Eine Lektüre die vom Umweltbundesamt ignoriert wird

von Günter Ederer

Rezension des Buches “Von einem Jugendstraftäter, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde” von Donna Laframboise

Der Klimawandel bedroht die Zukunft unseres Planeten. Er wird verursacht von den Menschen, die durch ihren Lebenswandel zu viele Treibhausgase freisetzen und damit eine gefährliche, ja katastrophale Erderwärmung zu verantworten haben.  Nur durch eine radikale Umkehr hin zu erneuerbaren Energien und einem nachhaltigen Wirtschaften, das heißt vor allem: Reduktion des CO2-Ausstosses, kann die Erwärmung auf zwei Grad begrenzt werden.

Sie kennen alle diese Aussagen. Sie bestimmen mittlerweile die Energiepolitik vieler Staaten, sie sind das Thema auf Mammutkonferenzen, sie fehlen in keinem Parteiprogramm. Jeder von uns ist betroffen. Sie greifen tief in unser tägliches Leben ein. Rasant steigende Strompreise, Glühlampenverbot, die totale Veränderung des deutschen Landschaftsbildes durch Windkraftanlagen und Photovoltaikspiegel. Sie sind die Existenzgrundlage der „Grünen Parteien“ und liefern die Argumente für die fundamentale Kapitalismuskritik.

Die Frage, ob der Klimawandel wirklich vom Menschen verursacht wird, oder ob er nicht seit Millionenjahre den Planeten verändert, wird nur von so genannten Klimaleugnern gestellt, die von der Politik und den Medien als verantwortungslose Minderheit abgetan wird. Für die Beweise, dass wir Menschen das Klima verändern, ist der IPCC verantwortlich, übersetzt, „der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen.“ In der deutschen Umgangssprache auch oft als „Weltklimarat“ bezeichnet, eine propagandistische Überhöhung, die die Bedeutung des IPCC unterstreichen soll.

Was das IPCC veröffentlicht, wird auch gerne als „Klimabibel“ bezeichnet. Damit wird die absolute Wahrheit unterstrichen, wonach sich die Regierungen richten sollen – und es auch tatsächlich tun – zum Beispiel in Deutschland.

2500 der angesehensten Wissenschaftler – so der IPCC – haben als Fachgutachter die IPCC – Aussagen erarbeitet. Tausende weitere Experten waren mit den Entwürfen beschäftigt. Alle Arbeiten, die vom IPCC zugelassen werden, wurden einem mehrstufigen Peer Review – also wissenschaftlicher Überprüfung unterzogen. Welcher Abgeordnete, welcher Minister, welcher Journalist will da noch zweifeln? Schließlich hat der IPCC 18.531 Sachstandsberichte veröffentlicht – die alle die Treibhausgastheorie und ihre Folgen bestätigen. Und so ist die menschengemachte Erderwärmung zu einem Fakt geworden, auch wenn sie seit 1998 nicht mehr gemessen wird und wir in diesem März den kältesten Winter seit Menschengedenken in Europa erleben.

Es ist der kanadischen Journalisten Donna Laframboise zu verdanken, dass es eine Erklärung dafür gibt, warum die Vorhersagen und das aktuelle Klima nicht übereinstimmen.

Donna Laframboise hat sich die Arbeit gemacht, die eigentlich jeder Journalist machen müsste, bevor er einen Artikel schreibt, sich jeder Abgeordnete unterziehen müsste, bevor er für oder gegen ein Gesetz stimmt. Donna Laframboise hat die Angaben des IPCC überprüft, hat den „Weltklimarat“ auf seine Zusammensetzung, seine Regeln und seine Manipulationen untersucht. Herausgekommen ist eine vernichtende Tatsachenbeschreibung. Im Gegensatz zur Klimabibel der IPCC führt sie für jede ihrer Erkenntnisse nachvollziehbare Belege an, nennt die Namen und erklärt, wie sie die IPCC – Propaganda entdeckte.

