Clicky

Antifa will White Lions aus Connewitz vertreiben

von Birgit Stöger

Leipzig – Linke Kampfansage an Migrantengang: Unbekannte haben einen Anschlag auf eine künftige Shisha-Bar verübt. Die Betreiber des Ladens sollen aus dem Umfeld der überwiegend aus Migranten bestehenden Straßengang „White Lions“ stammen. Auf dem linksextremistischen Internetportal „Indymedia“ ist bereits ein Bekennerschreiben aufgetaucht. 

Schicht im Schacht im linksradikal dominierten Leipziger Stadtteil Connewitz! Unbekannte haben in der Nacht zu Donnerstag in der vergangenen Woche einen Anschlag auf eine kurz vor der Eröffnung stehende Shisha-Bar verübt und hierbei durch großzügiges Auftragen von Teerfarbe auf die Fassade einen erheblichen Schaden verursacht. Die Betreiber des Ladens werden dem Umfeld der überwiegend aus Migranten bestehenden Streetgang „White Lions“ zugerechnet.

Eine Anzeige der Betreiber liegt der Polizei laut der LVZ noch nicht vor. Jedoch haben auf dem linksextremistischen Internetportal „Indymedia“ die linken „Fremdenfeinde“ ein Bekennerschreiben veröffentlicht, das Auskunft über den verübten Angriff auf die einst so betüttelte und umsorgte Spezies „Migranten“ gibt.

Linksextremisten gegen organisierte Form der Migrantengang-Kriminalität

Unter der Überschrift „Connewitz: Angriff auf Feinde der Emanzipation“ bekennen sich die „Aktivisten“ zum Anschlag auf das Etablissement und üben in bester Manier Kritik an arabischer bzw. muslimischer Einwanderung, weshalb diese verdient hat, in nahezu vollständiger Länge wiedergegeben zu werden:

„Die Inhaber der zukünftigen Shisha Bar und des Restaurants in der Arno Nietzsche Str. 20 gehören zu dem Umfeld der White Lions. Diese Street Gang, die ihre Base auf der Leipziger Eisenbahnstraße hat, bewegt und verdient sich hauptsächlich mit organisierter Kriminalität. Dabei geben sie sich als Ansprechpartner im Eisenbahnstraßenkiez, als Jungs von der Straße für die Straße. Dieser Habitus enttarnt sich mit der festen Verankerung in Leipziger Milieustrukturen, so arrangieren und arbeiten sie mit den MC’s United Tribunes und Hells Angels und verdienen sich u.a. mit der Versklavung von Frauen* durch Zuhälterei und die Unterhaltung von Bordellen. Ihr Quotenrapper Omik K rappt frauenverachtende Texte und trägt gerne mal Thor Steinar, gibt sich jedoch gemäß des Gangkonsenses gekonnt unpolitisch“, heißt es in dem linken Bekennerschreiben.

Die Angreifer betonen weiter, dass sie ja nicht grundsätzlich gegen Kriminalität seien. Enteignung und Umverteilung sehe man als „gerechte und geeignete Methode und Alternative zum bürgerlichen Leben an, um sich sein*ihr täglich Brot zu verdienen“. Jedoch werde in dieser organisierten Form der Migrantengang Kriminalität in einer „autoritären Struktur, welche auf Männlichkeit, Macht und Gewalt, auf Befehlen und Gehorchen, basiere“, ausgeübt. Bemerkenswerter Weise heißt es in klarer Kulturkritik weiter: „Frauen* stellen in diesen Strukturen lediglich lukrative Sexualobjekte dar oder fungieren als Reproduktionskraft in der Familie. Männer haben die Möglichkeit durch Arbeit oder Status Anerkennung zu erlangen und Teil der Brotherhood zu werden.

Dessen zentraler Wert: Loyalität, synonym mit Gehorsam und Unterordnung, dem uneingeschränkten Zusammenhalt, sowie der Anpassung an einen internen Verhaltenskodex verstanden werden kann. Die geschaffenen Milieustrukturen arbeiten zwar abseits des bürgerlichen Staates, reproduzieren jedoch dessen grausam patriarchale und kapitalistische Fratze“. Man sehe den Einzug der Migrantencombo nach Connewitz als Angriff auf die „Idee eines solidarischen Kiezes, auf die Idee einer befreiten Gesellschaft! Kampf den Feinden der Freiheit und den Sklaventreibenden dieser Welt!“

„Es ist allen klar, dass es ganz schnell aufflammen kann“

Das hoch alarmierte LKA stellt sich aktuell die Frage, weshalb sich „mutmaßlich Linke mit einer migrantisch geprägten Gang“ anlegen. Die Behörde befürchtet, dass es eine „Reaktion“ der migrantischen „White Lions“ Gang geben könnte. Im Internet präsentieren sich die aufgepumpte Migranten im bekannten arabisch-muslimischen Habitus und verkünden: Ein Angriff auf ein Mitglied, werde als ein Angriff auf die Vereinigung gewertet.

Da das LKA eine politische Motivation angesichts der bereits ermittelten Hintergründe und des Bekennerschreibens für denkbar hält, werde der Fall aktuell von Experten des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums (PTAZ) beim LKA geprüft. Die Konstellation, dass Kräfte aus der gewaltbereiten linken Szene den Konflikt mit „derartigen Streetgangs“ suchen, die mit der Organisierten Kriminalität in Verbindung gebracht werden, sei neu und beachtenswert, so ein LKA-Sprecher. Es sei allen klar, dass es „ganz schnell aufflammen kann.“ (SB)

***

Hier können Sie jouwatch unterstützen!