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SPD-Oberbürgermeister wertet die Kriegsflüchtlinge 1945 gegenüber den heutigen Wirtschaftsmigranten ab

von FW

Robert Kubon, ist SPD-Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen im Schwarzwald. Er ist davon überzeugt, dass die Situation der heutigen »Flüchtlinge« beklagenswerter ist als die der 1945 von der Roten Armee ausgebombten und vor ihr flüchtenden Menschen aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen.

Deutsche Flüchtlinge aus Danzig, 1945

Rückblende, Frühjahr 1945: in Schlesien, Pommern, Ostpreußen und anderen deutschen Siedlungsgebieten jenseits der Oder-Neiße-Linie raffen Frauen, Kinder und Alte ihre letzten Habseligkeiten zusmmen und machen sich auf alten, klapprigen Fuhrwerken oder zu Fuß auf den langen Weg in Richtung Westen.

Wohl wissend, dass die Rote Armee ihnen nachsetzt und Tiefflieger der sowjetischen Luftflotte sich einen mörderischen Spaß daraus machen, über die unverteidigten Trecks der Flüchtlinge im Tiefflug hinweg zu donnern und mit ihren Bordwaffen in die Menge zu feuern.

Wehrfähige, junge Männer findet man zwischen diesen abgerissenen Figuren, die oftmals nur das mit sich führen, was sie auf dem Leibe tragen, keine. Die versuchen noch weiter östlich den Ansturm der Sowjetarmee so lange wie möglich aufzuhalten, damit sich so viele Menschen wie möglich in Sicherheit bringen können. Allen ist klar, welches Schicksal die Frauen und Mädchen erwartet, wenn sie den Rotarmisten in die Hände fallen sollten. Das also die Situation im Frühjahr 1945.

Zeitsprung.

Gegenwart: irgendwo im Mittelmeer gondelt ein Schlauchboot antriebslos vor sich hin. An Bord jede Menge kräftige, gut genährte junge Männer, die auf ihren Abholservice warten, der sie sicher und unverletzt per Express in einen EU-Hafen befördern wird. Sie stammen aus Ländern, in denen es keinen Krieg gibt. Keine Fliegerangriffe, keine Bombenabwürfe, kein Artilleriebeschuss. Ihnen droht nicht die Gefahr der Massenvergewaltigung.

Und doch geht Robert Kubon, seines Zeichens SPD-Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen, hin und behauptet, dass diese »Flüchtlinge« beklagenswerter seien als die 1945 ausgebombten, zerlumpten und verfolgten Menschen aus dem Osten Deutschlands.

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