Das unerschütterliche Gebäude der 2500 Wissenschaftler aus aller Welt, die den menschengemachten Klimawandel bestätigen, kracht dabei wie ein Kartenhaus zusammen. Von den 18.531 IPCC Sachstandsberichten zum Beispiel sind 5.587 überhaupt nicht überprüft. Auch nimmt der IPCC Einfluss auf die Begutachtung. Der kanadische Wissenschaftler Steve McIntyre, der an der Oxford University arbeitet, versuchte Rohdaten einer Studie zur Beschleunigung der Erderwärmung zu erhalten, um sie auswerten zu können. Ihm wurde daraufhin gedroht, ihn von der Liste der Fachgutachter zu streichen.

Donna Laframboise beschreibt einen Fall nach dem anderen, wie Behauptungen in die Klimabibel gelangen, ohne dass sie auch nur im Ansatz überprüft worden sind. Da wird eine Grafik über die Kosten der Katastrophen nach der Kritik von Fachgutachtern einfach ausgetauscht und durch eine Abbildung ersetzt, die alles noch schlimmer darstellt. Der immer wieder zitierte „Stern – Bericht“, ein umstrittenes Papier über die Kosten der Erderwärmung wird mit 26 Zitaten in 12 verschiedenen IPCC Kapiteln eingefügt, obwohl die Bewertungsrunden schon abgeschlossen waren und für die Aussagen von Stern keine Überprüfung mehr möglich waren.

Bei einigen Kapiteln des Buches von Donna Laframboise stellt sich die verblüffende Frage, warum das unverantwortliche Verhalten des IPCC nicht schon früher aufgefallen ist. Keine der „Entdeckungen“ musste sie aus geheimen Papieren herausfiltern. Alles hätte mit Fleißarbeit und kritischer Distanz jeder Journalist, jede Partei herausfinden können. Zum Beispiel den tatsächlichen Hintergrund der „führenden Wissenschaftler“ aus aller Welt.

Da gibt es Richard Klein. Heute Professor für Geographie in den Niederlanden. 1992 wurde Klein 23 Jahre alt, machte dann erst sein Diplom und tat sich als Greenpeace-Aktivist hervor. Zwei Jahre später schon befand er sich unter den IPCC-Leitautoren. Mit 28 Jahren hatte er schon die ranghöchste Autorenkategorie erreicht, immerhin 6 Jahre bevor er seine Doktorarbeit schrieb.

Dann gibt es auch Sari Kovats. 1994 wurde sie zu jenen 21 Personen ausgewählt, um das erste IPCC – Kapitel zu schreiben, das die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit untersucht. Sie promovierte erst 2010, also 16 Jahre später.

Der renommierte und weltweit anerkannte Wissenschaftler, der sich mit Epidemien und der Verbreitung von Krankheiten beschäftigte, der Franzose Paul Reiter vom Pariser Pasteur Institute nannte das Kapitel „amateurhaft“ . Als Reiter im Dezember 2012 in München einen Vortrag über die Ausbreitung von Krankheiten und seine Erfahrungen mit den Manipulationen der IPCC hielt, war nicht ein einziger Journalist der deutschen Klimawandelpropagandisten gekommen. Dabei erzählte Reiter unter anderem, wie er das IPCC verklagen wollte, damit er sich nicht gegen seinen Willen mit seinem Namen schmücken konnte.

Überhaupt scheint es für eine Karriere beim IPCC nicht so wichtig zu sein, ob jemand schon wissenschaftlich gearbeitet hat oder nicht, sondern entscheidend ist eine Vergangenheit als Aktivist in den Umwelt- und Naturschutzverbänden.  Donna Laframboise zählt mit Rang und Namen eine Liste mit 78 IPCC Autoren, die zugleich im Klimaberatungsgremium des WWF sind.

