Trolle einer EU-Behörde im Kampf um die Meinungshoheit

von Ped

Eine EU-Behörde bettelt darum, der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden.

Die politischen Gralshüter der einzigartigen EU-Demokratie befinden sich im heroischen Abwehrkampf gegen Putins Propaganda-Horden. Wie schwierig die Aufgabe für sie ist, kann man sich gut vorstellen. Hat man sich doch in den vergangenen Jahren mit der eigenen, zum Krieg hetzenden Propaganda so ziemlich jede Reputation verspielt.

Es geht um eine Webpräsenz der Europäischen Union; jener EU, die sich anmaßt, für das „wahre Europa“ zu stehen. Wir sprechen von der Behörde einer Machtinstitution mit Alleinvertretungsanspruch für eine sogenannte Europäische Gemeinschaft (Griechenland weiß ja inzwischen, wie wertvoll so eine Gemeinschaft ist). Wie sie heißt? Haben Sie noch etwas Geduld.

Was die Webseite der Behörde so auffällig macht, ist die Beschreibung von höchstselbst und kontinuierlich praktizierten Propagandamethoden, die vor allem darin bestehen, die Bevölkerung vorrangig über Angsttrigger zu manipulieren. Bei ihr nennt sich das Aufklärung und dazu gibt es nun eine erste Kostprobe (b1):

Das investigative, auf der Youtube-Präsenz der Behörde veröffentlichte Elaborat, möchte uns erklären, wie der Kreml Desinformation betreibt. Sinngemäß warnt sie uns vor folgendem perfiden Kreml-Vorgehen: „Um Desinformation vorzubereiten, suche Bildmaterial, editiere es und setze es dann mit einer eigenen Agenda erneut ins Internet“.

Da kann man nur sagen: Lass es einfach auf sie zurückfallen (b2):

Diese sensationelle Propagandastrategie haben die emsigen Ermittler der Brüsseler EU-Behörde in großer Fleißarbeit  – wie sagt man es nur am besten – „entdeckt“. Sie setzen uns ihre Ergebnisse als die bösartiger Methoden der staatsrussischen Propagandaabteilungen vor, denen der unmündige EU-Bürger schutzlos ausgeliefert ist; wenn, ja wenn nicht die Wächter der Wahrheit emsig Aufklärungsarbeit betreiben.

Einfach mal mit Fantasie „gute Fotos“ finden und angemessen einzusetzen, ist allerdings im EU-Medienwald nicht erst seit heute ein gern praktiziertes Werkzeug zur Volksverblödung. Darauf weisen die Beamten dieser hochnotpeinlichen Behörde natürlich nicht hin, ihr schmutziger Finger der Denunziation zeigt dafür auf den Feind im Osten. (b3)

Nochmal für die Interessierten: Kamensk-Shachtinski liegt in Russland – NICHT in der Ukraine.

Dass jeden zweiten Tag in Politik und Medien die russische Gefahr, die Gefahr vor dem Terror, die Gefahr vor der Klimakatastrophe, die Gefahr vor Antisemiten, Querfrontlern, Holocaust-Leugnern, Neurechten, Rechtsextremen, Rechtspopulisten und wie sie alle noch so heißen mögen, dahergebetet wird; es dürfte den Gralshütern der westlichen Wertegemeinschafts-Wahrheit kaum bewusst sein – oder doch? Kennen Sie, liebe Leser, noch dieses Bild? (b4)

Mit Fälschungen wie diesen – erstellt in Kooperation mit in Syrien wütenden sadistischen Schlächtern – hat man versucht, einen ganz offenen Krieg des sogenannten Wertewestens gegen Syrien zu entfachen (Stichwort: Flugverbotszone). Die Auflösung der Fälschung (1,2) wurde nicht propagiert; dafür ist die obskure EU-Behörde nicht zuständig:

Fälschungen in den Medien, die von europäischen Spitzenpolitikern wiederholt und allen Ernstes als Wahrheit verbreitet wurden, um Kriegsstimmung zu verbreiten, hat man erst vor wenigen Wochen wieder im Falle des vermeintlichen Giftgasanschlags von Douma im syrischen Ost-Ghouta bewundern dürfen. So ist das eben, wenn der Täter auf die Opfer zeigt.

