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Interview mit Gerd Schultze-Rhonhof

Am 1. September 2009 jährt sich der Beginn des 2. Weltkrieges zum 70. Mal. Dies wird der Anlaß einer breiten Berichterstattung zu diesem Thema sein, bei dem insbesondere seitens der internationalen Zeitgeschichtsforschung in den USA, UK, Israel und Rußland in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer wieder neue Aspekte erforscht und publiziert wurden, die keinerlei Eingang in die bundesdeutschen Geschichtsbücher, die BRD-Medien oder den offiziellen Politikverlautbarungen gefunden haben.

Gerd Schultze-Rhonhof hat in seiner Publikation „Der Krieg, der viele Väter hatte“ die Forschungsergebnisse in erster Linie aus dem Ausland zusammengefaßt und ein neues und erweitertes Bild der Kriegsursachen entworfen.

Gedenken an Königsberg

Königsberg, 1255 gegründet, war von 1457 bis 1945 Hauptstadt und kulturelles sowie wirtschaftliches Zentrum des östlichen Preußen und war die östlichste und nördlichste Großstadt des Deutschen Reiches. Die Stadt liegt im Samland, unweit der Ostseeküste zwischen dem Frischen Haff und dem Kurischen Haff. Der amtliche Name war bis 1936 Königsberg i. Pr., danach Königsberg (Pr).Ihren Namen erhielt die Stadt durch den Deutschen Orden, der seine Ordensburg an der Pregelmündung zu Ehren des Kreuzzugsführers König Ottokar II. von Böhmen Königsberg nannte.[1] Nachdem ab 1330 der Ordensmarschall in Königsberg residierte, wurde nach Verlust der Marienburg 1457 dessen Schloss Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Nach 1525 gehörte die Stadt zum Herzogtum Preußen. Der erste König in Preußen, Friedrich I., krönte sich im Jahre 1701 im Königsberger Schloss. Ab 1773 war Königsberg Hauptstadt der Provinz Ostpreußen. Immanuel Kant verbrachte sein ganzes Leben in dieser Stadt, die seine Heimatstadt war.

Königsberg war über Jahrhunderte die geistige Mitte Preußens. Mit dem Bau der Ostbahn in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann seine Provinzialisierung durch Berlin. 1861 erlebte die Stadt die letzte Königskrönung (s. u.). Nach dem Versailler Vertrag wurde Ostpreußen (mit östlichen Teilen Westpreußens) durch den Polnischen Korridor vom Deutschen Reich abgetrennt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Königsberg Deutschlands östlichste Großstadt.

Im Zweiten Weltkrieg blieb die Stadt wegen ihrer abseitigen Lage von den Kriegsereignissen lange verschont. Ende August 1944 bombardierte die Royal Air Force die Stadt. Nach zwei nächtlichen Luftangriffen brannte die Stadt mehrere Tage. Völlig zerstört wurde sie in der Schlacht um Königsberg vom 6. bis 9. April 1945.

Von den im April 1945 noch gebliebenen 150.000 Bewohnern kamen die meisten durch Hunger, Krankheiten und Übergriffe der Roten Armee ums Leben.Im Dezember 1945 lebten noch etwa 20.000 Deutsche in der Stadt. Im Oktober 1947 befahl Stalin ihre Deportation, die 1948 in die Sowjetische Besatzungszone (die spätere DDR) erfolgte.Durch den Versailler Vertrag wurden Ostpreußen und östliche Teile Westpreußens vom übrigen Reichsgebiet abgetrennt, was die ohnehin großen wirtschaftlichen Probleme des agrarischen Landes verschärfte.Die Schlacht um Königsberg war durch zahlreiche Grausamkeiten wie Vergewaltigungen und Kriegsverbrechen seitens der sowjetischen Soldaten gekennzeichnet.

Angeklagt: Henry Kissinger

Zwölf Jahre lang leitete der geistreiche, selbstsichere und mit allen diplomatischen Wassern gewaschene Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger die Geschicke der amerikanischen Außenpolitik. Doch inzwischen ist er zur Zielscheibe einer Kampagne geworden.

Der Journalist Christopher Hitchens fordert, Henry Kissinger als Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen. Gleichzeitig versucht eine Gruppe von Juristen, den Fall Kissinger vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. Der Film erläutert die Vorwürfe Hitchens‘ gegen Kissinger anhand reichhaltigen Archivmaterials aus Vietnam, Kambodscha, Chile und Osttimor, das zum Teil spektakuläre neue Beweise für die Verantwortung eines Mannes für eine lange Reihe illegaler Machenschaften und Menschenrechtsverletzungen erbringt. Und der Film zeigt den geistreichen Kämpfer Kissinger – nach wie vor graue Eminenz der amerikanischen Außenpolitik -, wie er mit prominenten Gästen auf Galaempfängen scherzt und sich mit dem UNO-Generalsekretär Kofi Annan über Moral unterhält.

 

Prof. Dr. Schweisfurth: „Der Staat als Hehler“

Vor Gründung der DDR erfolgte in der damaligen „Sowjetischen Besatzungszone“ durch die Sowjets eine Enteignung in großem Stil. 40 Jahre später bestand nach der Wende erstmals die Möglichkeit, diese Unrecht zu korrigieren.

Doch die Kohl-Regierung verweigerte das. “Was als politische Zwangslage bezeichnet wurde, war”, wie Constanze Paffrath in ihrer Dissertation “Am Anfang war die Lüge” nachwies, “in Wirklichkeit das Ergebnis einer konspirativen Verabredung der Regierung Kohl mit dem Ziel, durch einen Rückgabe- und Entschädigungsausschluß das auf 1,2 Billionen DM geschätzte Volksvermögen der DDR in das Vermögen der wiedervereinigten Bundesrepublik zu überführen, um mit diesem Schatz die Einheit Deutschlands zum Nulltarif zu finanzieren.” Es geht, so Paffrath in ihrer seitens der Union eisern verschwiegenen Arbeit, um den „schwerwiegendsten Rechtsbruch in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Mit prominenten Akteuren: dem damaligen Bundeskanzler Kohl, dem Innenminister Schäuble, den Staatssekretären Kinkel und Kastrup und dem damaligen Bundesverfassungspräsidenten und späteren Bundespräsidenten Roman Herzog. Ein Rechtsbruch, der planmäßig, erfolgreich und aufgrund einer konspirativen Verabredung durchgeführt wurde.“

Zum politischen Skandal eines bis heute unwidersprochen der Lüge von Volk und Parlament bezichtigten Helmut Kohl tritt nun der juristische: Das Bundesverfassungsgericht hat im „Bodenreformurteil“ von 1991 die im Einigungsvertrag vereinbarte Nichtrückgängigmachung der zwischen 1945 und 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) erfolgten Enteignungsmaßnahmen für verfassungskonform erklärt. Die Richter des zuständigen Zweiten Senats – so der renommierte Völkerrechtler Prof. Schweisfurth – müssen sich damit den Vorwurf der Rechtsbeugung gefallen lassen. Schweisfurth hat Anzeige gestellt.