Darunter ist auch Murari Lal, der das Gerücht als Wissenschaft verkauft, im Jahre 2035 wären die Himalaya – Gletscher abgeschmolzen. Wie vor allem auch bei Greenpeace-Aktivisten ist nicht transparent, wer wen bezahlt, damit er mit dem IPCC arbeiten kann. Das System ist aber einfach: WWF, Greenpeace und Co senden ihre Aktivisten mit klar formulierten Botschaften in die IPCC – Gremien, dort wandeln sich die Behauptungen in angeblich wissenschaftlich fundierte Erklärungen und werden dann von den zu Lobby-Konzernen mutierte „Umweltorganisationen“ als Beweis für das von Menschen gemachte Klima genutzt.

Und damit sind wir wieder am Anfang: „Was 2500 Wissenschaftler des Weltklimarates behaupten kann nicht falsch sein.“ Aber es gibt keine 2500 Wissenschaftler und der Weltklimarat ist eine politische Institution, die das Klima benutzt um die Welt unter eine gigantische Bürokratie zu manipulieren. Das sagen ihre Hauptpropagandisten auch ganz unverblümt. Der Leiter des Potsdamer Instituts für Klimafolgeforschung und Berater der Kanzlerin, Prof. Joachim Schellnhuber schrieb sinngemäß:

Nur eine weltumspannende Bürokratie mit weitgehenden Vollmachten für die Wirtschafts- und Umweltpolitik kann die Welt noch retten.

Donna Laframboise`s Buch steht in keiner Bestsellerliste. Ihr ist es zwar gelungen Mitarbeiter in 12 Staaten zu gewinnen, die mit ihr akribisch die 18.531 Quellen des 4. IPCC Sachstandsbericht auf ihre Herkunft und Autorenschaft zu untersuchen, aber jetzt muss sie feststellen. So genau will das niemand wissen.

Ihre Kollegen, die Journalisten müssten zugeben, dass sie es vorgezogen haben, der Propaganda des Weltklimarates zu folgen. Sie haben sich mitgeweidet am drohenden Weltuntergang und die Gutmenschen verherrlicht, die die Welt retten wollen.

Die Politiker müssten zugeben, dass sie die Gleichsetzung von Klimapolitik gleich Umweltpolitik gleich Lobby für Erneuerbare Energien nicht kapiert haben. Viel bequemer war es da, dem Mainstream zu folgen und vor allem: Der von Menschen gemachte Klimawandel öffnete die Schleusen für neue Steuern – dieses Mal sogar, um die Menschheit zu retten. Wer will sich schon diese Chance entgehen lassen.

Aber: Wenn sie alle schon mangels naturwissenschaftlicher Kenntnisse und der überwältigen Propaganda des „Weltklimarates“ sich nicht mit dem IPCC auseinandersetzen konnten, so gibt es jetzt keine Entschuldigung mehr, nicht die 215 Seiten des Buches von Donna Laframboise zu lesen, bevor sie wieder über die Klimakatastrophen schreiben oder Gesetze in den Parlamenten verabschieden.

Und das Bundesumweltamt? Diese mit Steuergeld finanzierte Behörde verleumdet jeden, der aus dem Buch von Donna Laframboise zitiert als Lobbyisten von Konzernen oder gefährlichen „Klimaleugner“, preist aber unverdrossen das IPCC weiterhin als die Krönung wissenschaftlicher Erkenntnisse an, wie es gerade in dem Pamphlet: „Und sie erwärmt sich doch“ wieder gemacht hat.

Donna Laframboise „Von einem Jugendstraftäter, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde. Ein IPCC – Expose“ TvR Medienverlag, Jena 2012 ISBN 987-3-940431-33-2  Preis Euro 19.90

Der Beitrag erschien auch auf achgut.com


Quelle und Kommentare hier:
http://www.freiewelt.net/blog-5430/eine-lekt%FCre-die-vom-umweltbundesamt-ignoriert-wird.html