Der Chef der mit Dutzenden Millionen US-Dollar aufgepeppten Weißhelmtruppe, die regelmäßig ihre drittklassigen, gestellten Fotos und Videos zum besten gab, um gegen Syrien zu hetzen, wurde bis in das Jahr 2017 von der Europäischen Kommission huldvoll als aufrechter Demokrat über die samtenen Teppiche der EU-Amtskorridore geleitet. Dieser Truppe jahrelang sekundiert zu haben, müsste eigentlich dazu führen, dass den Verantwortlichen der sogenannten Aufklärungsseite gegen Desinformation dauerhaft Schamröte im Gesicht steht und die Finger die Arbeit an der Tastatur verweigern.

Aber nichts davon.

Leider ist das Ganze nur in zwei Sprachen gehalten: englisch und für die armen, in ihrem Land geknechteten Russen auch in deren Landessprache. Das ist ein deutlicher Hinweis auf das Zielpublikum. Das Gehirnwaschinstitut nennt sich vollmundig

„EU vs Disinfo“ (EU gegen Desinformation)

und seine Protagonisten schlagen offensichtlich jeden Tag mehrfach mit dem Kopf gegen die Wand, denn schließlich sind sie ja angetreten, sich selbst zu bekämpfen. Solch eine brutale Ausführung von Projektion kann schon zu Verwirrungen führen.

Die folgenden Kostproben aus dem Schulungsprogramm der Europäischen Union stärken den Verdacht, dass die Chefideologen dort in fest gewebten transatlantischen Netzen hängen. Zu klar ist die Ausrichtung, zu offensichtlich die Russophobie, zu plump die „Argumente“. Die EU bestätigt sich auf diese Weise zumindest als treuer Mitstreiter der selbsternannten westlichen Wertegemeinschaft.

Wer mal in Ruhe überdenkt, dass sich die NATO 25 Jahre nach Auflösung der Sowjetunion endlich lärmend an der russischen Grenze einfindet, um dort von der russischen Bedrohung zu fabulieren, weiß nicht ob er hier lachen oder weinen soll. Ich möchte das Geschrei der Massenmedien erleben, wenn Russland auch nur 5.000 Soldaten und entsprechende Technik in Sichtweite von Florida, nämlich auf Kuba stationieren würde; einfach nur, um den Schutzbedarf des Verbündeten Genüge zu leisten.

Wie Propaganda auszusehen hat, dafür geben die demokratischen Beschützer der EU aussagekräftige Belege ab. So etwas Plattes müssen Sie auf staatsgetragenen russischen Medien wie Sputnik ganz schön lange suchen (b5):

Erstens ist das gespiegeltes Schwarz-Weiß-Denken. Zweitens wird einfach erfunden und dann das Erfundene widerlegt. Die Erfindung ist allerdings nicht sprechend für das, was wirklich dahinter steckt – nämlich die Lüge.

Rotzfrech wird dort eine Behauptung (Russland sähe sich weltweit als der einzige IS-Bekämpfer) aufgestellt, die ich so weder von russischen Politikern noch von deren Medien je gehört habe. Ebenso falsch ist die vorgeworfene Feindbildaufstellung. Nach wie vor – und das halte ich schon für sehr bemerkenswert, angesichts der immer schamloseren Hetze gegen Russland und deren Führer – sprechen die russischen Spitzenpolitiker von PARTNERN im Westen.

Allerdings wagen es doch die russischen Eliten tatsächlich, darauf aufmerksam zu machen, dass die NATO – und mit ihr die Bundeswehr – nun 150 Kilometer vor St.Petersburg Stellung bezogen hat. Deutsche Truppen standen im vorigen Jahrhundert schon einmal vor Leningrad, mit der Folge, dass über eine Million Bewohner dieser Stadt durch Beschuss, Hunger und Kälte starben.

Natürlich ist Russland NICHT der einzige Staat, der den IS bekämpft. Vergessen wir nicht China, den Iran, vergessen wir vor allem nicht Syrien. Vergessen können wir allerdings die NATO-Staaten mit ihrer – das hier ist ein Satire-Artikel, daher darf ich das so sagen – Volksverarsche namens Inherent Resolve. Die sind mit ihren „Spezialtruppen“ sogar schon in Dash-Uniformen in Syrien unterwegs gewesen. Das glauben Sie nicht?

Vielleicht sollte man die NATO-Strategen sicherheitshalber darauf hinweisen, dass, wenn sie ihre Missionen über die russische Grenze hinweg transponieren sollten, auf noch viel gefährlichere Russen treffen werden; Teufel nochmal, diese Slawen da im Osten – einfach unberechenbar. Was wollen die dort?

