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DNA-Forscher und Nobelpreisträger verliert Ehrentitel wegen „rassistischer“ Äußerungen

von Sputnik

Der amerikanische Nobelpreisträger und einer der Entdecker der DNA-Molekularstruktur James Watson hat wegen rassistischer Bemerkungen seine Ehrentitel verloren.

Watsons frühere akademische Wirkungsstätte, das Cold Spring Harbor Laboratory im US-Bundesstaat New York, hat nach eigenen Angaben dem 90-Jährigen den Ehrentitel als emeritierter Kanzler, Ehrenprofessor und Ehrenkurator entzogen.

Grund dafür: Der Molekularbiologe soll in einer TV-Dokumentation des Senders PBS Anfang Januar seine These aus dem Jahr 2007 wiederholt haben, wonach Schwarze wegen genetischer Unterschiede weniger intelligent seien als Weiße.

Die Forschungseinrichtung reagierte empört. Watsons jüngste Äußerungen seien „verwerflich” und „wissenschaftlich nicht haltbar“, hieß es.

Der DNA-Forscher hatte sich bereits 2007 für seine umstrittenen Aussagen entschuldigt. Seine jüngsten Bemerkungen konterkarierten dies allerdings, teilte das CSHL mit. Deswegen habe ihm nun das Institut die Ehrentitel aberkannt.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP erklärte der Sohn des Nobelpreisträgers, sein Vater sei kein Rassist, aber er vertrete eine sehr enge Auslegung des genetischen Schicksals.

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