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“Das Q-Phänomen“ in den US-Medien: Die Öffentlichkeit wird behutsam aufgeweckt

von N8Waechter

Die US-amerikanische The Epoch Times hat am gestrigen 3. Juli 2018 einen bemerkenswert neutralen Artikel über das “Q“-Phänomen veröffentlicht. Dort wird der Leserschaft ein Überblick vermittelt, wie es ihn in dieser Form auf einer nennenswerten Netzplattform bisher nicht gegeben hat.

Zunächst wird vom Autor, Joshua Philipp, darauf hingewiesen, dass jüngst vermehrt “ein einzelner Buchstabe“ auf Werbetafeln an Highways und “auf T-Shirts bei Trump-Kundgebungen“ auftaucht sei und dann wird bemerkenswert sachlich für Einsteiger auseinandergesetzt, was es mit dem Phänomen auf sich hat:

Wenn die Q-Einträge echt sind, können sie darauf hindeuten, dass die Trump-Administration einen alternativen Kanal eingerichtet hat, um mit Anhängern zu sprechen und dabei Nachrichtenkanäle und Soziale Medien […] zu umgehen. Die Echtheit des Kanals wurde von der Administration weder bestätigt, noch dementiert.

Letzteres macht derzeit eine ganze Reihe Spottdrossel-Reporter in den USA zum Gespött der “Q“-Informierten. So hat sich beispielsweise Will Sommer von The Daily Beast genötigt gefühlt, sich zu den zahlreichen Forderungen zu äußern, er solle doch die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, einfach mal fragen, was es mit “QAnon“ auf sich habe:

Die mysteriöse Person hinter QAnon sagte seinen Anhängern, dass sie Reporter dazu bringen sollten, Sarah Huckabee Sanders nach QAnon zu fragen, so dass jetzt das Pressekorps des Weißen Hauses mit Anfragen von QAnon-Verrückten überschwemmt wird. Außerdem gibt es Meme.

Besonders der letzte Satz spricht Bände über Sommers Geisteszustand, offenbart er doch eine nicht einmal mehr unterschwellige Angst vor dem Internet-Bilderkrieg.

Hier einige beispielhafte Bildmontagen:

(weitere: PresseMem4, PresseMem5, PresseMem6, PresseMem7, PresseMem8, PresseMem9)

Philip Crowther von France24 beklagt sich ebenfalls:

Aus irgendeinem Grund werde ich auf Twitter mit Aufforderungen bombardiert, Sarah Sanders nach Q und QAnon zu fragen. Dies mag enttäuschen, aber ich habe vor, das nicht zu tun.

Der “Grund“ dieser “Bombardierungen“ dürfte die Äußerung von “Q“ sein, dass man darauf warte, dass irgendein Reporter die “ultimative Frage“ stellt und der Hinweis, dass man dies wohl “erzwingen“ müsse. Daraufhin sind die Anons und die Mem-Armee tätig geworden und haben regelrecht zum Angriff auf die Vertreter des Pressekorps im Weißen Haus geblasen.

Insofern greift Autor Joshua Philipp für The Epoch Times ein Stück weit vor, indem sich ausgesprochen sachlich mit dem Thema auseinandergesetzt wird:

Um einen tieferen Einblick in dieses Phänomen zu erlangen, habe ich den Moderator einer privaten Q-Diskussionsgruppe auf Facebook kontaktiert.

Dabei handele sich um einen “ehemaligen Sicherheitsberater der US-Regierung“, welcher jedoch nicht namentlich genannt werden wollte. Weiter werden die “Trockenlegung des Sumpfes“ benannt, wie auch die Entfernung von Korruption, die Enthüllung der “Fake News-Medien“ und der Kampf gegen globalistische Interessengruppen.

Es wird der Hinweis auf den bekannten Kurzfilm mit dem Titel: “This Video will get Donald Trump Elected“ gegeben, samt entsprechenden Zitaten von Trump, wie:

»Unserer Bewegung geht es um die Ablösung eine gescheiterten und korrupten politischen Elite durch eine neue Regierung, welche von Euch, dem amerikanischen Volk, kontrolliert wird.«

»Die Washingtoner Elite und die Finanz- und Medienkonzerne, welche diese finanzieren, existieren nur aus einem Grund: um sich selbst zu schützen und zu bereichern.«

»Wir werden dieses Land für Euch zurückholen und wir werden Amerika wieder großartig machen.«

Der Artikel berichtet weiter von den Aussagen des anonymen Kontaktes und dies ohne diese zu bewerten. Es wird von “kodierten Botschaften“ gesprochen, wie auch die Abkürzungen kurz aufgegriffen (“BHO wird beispielsweise statt Barack Hussein Obama benutzt“) und der Facebook-Moderator weist darauf hin, dass durch die Art und Weise der Informationsvermittlung keine US-Gesetze gebrochen werde und:

[…] diese Methode der Bereitstellung von Informationen für die breite Öffentlichkeit ergibt aus der Sicht der US-Geheimdienste sinn, da durch die Anspielung auf Informationen mit Schlüsselwörtern und Hinweisen – anstatt durch direkte Erklärungen -, wahrscheinlich nicht gegen Gesetze über die Weitergabe geheimer Informationen verstoßen wird.

Interessanterweise greift der Autor aus den vielen möglichen Einzelaspekten ausgerechnet die neusten Zahlen der “Versiegelten Anklageschriften“ auf – ein Thema, welches von den Spottdrosselmedien gemieden wird, wie das sprichwörtliche Weihwasser vom Teufel:

Einige Informationen können verifiziert werden, während andere Informationen eher kontextbezogen sind. Ein kürzlich veröffentlichter Beitrag wies beispielsweise auf die ungewöhnlich hohe Zahl von versiegelten Anklagen im Justizministerium hin. Normalerweise liegt die Zahl der versiegelten Anklagen pro Jahr bei rund 1.000. Derzeit liegt die Zahl der versiegelten Anklagen seit Oktober [2017] bei über 40.000.

Der anonyme Gesprächspartner weist auch auf einige Zitate hin, auf welche “Q“ in der Vergangenheit verwiesen hat:

Er verwies auf eine Reihe von Zitaten von Amerikas Gründervätern. Dazu gehört ein Zitat von Thomas Jefferson: „Wenn wir uns vor Unwissenheit schützen und frei bleiben wollen, ist es die Verantwortung eines jeden Amerikaners informiert zu sein.“ Ein anderes, von George Washington, lautet: „Die Wahrheit wird sich letztendlich durchsetzen, wenn Schmerzen hingenommen werden, um sie ans Licht zu bringen.“

„Diese Zitate sind genau das, worum es bei Q geht“, sagte der Moderator.

„Wir müssen die Leute aufwecken.“

Alles läuft nach Plan …

Der Nachtwächter

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