Wer den Dash tatsächlich und wirksam – mit Opfern und großem militärischem Aufwand bekämpft, kann man nach wie vor ganz hervorragend in Syrien betrachten. Und wer das nicht tut, das kann man genau dort ebenso betrachten. Und weil das so ist, hört und sieht der deutsche Medienkonsument aktuell nur die Geschichten aus dem Märchenwald.

Dort, wo der finstere Gesell Assad ein unschuldiges, wehrloses Volk mit Fassbomben beschmeißt und mit Giftgas eindieselt, das jeden Tag unbewaffnet und erfüllt von Demokratieträumen westlicher Ausprägung, sich dem Diktator mit bloßen Händen entgegenstellt.  Oh mein Gott, wie schrecklich. Dass es bis heute keine glaubwürdigen Belege für den Krieg Assads gegen seine Zivilbevölkerung gibt, ist doch der freiheitlich-demokratischen Aufklärungsbehörde schnurz. Sie muss nur noch dem gemeinen EU-Konsumenten die Tatsache verbergen, dass eben diese Zivilisten derzeit zuhauf, also zu Hunderttausenden – geradewegs in die Arme ihres Schlächters laufen.

Also wird flächendeckend desinformiert, um den Zug zur syrischen Heimat zu bremsen oder ganz zu stoppen.

EU vs Disinfo? Mitnichten. Der Name der Behörde ist bereits eine Lüge.

Aber huch, die 10.000 Extremisten in Ost-Ghouta und noch einmal mindestens 5.000 in Yarmouk, welche sich gerade nach Idlib evakuieren ließen, wo kamen die denn plötzlich her, mitsamt ihren Unmengen schwerer Waffen und moderner Ausrüstung? Sind die möglicherweise gar (auch) über EU-Hilfsgelder finanziert wurden? Niemals! Russische Propaganda!

Das Geschehen außerhalb des Märchenwaldes wird ihm, dem Konsumenten, schlicht vorenthalten – was ganz offensichtlich mit zur Aufgabe der EU-Propagandaabteilung gehört. Dass die EU selbst Krieg gegen Syrien führt und somit den IS und al-Qaida dort stützt, ja ihn erst groß werden lassen hat: Auch das wird dem braven, gläubigen Mitglied der westlichen Wertegemeinschaft geflissentlich verschwiegen.

Das Interessante an dieser EU-Propaganda ist tatsächlich die Projektion des eigenen Handelns. Militärisch inzwischen in diversen Staaten jenseits der europäischen Grenzen werkelnd; mitverantwortlich und fördernd den Terrorismus in weiten Teilen Afrikas und des Nahen Ostens, um vor allem eigene wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, ist man sich nicht zu blöd, mit dem Finger auf die Anderen zu zeigen.

Die „Aufarbeitung“ von russischer Propaganda glänzt durch Quellen, die dem kritisch hinterfragenden Bürger mit kyrillischen Schriftzeichen begrüßen. Welcher Westeuropäer beherrscht die russische Sprache und kann so prüfen, dass die Vorwürfe durch die Quellen tatsächlich belegt werden? Klar, die Europäer haben ja russisch allesamt mit der Muttermilch aufgesogen und sind deshalb besonders affin für solch verführerisch lockende Seiten.

Auch die anderen „Propaganda belegenden“ Quellen sind echte Reißer und bestens geeignet, den arglosen europäischen Demokraten in den Abgrund zu reißen. Schließlich schaut er regelmäßig in tschechische Online-Portale wie AENews (3), um sich zu informieren, was in der Welt passiert. Schauen Sie doch mal (b6):

Sofort erkennen Sie die russische Propaganda, also deren Lügen, oder etwa nicht?

Wissen Sie was? ich bin mir fast sicher, dass das tschechische Portal überhaupt keine Propaganda sondern einfach nur die Wahrheit verbreitet. Wie viele der über 400 Millionen Europäer beherrschen die tschechische Sprache und können also den Wahrheitsgehalt prüfen?

Es ist einfach nur eine Posse. Es fragt sich, welche armen Ritter man verdonnerte, diese sich doch selbst beleidigende Tätigkeit durchzuführen.

