„Übelster politischer Kindermissbrauch“: Kindergärten sollen politische Gesinnung von Eltern überprüfen

von Birgit Stöger

Eine neue Broschüre der Bundesregierung  – erstellt durch die hoch umstrittene Amadeu-Antonio-Stiftung – enthält eine Anleitung, wie Erzieherinnen rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut in den Kinderköpfen erkennen und ihm entgegenwirken können. 

In einer „Kleinen Anfrage“ macht AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner deutlich, dass das

„Hineinregieren einer als linksradikal verrufenen Stiftung unter der Führung einer ehemaligen ‚Stasispitzelin‘ in Kindergärten skandalös“ sei.

Mit Unterstützung der Bundesregierung und knapp 5.000 Euro Steuergeld ist eine neue Anleitung für Erzieherinnen in den Kindergärten erschienen. Sie trägt den Titel „Ene, mene, muh – und raus bis du!“ und wurde von der weit im linkspolitischen Gefilde tätigen und mit Steuergeld reichlich bedachten Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) erstellt.

„Kinder aus völkischen Elternhäusern“ erkennen

In der Broschüre werden Ratschläge erteilt, wie man rassistisches und fremdenfeindliches Gedankengut in den Kinderköpfen erkennt und ihm entgegenwirkt. Das linke Machwerk erinnert einmal mehr an die dunkelsten Zeiten staatlicher Willkürherrschaft.

Im Vorwort, das aus der Feder der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) stammt, wird einmal mehr ein „deutlicher Anstieg rechtspopulistischer Bewegung“ betrauert.

Aus diesem Grund sei es besonders wichtig, von staatlicher Seite die frühkindliche Bildung demokratisch zu gestalten. Ganz besonders erfreut zeigt sich die Sozialdemokratin und Verfechterin frühkindlicher, Elternhaus ferner staatlicher Erziehung über „die Handlungshinweise und Hilfsangebote“ in der Broschüre.

Anhand von Fallanalysen werden diese wie folgt unterbreitet. Im Fall I.3. zum Beispiel wird erklärt, wie man „Kinder aus völkischen Elternhäusern“ erkennt.:

„Das Mädchen trägt Kleider und Zöpfe, es wird zu Hause zu Haus- und Handarbeiten angeleitet, der Junge wird stark körperlich gefordert.“

Hat die Erzieherin einen solchen Fall entdeckt, wird empfohlen, „die Eltern zum persönlichen Gespräch in die Kita einzuladen“, um ihnen zu erklären, wie

„autoritäre und geschlechterstereotype Erziehungsstile die vielfältigen Möglichkeiten von Kindern einschränken (…).“

Fallbeispiel II.2 zum Thema „Migrationspädagogik“: Dort wird beschrieben, wie sich eine Mutter Sorgen macht, weil Flüchtlingskinder aufgenommen werden. Sie fürchtet, dass das Bildungsniveau sinkt. Laut der AAS soll der Mutter erklärt werden: „Diese Sorgen sind unbegründet.“ Das habe die „Migrationsforschung“ herausgefunden. Sie möge bitte die „Vielfaltspädagogik“ beachten.

Was hier geschieht, ist „übelster politischer Kindermissbrauch“

Ausgemachter Feind der AAS ist und bleibt die AfD. Dem Kampf gegen die demokratisch gewählte Partei wird dann auch dementsprechend Platz in der AAS-Handreichung – gefördert durch das SPD-geführte Familienministerium – eingeräumt.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner macht in einer „kleinen Anfrage“ deutlich, dass das „Hineinregieren einer als linksradikal verrufenen Stiftung unter der Führung einer ehemaligen ‚Stasispitzelin‘ in Kindergärten skandalös“ und „gänzlich inakzeptabel“sei und argumentiert:

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat mit ihren abstrusen Auffassungen nichts, aber auch gar nichts an unseren Kindergärten und Schulen zu suchen. Dass ausgerechnet diese mehr als überflüssige Einrichtung Propagandaschriften für den Umgang mit Kindern erstellt ist nicht tragbar. Rätselhaft auch, dass die Bundesregierung keinen Verstoß gegen die Neutralität feststellen konnte – obwohl in dieser Broschüre völlig einseitig und abwegig argumentiert wird.“

„Was hier geschieht, ist übelster politischer Kindermissbrauch“, so Brandner abschließend.

„Unsere Kinder dürfen nicht von Gesetz wegen in Kitas zu klimahysterischen, vielfaltsfixierten, linksgrünen Knockout Mäusen a la Kahane oder Digitalzombis dressiert werden“,

so die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst im Oktober im Bundestag.

Zudem sei die Broschüre von vorn bis hinten ein kleines Einmaleins der Gesinnungsdiktatur. Da würden Betreuer titelgerecht zur Bespitzelung von Eltern und Kollegen angehalten, Kollegen mit vermeintlich rechtem Gedankengut sollten hinausgemobbt und ihre Einstellung verhindert werden.

Da sei in Fallanalysen von Schminkecken in der Kita die Rede, in der Betreuer Jungen die Nägel lackierten, von Barbiepuppen die dunkelhäutige Naturwissenschaftlerinnen sein sollen und von homosexuellen Lego-Rennfahrern.  „Völkische“ Familien würden ihre Jungen (Alter 0 bis 6) vor dem Kitabesuch mit einem 1,5 km-Lauf drillen, so Höchst zu der unsäglichen AAS-Handreichung.

Wehret den Anfängen

Gunnar Schupelius stellt in seiner B.Z.-Kolumne fest, dass es nicht Aufgabe des Staates und der Kindertgärten sei, die Lebensweise der Eltern zu prüfen und zu korrigieren. „Die Meinungsfreiheit muss uns ebenso heilig sein wie die Privatsphäre“, so der Autor der weiter feststellt:

„Wenn man dem Staat erst einmal zugesteht, sich in dieser Weise auf die Privatsphäre von Familien Zugriff zu verschaffen, dann ist eine prinzipielle Grenze überschritten. Dann kann sehr schnell wieder geschehen, was in den deutschen Diktaturen geschah: In der DDR und im NS-Staat wurden Kinder einer Gesinnungskontrolle unterzogen und sogar als Spitzel gegen ihre Eltern eingesetzt“.

Erzieher sollten nach ihrer Ausbildung in der Lage sein, eigenständig und ohne staatliche Anweisung zu entscheiden, ob ein Kind durch radikale Einstellungen des Elternhauses leidet. Dann können diese das Gespräch suchen.

Den Erziehern jedoch vorzugeben, welche politischen Einstellungen sie als gefährlich einzustufen haben, sei ein Eingriff, den es in einem freien Land nicht geben dürfe.

„Wehret den Anfängen, könnte man auch sagen“, so Schuppelius zu den immer schamloser werdenden links-staatlichen Übergriffen auf die Freiheitsrechte der Bürger. (SB)