. Sehr oft denke ich an Hans, ob er noch lebt?“.
Quelle: Mörder oder Helden – Die Wahrheit über das deutsche Soldatentum, Seite 155/156; Fünfter Abschnitt (Wehrmacht und der Feind)

Ihr Gatte, Herbert Erlbeck, Leutnant der Deutschen Wehrmacht, war Wehrmachtskommandant unserer Ortschaft von September bis Dezember 1943. Die Bevölkerung unserer Stadt hat diese Periode fremder Besatzung in bester Erinnerung behalten. Alle Einwohner der Stadt erinnern sich des ausgezeichneten Behnehmens des Wehrmachtskommandanten gegenüber der Bevölkerung von Tyrnawos. Nach Bekanntwerden eines Unglücks ordnete Ihr Gatte sofortige Hilfeleistung durch die Soldaten seiner Einheit an, die sich in aufopferner Weise bei der Bergung einsetzten. Wir beklagten bei dem Unglück 6 Tote und wenig Verwundete, die sofort mit Fahrzeugen der Deutschen Wehrmacht nach Larissa in Krankenpflege gebracht wurden. Die Verbundenheit der Stadt Tyrnawos und ihrer Einwohner mit ihrem Gatten war von diesem Tage an herzlich, er war beliebt und wurde von den Einwohnern als Freund betrachtet und nicht als Feind. Ihr ausgezeichneter Gatte hat als Soldat und als Mensch die beste Erinnerung bei der Bevölkerung unserer Stadt hinterlassen, hat er doch die Höflichkeit, Menschlichkeit und Ehrenhaftigkeit eines seinerzeit niedergeworfenen Volkes beachtet. Von diesem Brief bitten wir Sie gegenüber jedem alliierten oder deutschen Gericht oder jeder alliierten oder deutschen Behörde Gebrauch zu machen, um ihren Gatten von jedem unerwarteten Ereignis freizubekommen.

Brief der griechischen Gemeinde Tyrnawos, Präfektur Larissa, an Frau Erna Erlbeck vom 2. März 1947, mit Siegel der Gemeinde und der Unterschrift des Gemeindevorstandes Dim. Chasiotis, Herbert Erlbeck, Untersturmführer des SS-Polizei-Pionierbatallions Nr. 4, war Ortskommandant in Tyrnawos (Die Kameradschaft, Juli/August 1989

Dieses Buch behandelt das einzige von deutschen Truppen besetzte Gebiet, die Kanalinseln. Sieger und Besiegte handeln auf dem Schwarzen Markt zu beiderseitigen Profit, die Deutschen hören die Nachrichten der BBC, die Inselbewohner singen ihr „God save the King“ und beten in den Kirchen für die königliche Familie. Deutsche und Engländer drücken sich gegenseitig ihr Beileid zum Tode ihrer angehörigen Soldaten aus. Als die die Deutschen in Guernsey ankommen, betreten sie das Haus des Kronanwalts durch die Seitentüre, damit die Kinder nicht geweckt werden. Diese rücksichtsvolle Haltung nehmen sie während der ganzen Besatzungszeit ein. Man war immer zu Kompromissen bereit. Eine deutsche Vorhut, die in die Flut geraten war, wurde einmal von der Feuerwehr von Jersey herausgepumpt. Nach dem Kriege schickten die Inselbewohner den deutschen Soldaten Pakete und reichten viele Gesuche um ihre Entlassung aus der Gefangenschaft ein.
Der Freiwillige, Oktober 1959; Inhaltsangabe des 1955 erstmals und 1958 in Neuauflage erschienenen Buches über die deutschbesetzten Kanalinseln, „Island in Danger“, der britischen Zeitgeschichtler und Publizisten Alan Wood und Mary Seaton Wood.

Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe hat keinen Unterschied gemacht zwischen Freund und Feind. Wenn ein Seenotfall gemeldet wurde, so starteten die Männer des Seenotdienstes ihre Maschinen und Boote und führten die Rettungsaktion ohne Ansehen der Nationalität der zu Rettenden durch. Unter der organisatorischen Leistung von Oberst (später Generalleuntnant) Goltz wurden zunächst an der Nord und Ostsee Stützpunkte eingerichtet. In der Zeit vom Sommer 1941 bis zur alliierten Landung in der Normandie im Juni 1944 wurden 1165 Menschen aus den Fluten des Englischen Kanals und des Atlantiks geborgen. Davon waren 359 Gerettete Angehörige der gegnerischen Streitkräfte. Ähnliches gibt es aus dem Schwarzen Meer zu berichten. Über die Gesamt -Erfolge des Seenotdienstes der deutschen Luftwaffe liegen genaue Ergebnisse nur auf Teilgebieten vor. Im wesentlichen muß mit Schätzungen gearbeitet werden. Es kann hierbei davon ausgegangen werden, daß von den rund 12.000 insgesamt durch den Seenotdienst Geretteten etwa 5.000 den gegnerischen Streitkräften angehören.
Aus dem Kapitel „Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe“ in Helmut Schmoeckels Buch „Menschlichkeit im Seekrieg?“, Herford 1987

Von einer rechtmäßigen Grundlage der Kriegsverbrecherprozesse gegen Männer, die ehrenhaft und sauber für ihr Vaterland gekämpft haben, ist mir nichts bekannt. Wie auch schon schon zur Zeit der Prozesse kommt es mir auch heute noch so vor, daß es eine offenkundige Ungerechtigkeit gewesen ist, Soldaten wegen eidgetreuer Ausführung ordnungsgemäßer Befehle ihrer Staatsmacht vor Gericht zu bringen.
Harold R. Stark, Admiral der US-Kriegsmarine (in: Thomson/Strutz,Doenitz at Nuremberg- War Crimes and the Military Professional, New York 1976

Im arabischen Raum ist der deutsche Wehrmachtssoldat zu einer geradezu mystischen Figur geworden. In einem Ausmaß wie nirgends sonst hat in Nordafrika und dem Vorderen Orient das deutsche Ansehen vom Auftreten des Wehrmachtsoldatentums profitiert. Selbst die einseitige antiarabische Stellungnahme der Bundesregierung im Konflikt mit Israel zehrte das Ansehenskapital, das der deutsche Soldat in Arabien für Deutschland erworben hatte, nicht auf. Der arabische Raum ist nur ein Beispiel, wie es um das Ansehen des deutschen Soldaten durchweg bestellt wäre, wenn nicht viele Länder dem gnadenlosen antideutschen Trommelfeuer einer alliierten Propaganda unterworfen gewesen wären. Eine Flut arabischer Veröffentlichungen enthält Hymnen auf das deutsche Soldatentum. Eines dieser Werke trägt den Titel „Deutsche Kriegskunst von Clausewitz bis Manstein“ und wurde verfaßt vom langjährigen Verteidigungsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten Syriens, Mustafa Tias.
(Aus: Helwig Adolph – Auffenberg – Komarow (Hg.), Die Besten Soldaten der Welt – Die Deutsche Wehrmacht aus der Sicht berühmter Ausländer, München 1995)

Ich kämpfe nicht für die deutschen Soldaten, sondern mit den deutschen Soldaten und Seeleuten gegen das Unrecht, das Männern angetan wird, die im Kampf für ihr Heimatland – sei es, welches es sei – ihre Pflicht getan haben. Es ist die Höhe des Unrechts, Männern wegen Gehorsams gegenüber Befehlen zu bestrafen, wenn sie im gleichen Fall wegen Ungehorsams bestraft werden können. Schimpflich ist es darüber hinaus, deutsche Männer für die im Dienste des Staates durchgeführte Maßnahmen zu bestrafen, die von den Land -, See – und Luftstreitkräften der Sieger ebenfalls getroffen worden sind.

Captain Russel Grenfell, britischer Militärschriftsteller, in einem Brief an den deutschen Admiral Hansen (zit. in : Ulrich Stern, Hg., „Die Wahren Schuldigen am Zweiten Weltkrieg“, München 1990

Zwei Meldungen der letzten Tage haben mich besonders gefreut: Einstige Feinde, Männer der Waffen-SS und amerikanische Veteranen, wollen sich zum wiederholten Male in Deutschland treffen und gemeinsame Veranstaltungen durchführen. Versöhnung der Tat. Ehemalige australische Kriegsgefangene kommen nach Deutschland , um „Freunde und Bekannte von einst“ wiederzusehen. Sie erklären der Deutschen Presseagentur: „Wir sind von den deutschen immmer korrekt behandelt worden“. Welch ein Gegensatz zur giftigen Hetze ewiggestriger Psychokrieger. Frontkämpfer anderer Völker reichen uns die Hand. Wir schlagen gern ein. Lassen wir die Hetzer links liegen.
Oberst Walther Dahl, im Krieg Kommondore der Rammjäger und Inspekteur der Tagjäger am 20. September 1985 in der „Deutschen Nationalzeitung“

