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Was ist mir der Klimawandel kackegal

von Pestarzt

Mein rosagrüner Eiapopeia-Idiotenbezirk namens Prenzlauer Berg sprüht jetzt flächendeckend seine Agenda auf die Bürgersteige. „Der Klimawandel ist real!“ warnt es da in giftgrünen Buchstaben. Einen halben auf einen Meter. Alle paar Meter.

Rabäh. Mimimi. Der Klimawandel ist real. Was soll daran schlimm sein? Wenn es wärmer wird, hat das für mich nur die Konsequenz, dass ich das Bier mehr kühlen muss als sonst. Was gibt es da noch? Tierarten sterben aus? Was soll daran schlimm sein?

Tierarten sterben immer aus, außer die Hunde, die werden auch noch in 10.000 Jahren den Bürgersteig vor meiner Haustüre vollkacken. Huh? Felder vertrocknen? Es gibt weniger zu essen? Aha. Wie wär’s denn mal mit weniger ficken, weniger Blagen in die Welt werfen, nein? Warum nicht? Es gibt zu viele Menschen, alleine auf der Kreuzung Eberswalder/Danziger scheint sich an einem Samstagabend ein Drittel der Menschheit zu versammeln, gut gehen kann das auf Dauer nicht, das müssen weniger werden. Weniger. Ficken.

Ich mag Feinstaub. Ich habe dieses Jahr angesichts der versammelten Brot-statt-Böller-Senatsarschgeigen unter dem Dauerfeuer der an ihrer Rosette klebenden Hauptstadtpresse, die für das nächstes Jahr zu forcierende Böllerverbot trommeln, das die bräsigen Aktivistenmumien aus den regierenden Parteizentralen durchsetzen wollen, drei Mal so viele Böller verballert als sonst.

Leider habe ich kein Wahlkreisbüro von Bündnis 90/Die Grünen gefunden, vor dem ich die zünden konnte, vermutlich steht das Ding im Ökobonzenpuff und Mütterflanierstrich vom Kollwitzkiez. Da am Wasserturm. Dort, wo keiner mehr hingeht, der irgendeinem nachvollziehbaren Beruf nachgeht, von dem der Malocher auf seinem Gerüst in Marzahn-Hellersdorf versteht, wozu der da ist und wer das braucht. Social Media-Consultant. Vegan Trend Advisor. Oder Galerist. Öffentlich-rechtlich finanzierter YouTube-Sprallo. Oder gleich Müßiggänger mit 15 geerbten Eigentumswohnungen.

Mangels grün-alternativem Wahlkreisbüro habe ich die Raketen auf den Balkon dieser hässlichen zottelhaarigen Heilpraktikerschnepfe von nebenan geschossen, die ihren Vollidioten von Ehemann für die dicke Eigentumswohnung erst bis auf den letzten Euro ausgesaugt und dann rausgeschmissen hat, als sie endlich abbezahlt war. Jetzt wohnt sie da und er nicht.

Ich habe ihn kürzlich beim Späti getroffen. Wir haben ein polnisches Pils zusammen getrunken. Zwei. Drei. Und noch ein viertes. Er muss betteln, um die Kinder zu sehen. Und alles über dem Existenzminimum drückt er ab. Manchmal kommt er aus Oranienburg angeschissen und die Kinder sind gar nicht da. Ein armes Schwein. Einmal falsche Partnerwahl, Leben verkackt. Ich habe ihm noch ein fünftes Bier ausgegeben und zum S-Bahnhof Prenzlauer zurück gebracht. Nach Oranienburg muss er Bornholmer Straße umsteigen. Danach sind es locker noch 40 Minuten. Ich hätte ihm noch zwei Bier obendrauf kaufen sollen.

Die versammelten Hurensöhne, die der Stadt ums Verrecken ihren Stempel in den Arsch rammen wollen, haben es jetzt auch geschafft, auf den wichtigsten Verkehrsachsen meines Bezirks von 22 bis 6 Uhr eine Nachtruhe von 30 km/h zu installieren. Und tatsächlich auch zu kontrollieren. Das können sie. Autofahrer gängeln. Das Einzige, das in Berlin an Kontrolle tatsächlich funktioniert, ist die Gängelung der Autofahrer. Sonst klappt hier nix.

Ich habe vor zwei Wochen für ein paar Stunden entgegen der Fahrtrichtung geparkt. 15 Euro. Fotzen. Ich hasse euch. Das ist genau so eine Nazischeiße wie die mutwillige rote Welle auf der Osloer und der Seestraße Richtung Stadtautobahn.

Es ist zum Kettensäge-aus-dem-Carport-holen: Sie stecken alle paar Sekunden an einer roten Ampel fest und dabei ist es völlig egal, welche Geschwindigkeit Sie fahren. Ich habe es mit 40 km/h versucht. Nix. 50 km/h. Nix. 60. Nix. Mit 70 km/h kommen Sie bis etwa Kolonnenstraße, dann ist auch da Schluss.

