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Europa wird von Tripper & Co überflutet

Von Marco Maier

In immer mehr europäischen Ländern breitet sich der Tripper aus. Auch andere Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch. Das Problem: viele Antibiotika wirken nicht mehr.

Alleine in Großbritannien gab es rund 50.000 Fälle von Tripper-Infektionen – eine Verdoppelung innerhalb von wenigen Jahren. In Frankreich, welches noch vor rund 20 Jahren kaum Fälle von solchen Infektionen kannte, gab es alleine im Jahr 2017 bereits knapp 9.000 Fälle. In Italien wurden knapp 1.000 Fälle gemeldet, während es aus Deutschland keine offiziellen Zahlen gibt, weil es bei solchen Infektionen keine Meldepflicht gibt. Insofern kann man die Anzahl der Betroffenen nur schätzen.

Das große Problem dabei ist allerdings, dass die Bakterien, die den Tripper (Gonorrhö) verursachen, zunehmend resistent gegen die in Europa verwendeten Antibiotika sind. Wenn man bedenkt, dass es sich hierbei um die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) dritthäufigste sexuell übertragbare Krankheit handelt, sollten allerdings die Alarmglocken schrillen.

Die Zunahme von Geschlechtskrankheiten, darunter auch Chlamydia trachomatis, Syphillis und Trichomonas vaginalis, sorgt für Bedenken. Immerhin weiß rund jeder vierte Infizierte nicht, dass er (oder sie) mit solchen durch Geschlechtsverkehr übertragbaren Bakterien, Viren und Einzellern infiziert ist. Das sorgt dafür, dass sich diese Krankheiten weiter verbreiten.