Unbeirrt ihrer Pflicht treu, haben die deutschen Soldaten bis zum Ende gekämpft, unter voller Hinnahme des Todesrisikos. Dieser Mut hat unseren Respekt erzwungen. Es ist diese Treue, die selbst in den schlimmsten Auseinandersetzungen bewirkt, daß wahre Soldaten sich nicht hassen. Diese gegenseitige Hochachtung kommt am wahrsten zum Ausdruck in der Ehrung, die wir zusammen unseren Toten erweisen. Sie, unsere Gegner der deutschen 5. Gebirgsjägerdivision, loyale und tapfere Kämpfer, sie erkennen wir heute an als unsere Kameraden.
(Der französische General Le Ray anläßlich einer gemeinsamen französisch-deutschen Gefallenenehrung in Verney/Bramans (Deutsche National – Zeitung, 22. November 1985)

Nun bin ich wieder bei meiner Familie und schaue zurück auf vier Tage, die immer in meinem Herzen bleiben werden. Als wir auf dem Friedhof in Rheinsberg standen, hatte sich eine kleine Gruppe deutscher und englischer Menschen zusammengefunden, um die Toten zu ehren. Wir sagen unseren Gefallenen:“ Sie sollen nicht vergebens gestorben sein“, und an diesem tage verspürte ich zum ersten Mal in meinem Leben das Bedürfnis, diesem Gedanken mehr als nur ein einfaches Lippenbekenntnis zu geben. In Rheinberg fühlte ich, daß eine kleine Flamme entzündet worden war, die zu einer lodernen Flamme werden und die alle Vorurteile und allen Hass zwischen Deutschland und England verzehren könnte. Ich danke allen wunderbaren Fallschirmjäger-Freunden, daß ihr mich so herzlich willkommen geheißen habt. Ich werde euer Springerabzeichen bei jeder Gelegenheit stolz tragen. Und wenn mich jemand fragen sollte:“ Was ist das?“, so wird es mir ein unaussprechliches Vergnügen sein, zu sagen:“ Nun denn, ich möchte euch von einigen prächtigen Menschen erzählen, von tapferen Männern im Krieg, mit großen Herzen“.
(Aus einem Brief des britischen Fallschirmjäger-Veteranen Pat Bryan an einstige Kriegsgegner der deutschen Fallschirmtruppe, die er besucht hatte („Der deutsche Fallschirmjäger“,Dezember 1967)

In der ersten Nacht wurde einer der Deutschen operiert, aber trotz aller Bemühungen starb der arme Kerl. Es wurde entschieden, ihn auf See beizusetzen. Wir hatten keine deutsche Kriegsflagge an Bord, daher wurde schließlich eine alte Flagge des Kaiserreiches für die Beisetzung genommen. Ein kurzer, aber beeindruckender Gottesdienst wurde unter Beteiligung von deutschen und britischen Seeleuten gehalten. Wir standen uns gegenüber und konnten die Trauer in des anderen Gesicht sehen. Wir alle waren dem armen Jungen zugetan, dem in dem Augenblick gestorben war. Unter der Flagge glitt der in Segeltuch eingenähte Körper in die See. Erst kürzlich erfuhr ich seinen Namen (Gerhard Lüttich aus Leipzig). Ich weiß nicht, welchen Rang er hatte, auch nicht den Dienstgrad des anderen deutschen Seemanns, der sich eine Harmonika von einem englischen Seeman geborgt hatte. Er spielte dieses wundervolle Lied „Ich hatt einen Kameraden“ unter Tränen, die sein Gesicht herunterliefen. Ich denke, daß es einer der herzergreifendsten Augenblicke meines Lebens war. Wir alle wußten, als wir dem ehemaligen Gegner gegenüber in die Augen sahen, daß wir einen sehr großen Respekt voreinander hatten.
(Bericht von Bill Braddon, ehemaliger Offizier an Bord des britischen Kreuzers „Dorsetshire“, die Engländer hatten nach einem Seegefecht 85 schiffbrüchige Deutsche aufgefischt (Helmut Schmoeckel, „Menschlichkeit im Seekrieg?“, Herford 1987)