Das transatlantische Qualitätsblatt „Die Welt“ (so die eigene Sicht) mit dem Qualitäts-Journalisten Christoph B. Schiltz (so sicher sein Selbstverständnis) nimmt allzugern das schmierige EU-Portal an (4), welches angeblich Propaganda aufdeckt, die selbige aber, vorsätzlich oder ideologisch vereinnahmt, dem gläubigen Konsumenten zum Besten gibt.

Der selbst sich so sehende Journalist Christoph B. Schiltz ist voller Empörung, dass der durch die Weißhelm-Trachtentruppe mit netten Fotos unterlegte „Beweis“ eines Giftgasangriffs in Douma mit 500 Opfern, deren Tote die Weißhelme leider ganz schnell an einem unbekannten Ort verbuddeln mussten, als Lüge durch die russischen Medien gezerrt wird – Quelle: „EU vs Disinfo“. (b7)

„How to Make 500 Victims of a Suspected Chemical Attack Disappear“ fragt, wie man 500 Giftgasopfer unsichtbar machen kann und meint damit, dass die russische Propaganda genau das tut. Das ist wirklich ein Problem für die sicher gut bezahlte EU-Trollband:

Wie um alles in der Welt macht man etwas unsichtbar, was nie zuvor jemand gesehen hat?

Abgesehen mal davon, dass die Zahl 500 solch eine Ausgeburt an Phantasterei war, dass sie in den Wochen darauf klammheimlich aus dem Medienwald und den Sprechblasen der Politiker verschwand. Das EU-Portal aber – als Propagandaklitsche werkelnd – gibt sie noch heute zum besten.

Gut, die von den Ausstattern der großen EU-Mitglieder weiß behelmten „Aktivisten“ (also aktiv sind sie ja gewesen, da lässt sich kaum was gegen sagen), die sagen ja, sie hätten sie gesehen. Aber sie haben inzwischen vergessen, wo das war und sie selbst sind auch nicht mehr da, also dort. Ha, ha – lustig, klar, das glauben wir. Los, Ihr bösen Russen, macht die 50 oder 100 oder 500 nie gesehenen Sarin-chlorierten-Toten von Douma, die nie jemand gesehen hat, endlich wieder sichtbar. Bekennt Euch!

Entsprechend sind natürlich alle Berichte über Ungereimtheiten, die im Zusammenhang mit den Ermittlungen der OPCW in Syrien ans Licht kamen, auch nur russische Propaganda. Dass die Dokumente dieser Organisation selbst auf ihren Missbrauch klare, deutliche Hinweise geben, wird in geradezu bösartiger Weise als Angriff auf Kinder verleumdet. Der entsprechende Artikel benennt sich mit: „Children in the Disinformation Spotlight“ (5).

Wobei es um 17 Zeugen, nachweisliche Zeugen aus Douma geht, welche nun einmal im berüchtigten „Beweis“, dem Weißhelm-Video, als Chloringas-Opfer ausgemacht wurden. Man sieht sie doch – einmal auf deren Video in Douma und dann in Den Haag. Kein Problem für das EU-Wahrheitsministerium, denn Wahrheit ist das, was die Meinungsmacht festlegt.

Dankbar hat wohl der sogenannte „Faktenfinder“ der Tagesschau diese Hilfe in Anspruch genommen (6). Alles, was der Feindbildpflege dient, ist es wert, eingesetzt zu werden.

Was sie da allesamt skrupellos betreiben und als Gift unter die Menschen mischen, ist der Bruch mit rechtsstaatlichen Prinzipien. Das fortwährende Verletzen des Prinzips der Unschuldsvermutung ist zum gängigen Vorgehen des Westens geworden. Das Aushöhlen demokratischer Prinzipien wird jedoch bei Syrien nicht aufhören!

Während man mit fadenscheinigen „Indizien“ Syrien um jeden Preis den Einsatz von Chemiewaffen unterstellt, Indizien, die in einem Rechtsstaat jedem Richter nicht einmal ein müdes Lächeln entlocken können, werden alle Bemühungen Russlands und Syriens zur Aufklärung als Lügen klassifiziert.

Wissen Sie, das finde ich schon ziemlich krank! Von welchen Werten reden eigentlich ständig die Spitzen der Europäischen Union?

Herr Schiltz ist ein Qualitäts-Journalist, das denkt er sicher über sich, gehörend zur journalistischen Elite von Springers Welt und dankbar nimmt er die „Analyse“ von „EU vs Disinfo“ in seinen Kurzbericht auf, denn die „gute EU“, die muss es ja wissen (7).

