Die 45 größten Lügen in Obamas Rede vor den Vereinten Nationen

von David Swanson

War Is A Crime.org, 25.09.13
(http://warisacrime.org/content/top-45-lies-obamas-speech-un )
Übersetzt durch Luftpost-kl.de

Obama vor der UNO-Generalversammlung am 24. September 2013
Obama vor der UNO-Generalversammlung am 24. September 2013

Schamlos hat der amerikanische Präsident die UN-Vollversammlung vom 24. September gleich mehrfach angelogen.

Hier sind nur einige dieser Lügen aufgeführt.

Die rot eingefärbten Passagen haben wir aus der offiziellen deutschen Übersetzung der Obama-Rede übernommen, die der Amerika Dienst der US-Botschaft hier veröffentlicht hat.

Wegen der besseren Verständlichkeit haben wir in runden Klammern auch Teile der Rede übernommen, die Swanson nicht zitiert hat.

„Nächstes Jahr wird eine internationale Koalition den Krieg in Afghanistan beenden, nachdem sie ihren Auftrag erfüllt hat, den Kern von Al Kaida zu zerstören, der uns am 11. September 2001 angegriffen hat.“ Bruce Riedel, der Obamas Afghanistan-Politik koordinierte, hat dazu festgestellt: „Der Druck, den wir in den vergangenen zehn Jahren auf die Dschihadisten ausgeübt haben, hat sie nur enger zusammengeschweißt. Ihr Netzwerk wurde nicht geschwächt, sondern gestärkt.“ [s. http://www.nytimes.com/2010/05/09/weekinreview/09sanger.html?_r=0 ]

„Und die potenzielle Verbreitung von Massenvernichtungswaffen wirft weiter einen Schatten auf das Streben nach Frieden.“ In Wirklichkeit strebt auch Präsident Obama nicht überall nach Frieden, und die Kontrolle dieser Waffen, ihre Verminderung und Beseitigung gilt nicht für alle, sondern nur für ganz bestimmte Staaten. Die USA, die ohnehin die meisten Massenvernichtungswaffen haben, dürfen sie alle behalten und auch noch der größte Waffenlieferant bleiben.

„[In Syrien] wurden friedliche Demonstrationen gegen ein autoritäres Regime unterdrückt und brutal niedergeschlagen. … Die USA und andere Staaten haben gemeinsam die gemäßigte Opposition unterstützt.“ In Wirklichkeit haben die USA die gewaltbereite Opposition, die von ausländischen Kämpfern und Fanatikern zumindest stark beeinflusst, wenn nicht sogar befehligt wird, mit Kriegswaffen beliefert.

„(Dieses Verbot wird von den unauslöschlichen Erinnerungen an Soldaten, die in den Schützengräben erstickten, an Juden in Gaskammern) und Zehntausende vergiftete Iraner gestärkt.“ Es war gut, dass Obama auch an die (von Saddam Hussein mit Giftgas) getöteten Iraner erinnerte, es wäre aber noch besser gewesen, wenn er gesagt hätte, von wem der Irak damals seine Massenvernichtungswaffen hatte. (s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Golfkrieg )

„Es ist eine Beleidigung der menschlichen Vernunft und der Legitimität dieser Institution (der Vereinten Nationen) zu behaupten, irgendjemand anders als das Regime (Assad) habe diesen Anschlag durchgeführt.“ Wirklich? Ohne Beweise ist Skepsis angesagt, denn die Vereinten Nationen wurden doch schon einmal von Collin Powell belogen (s. http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/irak-krieg-powell-schandfleck-meiner-karriere-1255325.html ). Hat die US-Regierung der UNO nicht auch erzählt, libysche Bürger retten zu wollen, um einen Krieg führen zu können, der mit dem Sturz der libyschen Regierung endete? Wer soll den USA da noch trauen?

„… lehnen wir die Entwicklung von Atomwaffen ab, die zu einem atomaren Wettrüsten in der Region führen und das globale Nichtverbreitungsregime untergraben könnten.“ Israel besitzt bereits Atomwaffen, während der Iran immer wieder versichert, dass er überhaupt keine haben will.

„Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass Freiheit und Wohlstand im Nahen Osten und (in) Nordafrika in unserem Interesse liegen,“ verkaufen aber trotz dieser festen Überzeugung riesige Mengen von Waffen an brutale Diktaturen und Monarchien.

„Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass sich Libyen ohne internationale Maßnahmen nun in einem Bürgerkrieg befände und viel Blut vergossen würde.“ Der (NATO-)Krieg ist zwar zu Ende, das Blutvergießen dauert aber immer noch an. Im März 2011 hatte die Afrikanische Union einen Plan für einen Frieden in Libyen; weil die NATO eine „Flugverbotszone“ einrichtete und ständig Bombenangriffe flog, konnte der Plan aber nicht mit der libyschen Regierung besprochen und sofort umgesetzt werden. Erst im April konnte die Afrikanische Union dem libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi ihren Plan unterbreiten, und er erklärte sich auch damit einverstanden. Die NATO, die vom UN-Sicherheitsrat nur den Auftrag hatte, die angeblich bedrohte libysche Bevölkerung zu schützen, setzte ihre nicht autorisierten Bombenangriffe aber so lange fort, bis die libysche Regierung gestürzt werden konnte.

Lesen Sie hier noch weitere Lügen, die Obama der UN-Vollversammlung auftischte.

Quelle: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP14713_021013.pdf


Quelle und Kommentare hier:
http://de.ibtimes.com/articles/26536/20131001/die-45-gr-ten-l-gen-in-obamas-rede-vor-den-vereinten-nationen.htm