Auf dem Ehrenfriedhof inmitten der Klosterruine Arnsberg fand eine Gedenkfeier für unsere toten Kameraden statt. Herr Pfarrer Rück aus Eberstadt gedachte unserer toten aus christlicher und Kamerad Walter Meier aus weltlicher Sicht. Mit dem Lied „Ich hatt einen Kameraden“ und gesenkten Fahnen legten Hauptmann Trabinger und Hauptfeldwebel Schmidt – beide von der Luftlande- Mörser-Kompanie 260 Lebach – den Kranz der Regimentskameradschaft am Ehrenmal nieder. Im Anschluß spielte Pipe-Major Jim Bill in Highlander-Montur, und die britischen Kameraden legten zu dem Signal „the last post“ ebenfalls einen Kranz nieder. Auf der roten Schleife standen die Worte:“In memory of our dead comrades – From your british comrades“.
(Aus dem Bericht über eine gemeinsame deutsch -englische Gefallenenehrung in “ Der deutsche Fallschirmjäger“ Juni 1986)

Am 16. Dezember 1944 wurde ich als Infanterist in vorderster Front von deutschen Streitkräften vor Krinkelt gefangengenommen. Es war der erste Tag der deutschen Ardennenoffensive, die bei uns als „Battle of the Bulge“ in die Geschichte einging. Nachdem man mich aus meinem Schützenloch gezogen hatte, umgaben mich deutsche Soldaten, die mit automatischen Waffen ausgerüstet waren. Natürlich hatten sie große Eile vorzurücken – und ich war der einzige Überlebende weit und breit und muss eine unerwünschte Last dargestellt haben. Doch sie erschossen mich nicht. Oft habe ich mich gefragt, weshalb. Ich war nur ein einfacher Soldat, besaß offentsichtlich keinerlei für ihren Geheimdienst wertvolle Information. Ein einziger zusätzlicher Schuss an der Front und diese Soldaten hätten ungestört ihren Vormarsch fortsetzen können. Niemand hätte je den Unterschied bemerkt. Seitdem habe ich den 16. Dezember als meinen zweiten Geburtstag betrachtet. Es war, als ob mir ein neues Leben geschenkt worden wäre.

Als Kriegsgefangener wurde ich im fränkischen Hammelburg interniert, wo ich meinen 21. Geburtstag erlebte. Dann teile man mich einem Arbeitskommando in Würzburg zu. Der Führer unseres Arbeitstrupps von „Hof 1“ war ein älterer Feldwebel, ein Veteran des Ersten Weltkriegs. Die Ernährung ließ zu wünschen übrig, aber er und seine Untergebenen betrachteten uns stets als ihre Männer. Wir waren verpflichtet, uns wie Soldaten zu verhalten und entsprechend zu handeln und alle militärischen Sitten und Verhaltensregeln zu beachten, was auf lange Sicht höchst nützlich für unsere geistige Verfassung und das Dasein in Gefangenschaft war. An Samstagen wurde erwartet, dass wir zum Apell antraten. Danach erhielten wir immer ein Fass Bier.

Jedes Mal, wenn die Sirenen ertönten, holte uns der Feldwebel aus unserer Unterkünften nahe der Eisenbahn und führte uns in einen Wohnhauskeller, die als Luftschutzräume dienten. Sonst wären wir Kriegsgefangene umgekommen – denn von der Baracke, in der wir untergebracht waren, blieb nichts übrig.

Diese meine persönliche Erinnerung an Angehörige der deutschen Wehrmacht, die sich musterhaft benahmen, möge als Geleitwort zu dem vorliegenden Buch („Supersoldiers – Die Wehrmacht im Urteil ausländischer Experten“) stehen, das die Ehre der Soldaten unserer einstigen Feinde verteidigt.

Der persönliche Bericht von John R. Rarick (1924 2009), amerikanischer Rechtsanwalt. Er wurde in den 60er und 70er- Jahren nicht weniger als viermal für die Demokraten in den Kongress gewählt. Im Zweiten Weltkrieg diente er drei Jahre in der US-Armee, zuletzt als Leutnant. Er war träger zahlreicher Auszeichnungen darunter des Verwundetenabzeichens Purple Heart und der Taperkeitsauszeichnung Bronze Star.