Verleumdungen, gestreute Gerüchte über angebliche Greueltaten, für die bislang jegliche Beweise fehlen (8), wurden als das bezeichnet, was sie sind – Lügen. Unglaublich diese Trollarmeen da in Moskau und St.Petersburg. So was können wir gar nicht durchgehen lassen und daher folgt hier die „Aufklärung“ durch „EU vs Disinfo“. (b8)

Schließlich leben wir in einem UNrechtsstaat und da kann jederzeit verurteilt werden, auch ohne Beweise, einfach so. Weil wir es nämlich glauben. Großartig, Herr Schiltz, Ihr Feindbild ist wirklich scharf gerahmt und Ihr Weltbild entsprechend klein gefasst. Mit dieser politischen Blindheit sind sie bestens geeignet, dass sedierte Publikum in Deutschland mit der täglichen Dosis zu verarzten – und Sie sich selbst gleich mit. Straffrei, versteht sich.

Die Europäische Union ist also Teil des Propagandapparates und beliefert die vernetzten Mainstream-Medien wie auch die Politik mit „Aufklärung“ und dem Ruf der glaubwürdigen Quelle. Ja, ja, man muss nur fest an das Gute glauben, dann kommt man ohne jede Logik aus und ist vor allem bereit, mit den EU-Werten in den ganz großen Krieg zu ziehen. Warum wird eigentlich immer so schlecht über Joseph Goebbels geredet?

Die Institutionen der Europäischen Union sind tatsächlich Teil ein und desselben scheindemokratischen Systems und damit genauso wenig frei in ihrem Handeln wie es die Massenmedien sind. Stattdessen sind beide mit riesigem Aufwand betriebene Instrumente zur Sicherung von Macht und Herrschaft. Daher war ja auch ihre Entstehung und Machtstruktur nie das, was sie selbst großspurig andernorts einfordern – demokratisch.

Natürlich arbeitet die Propagandaklitsche „EU vs Disinfo“ (allein der Name regt zur Heiterkeit an) mit weiteren investigativen Schwarzlichtern zusammen, die ihre Unabhängigkeit und Objektivität in ähnlich minimaler Weise zur Schau stellten – Correctiv zum Beispiel (9) mit Claire Wardle (10). Wer sorgte doch noch dafür, dass Correctiv auf stabilen finanziellen Füßen steht – eine mit Soros verbundene Foundation (11)? Niemals! Das ist russische Propaganda!

Da gibt es eine schöne Dreiecksbeziehung. Die öffentlich-rechtliche und aus Zwangsgebühren milliardenschwer finanzierte ARD und ihr „Faktenfinder“ geht eine Partnerschaft mit einem privaten Unternehmen namens Correctiv ein, dass „nebenbei“ mit erklecklichen Beträgen eines Hedgefonds-Milliardärs finanziert wird (12). Und aus der gleichen Quelle bedient sich eine ebenfalls rechtliche Behörde der Europäischen Union (siehe oben). Das nennt man repräsentative Demokratie oder auch Fassadendemokratie.

Weil ihre Verbindung zu einem sogenannten Weltverbesserer und Philanthropen wie George Soros so eng ist, bringt es die EU tatsächlich fertig, den Milliardär in Schutz zu nehmen vor der russischen Propaganda, die so viel Schlimmes über Soros berichten würde. „EU vs Disinfo“ widerlegt jedoch nichts, sondern greift jene an, welche die wahre Rolle des Hedgefonds-Managers öffentlich machen. Geschweige denn, dass sie jemals thematisieren würde, wie Soros zu seinem vielen Geld gekommen ist.

Die EU macht Werbung, Propaganda für einen Finanzoligarchen (13)!

Oligarchen? Das Wahrheitsministerium in Brüssel verbietet Ihnen, so etwas zu denken oder sind Sie schon zum Agenten Moskaus mutiert? Oligarchen, das muss Ihnen klar sein, gibt es nur in Russland und wer etwas anderes sagt, bedroht unsere einzigartigen, von unserer Einheitsmeinung geprägten Werte – ist das klar!?

Geht es noch billiger?

Kaum, denn dahinter steckt die pure Angst, dass immer mehr Menschen ihre Ängste überwinden, Mut fassen, Fragen stellen, infrage stellen. Wenn das aber in Größenordnungen geschieht, geht die Meinungshoheit der Machteliten flöten – mit samt deren Glaubwürdigkeit; und das auch noch OHNE Konfrontation!

