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Die wachsende Unfreiheit der Andersdenkenden

von Joseph Emich Rasch

In Deutschland gibt es keine uneingeschränkte Meinungsfreiheit mehr. Eine gefallsüchtige, blasierte Nomenklatura hat sich in diesem Land eine scheindemokratische Meinungsführerschaft der besonderen Art organisiert. Wer ihre Moralkategorien in Frage stellt oder ihnen gar widerspricht, wird schnell an den Pranger gestellt, stigmatisiert und ausgegrenzt. Die Frage ist, wie lange sich dieses Land, dieser Kontinent – denn der ist natürlich auch befallen – das noch gefallen lässt.

Der alles überschattende gesellschaftslähmende Merkelismus

Ein gehöriger Teil des deutschen Mediengeflechtes, auch Teile der großen Print-Verlage, der Öffentlich-Rechtlichen TV-Anstalten (wie auch der Privaten) und diverser Agenturen hat sich offensichtlich dazu entschlossen, den alles überschattenden, gesellschaftslähmenden Merkelismus, durch den dieses Land in eine unerhörte Krise geraten ist und darin nach wie vor verharrt, nicht nur zu verteidigen, sondern auch zur Dauer-Doktrin zu erheben.

Dabei stört nicht nur das schnellstens desavouierte Aufbäumen von Horst Seehofer gegen seine, bislang noch größere, doch ungeliebte Parteischwester Merkel, sondern auch immer mehr und offene, klare Worte vermeintlich einst systemkonformer Protagonisten auf den unterschiedlichsten Ebenen. Sie werden deshalb so schnell wie möglich mundtot gemacht, gekündigt, ausgegrenzt oder ganz einfach zu „rechtspopulistischen“ Agitatoren erklärt.

Die schöne neue Welt des Donald Trump, der mit seinen „Fake News“ schon zu Anfang seiner schillernden Amtszeit brillierte, findet damit im alten, arg gebeutelten, doch machtlosen Europa gerade ihre haarsträubende, aber nicht unerwartete Reflexion.

Die größte politische Müßiggängerin der deutschen Geschichte

Allen voran glänzt in diesem Spiegelbild die größte politische Müßiggängerin der deutschen Geschichte: Angela Merkel.

Im Rollenfach Realitätsverweigerung wie auch im Bereich Beratungsresistenz tut sie sich besonders hervor. Ansonsten sitzt die Buddha-gleiche Figur ungerührt auf ihrem Premiumsessel und betrachtet ungerührt den permanenten Rechtsbruch, den sie ihre Entourage in der wabernden Flüchtlingsmisére begehen lässt.

Die Zeit spricht zwar gegen sie, aber das ficht sie nicht an. Die merkeltreue Journaille, die gerne mit einschlägigen Parteigängern vor der Kamera auf vorgefertigte Fragen mit ebenso präparierten, arrangierten Antworten eingeht, soll doch den Eindruck vermitteln, alles sei im Grunde in schönster Ordnung. Aber nichts von alledem.

Mehr am Rande erfahren kritische Betrachter – trotz teilweise  unterdrückter und geschönter Nachrichten – dennoch, dass sich diese nur noch administrativ agierende Regierung nicht schämt, selbst renommierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur zu schmähen. Einer der bedeutendsten Historiker und Philosophen unserer Zeit, Rüdiger Safranski, ist ein beredtes Beispiel dafür. Er hatte nur schon 2015 vor einer Überflutung durch den Islam gewarnt. Weil er den AfD-Politiker Gauland schätzt, ist er jetzt wohl schlicht eine persona-non-grata im Merkel’schen Sittengehege.

Es gibt faktisch keine Meinungsfreiheit mehr in dieser Gesellschaft

Doch die Liste derer, die ausgegrenzt, stigmatisiert und verrufen werden sollen, wird länger und länger. Um so unverhohlener greift die Zensur der politisch „Korrekten“. Sie dürfen aber Schmutz und Häme über Andersdenkende ausschütten – bis hin zur Hetze.

Die selbsternannten Verteidiger unserer Demokratie machen indes fette Waffengeschäfte mit dem geradezu demokratie-konträren Saudi Arabien und gratulieren dem islamisch ganz unverschämten Despoten Erdogan zu seiner Wiederwahl. Ein glatter Hohn!

Es gibt faktisch keine Meinungsfreiheit mehr in dieser Gesellschaft. Die Frage ist, wie lange sich dieses Land, dieser Kontinent – denn der ist natürlich auch befallen – das noch gefallen lässt.

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Zum Autor: Joseph Emich Rasch, Jahrgang 1953, Linguist, Dramaturg und Kolumnist, schrieb und inszenierte diverse Theaterstücke sowie zahlreiche Satire-Programme. Im vergangenen Jahrzehnt wandte er sich vermehrt der Analytischen Philosophie zu. Er ist Lehrbeauftragter und Dozent für Kommunikation, Rhetorik und Dialektik.

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