Liebe Leser, schimpfen Sie oder lachen Sie? Wir sollten allen Ernstes glauben, der böse Russe bedrohte sogar unsere Wahlen und hätte mit seinen Heerscharen von Hirnwäschern versucht, uns zu Putins Zombies umzufunktionieren. So berichtet uns das „EU vs Disinfo“. Sie haben das nicht bemerkt? Also, bitte, dann lesen Sie intensiver Springers Blätter und schauen täglich die ARD-Tagesschau. Kann ja wohl nicht wahr sein, wie ahnungslos, ja gar angstlos Sie durchs Leben gehen.

Der Tagesspiegel darf durchaus dem Mainstream zugerechnet werden. Wenn man seinen (wenn auch schon etwas älteren) Beitrag zu Fälschungen der ARD in Bezug auf den Ukraine-Konflikt studiert, ist man erstaunt, wie deutlich er das System an sich – sicher ohne es zu beabsichtigen – in Frage stellt. Wies er doch darauf hin, dass in der Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt die „passenden Bilder“ untergeschoben wurden (14).

Was stand doch gleich auf der eingangs gezeigten schicken Grafik von „EU vs Disinfo“?

Doch halt! Kann es nicht möglich sein, dass der Tagesspiegel von Putins finsteren Gesellen längst unterwandert wurde und so als mediales U-Boot sein Unwesen in Deutschland treibt? Hier muss das Wahrheitsministerium ran. Die Kollegen von „EU vs Disinfo“ sollten mal die in Berlin residierende Kreml-Gazette gründlich unter die Lupe nehmen.

Der Tagesspiegel sollte sich doch lieber an der ARD-Tagesschau orientieren, die bei der Schaffung von Wahrheit immer die notwendige Kreativität entwickelte (15). Da muss die EU-Gedankenpolizei bislang nicht tief graben; sporadische Hausbesuche reichen zur Sensibilisierung völlig aus.

„EU vs Disinfo“ trägt schon im Namen den Orwellschen Geist der Propaganda. Nicht eine der von ihr verbreiteten „Analysen“ legte den Fokus auf die Sachebene, untersuchte Indizien, enthielt sich einer Vorverurteilung. Allesamt zeugten sie von einer Paranoia, einem krankhaften Wahn, dass der Russe auf allen Ebenen die westlichen Werte bedrohen würde (16,17,18).

Die Behörde „EU vs Disinfo“ ist längst im Krieg und sie ruft zum Krieg. Für mich ist sie der schlimme Abklatsch des früheren deutschen Reichspropaganda-Ministeriums. So wie Goebbels Behörde damals, so brüllt „EU vs Disinfo“ heute jede Sicht abseits der Meinungshoheit nieder und treibt, geradezu von Hysterie getrieben, permanent zum Krieg – und wir wissen: jeder Krieg beginnt in den Köpfen.

In ihrer Intoleranz, Abhängigkeit und der Paranoia vor allem Russischen hatte der Rat der Europäischen Gemeinschaft im Jahre 2015 die Gründung einer sogenannten „East StratCom Task Force“ beschlossen, um die armen, unmündigen Bürger ihres EU-Reiches vor der russischen Propagandalawine zu schützen (19).

Im entsprechenden Papier sehen Sie auch, welche Ambitionen tatsächlich hinter dieser Kampagne stecken, denn es geht um eine ständig zu schürende Feindbildstimmung gegen Russland in dessen Nachbarstaaten. Namentlich aufgeführt sind Armenien, Aserbaidshan, Georgien, Weißrussland, Moldawien und die Ukraine (20).

Das Europa, von dem diese Leute schwafeln und das sie vorgeben, schützen zu müssen, es ist deren Europa, aber es ist niemals mein Europa. Ist es wirklich Ihres?

Im Bericht zum Thema „Strategische Kommunikation der EU, um gegen sie gerichteter Propaganda von Dritten entgegenzuwirken“ aus dem Jahre 2016 ist – das will ich hier keinesfalls verschweigen – auch eine, wörtlich so bezeichnete, Minderheitensicht vermerkt, welche die Stigmatisierung Russlands scharf kritisiert. Im Ozean westlicher Propaganda hatte sie keine Chance, von respektabel vielen Menschen gelesen zu werden. Noch viel mehr werden nicht einmal wissen, dass es sie gibt (21).

Bleiben Sie bitte in dem Sinne schön aufmerksam.

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Anmerkungen

Passend zum Thema sei dieser von FritztheCat übersetzte Artikel namens Wikipedia ist PsyOp empfohlen, wie auch der hier auf dem Blog online gestellte Text Psiram und der Tiefe Staat. Danke auch an Blauer Bote, bei dem regelmäßig Fälschungen der Massenmedien offengelegt werden.

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen können Sie es gern verbreiten und vervielfältigen.

Quellen

(1) 8.6.2017; https://de.sputniknews.com/politik/20170608316079330-syrien-omran-junge-von-aleppo/

(2) 14.2.2018; https://www.infosperber.ch/Medien/Aleppo-Mossul-Kriegsberichte-Doppelmoral-und-Propaganda

(3,b6) http://aeronet.cz/news/video-a-je-to-venku-sokujici-video-odhaluje-jak-se-londynsti-policiste-behem-utoku-na-london-bridge-prevlekaji-do-civilu-a-do-roli-krizovych-hercu-utocniku-a-obeti-utoku-cz-titulky/

(4,7) 13.4.2018; https://www.welt.de/print/welt_kompakt/article175406743/Diffamierungen-Denunziationen-Luegen.html

(5) 3.5.2018; https://euvsdisinfo.eu/children-in-the-disinformation-spotlight/

(6) 27.4.2018; http://faktenfinder.tagesschau.de/ausland/duma-propaganda-101.html

(8) 17.4.2018; http://blauerbote.com/2018/04/17/tagesschau-faelscht-syrische-giftgasdepots/

(9) 27.4.2018; https://euvsdisinfo.eu/swedish-publishers-launch-new-fact-check-initiative-2/

(10) 1.9.2017; https://firstdraftnews.org/wahlcheck17-correctiv/

(11) 4.4.2017; http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/aufklaerung-ueber-fake-news-correctiv-erhaelt-geld-von-george-soros-a-1141799.html

(12) 5.4.2017; http://www.metropolico.org/2017/04/05/george-soros-finanziert-correctiv-projekt/

(13) 28.4.2017; https://euvsdisinfo.eu/the-all-powerful-mr-soros-2/

(14) 2.9.2014; http://www.tagesspiegel.de/medien/falsche-bilder-bei-der-ard-zum-ukraine-konflikt-propagandatricks-oder-pannen-in-serie/10637680.html

(15) 1.9.2014; http://blauerbote.com/2014/09/01/gefalschter-hubschrauber-abschuss-als-video/

(16) 10.4.2018; https://euvsdisinfo.eu/figure-of-the-week-kremlin-vs-reality-21/

(17) 16.4.2018; https://euvsdisinfo.eu/usa-really-wake-up-americans-the-story-of-russias-new-private-propaganda-outlet/

(18) 22.5.2018; https://euvsdisinfo.eu/everyone-against-russia-conspiracy-theories-on-the-rise-in-russian-media/

(19,20) 8.11.2017; https://eeas.europa.eu/headquarters/headquarters-homepage_en/2116/%20Questions%20and%20Answers%20about%20the%20East%20StratCom%20Task%20Force

(21) 2016; http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A8-2016-0290+0+DOC+XML+V0//DE#_part1_def1

(b1) Juni 2017; Screenshot der Youtube-Seite von EU vs Disinfo

(b2,b3) 16.2.2015; http://blauerbote.com/2015/02/16/ukraine-konflikt-gefaelschte-invasionsbilder-best-of/

(b4) 17.8.2016; http://www.telegraph.co.uk/news/2016/08/17/this-picture-of-a-wounded-syrian-boy-captures-just-a-fragment-of/; https://twitter.com/rafsanchez/status/765985554026598400/photo/1?ref_src=twsrc^tfw

(b5) 15.6.2017; https://euvsdisinfo.eu/the-world-in-black-and-white/

(b7,b8) 27.4.2018; EU vs Disinfo; https://euvsdisinfo.eu/timeline-how-russia-built-two-major-disinformation-campaigns

(Titelbild) EU-Flagge; Autor: Mediamodifier (Pixabay); Datum: 1.3.2017; Quelle: https://pixabay.com/de/eu-flagge-brexit-europa-british-uk-2108026/; Lizenz: CC0 Creative Commons


Quelle und Kommentare hier:
https://peds-ansichten.de/2018/05/trolle-einer-eu-behoerde-im-kampf-um-meinungshoheit/