Ich wette, die Scheißer aus der Verkehrsverwaltung beschäftigen einen mit Entgeltgruppe 15 bezahlten Mathematiker, der ihnen genau die sadistischen Ampelsteuerungen ausrechnet, die Autofahrer möglichst effektiv in den Wahnsinn treiben. Arschlöcher. Wisst ihr wen ich hasse? Euch. Am meisten. Wegen euren Scheißampeln.

Feinstaub. CO2-Fußabdruck. Fair gehandelte Bärlauchscheiße. Ich will, dass der Planet noch wärmer wird. Ich will 15 Grad im Winter und 40 im Sommer. Wo ist eigentlich mein Holzkohlegrill? Ich werf‘ den gleich wieder an. Lecker Minutensteaks, die garantiert nicht bio und schon gar nicht fair gehandelt sind. Ich grille jetzt jeden Tag, seit ich mir an der Kasse vom Rewe an der Ostseestraße von irgendeiner blöden Spaghettihaarschnepfe anhören durfte, dass Grillen dem Klima schadet. Ja, stimmt vermutlich, ist mir aber egal.

Ich überlege sogar, mit dem Rauchen anzufangen, einfach aus Prinzip. Weil die Scheißer es fast ausgerottet haben. Und weil es dem Klima schadet. Ja, Klima, die Fürze eurer Mütter schaden auch dem Klima und die ganzen versammelten Klugscheißer in meinem Bezirk schaden meinem Karma, weil ich sie unbedingt hassen muss.

Ich kann die nicht leiden. Der Klimawandel ist real. Schmieren sie auf meinen Bürgersteig. Ich weiß schon wer das war. Malen wir doch ein Bild und alle werden dazu nicken: 20 Jahre. Weiblich. Fanatisch flackernde Aktivistinnenaugen. Vegane Filzschuhe. Und Sätze um Sätze wie ein Maschinengewehr. Zulaber-Akkord-Sätze wie Rasiermesser. Aber dabei immer voll aware. Und eine Sprühdose in der Hand. Grüne Farbe. Ich hasse die alle. Missionare.

Letzten Sommer gammelte ich unschuldig besoffen nachts um 2 auf der Kastanienallee herum und bekam gerade mein Schawarma in die Hand, als mich die von irgendeinem Dummkopf mit in die Schawarmabutze geschleppte Kackbratze von Veganerin fragte, ob ich denn das Tier auch töten würde, das ich da esse. Ja, würde ich, habe ich gesagt. Und ich würde es roh essen. Mit Innereien. Und Darm. Und aus den Augen mache ich mir Christbaumkugeln. Haha.

Leider kommen Sie mit Humor bei den großartigen aperolernsten Aktivisten von Berlin-Prenzlauer Berg nicht durch, denn sie nahm sehr übel und verhakte sich in der Folge mit einem anderen armen Irren, der so blöd war und auf ihre Provo einstieg, für die nächste halbe Stunde in einer dieser überflüssigen Fleisch-Ja-oder-Nein-Diskussionen, von denen mir inzwischen Geschwüre auf der Eichel wachsen, weil bei mir diese immer wiederkehrenden, stets komplett gleich verlaufenden und damit sinnlosen Diskussionen inzwischen ganz fürchterliche körperliche Auswirkungen haben. Arschpickel. Blutiger Auswurf. Peniswarze. Alles da.

Nur wegen diesen dummen Veganerdiskussionen. Bei der Veganerfleischdiskussion davor auf Höhe Greifswalder Straße Ecke Danziger habe ich eine Warze auf der rechten Arschbacke entwickelt. Mit drei dicken schwarzen Haaren. Auch mal was Neues. Die Warze musste mir meine Dermatologin wegschneiden. Sie drohte zu streuen.

Aktivisten. Yogascheißer. Veganer Karottenkuchen. Diese ganzen Plakate von Sri Chinmoy hier im Bezirk, geklebt von glücklichen Müttern in goldenen Birkenstockpantoffeln. Habe ich schon erwähnt, dass ich mir eine Rezession wünsche? Eine dicke fette Hypothekenkrise? Einen Black Friday, der diese ganze verwöhnte Lifestyleernährungsblase in den Abfluss und danach in die stinkende Kläranlage spült.

Wir brauchen einen richtig derben Abschwung. Die Leute müssen sich wieder spüren. So geht es nicht mehr weiter. Die müssen alle wieder mal auf den Bau. Schuften. Malochen. Robotten. Schwitzen. Raus aus den kinderfreundlichen Coworkingpuffs. Laptops zu Pflugscharen. Löscht eure bräsigen Mütterblogs.

Oh, es duftet nach angebrannter Honig-Senf-Marinade. Der Qualm weht von meinem Grill auf dem Balkon Richtung Helmholtzplatz. Mein Weltmeistersteak ist fertig. Leider habe ich das Schwein nicht selbst geschlachtet, aber ich würde es tun. Mit einem Buttermesser. Auf der Kreuzung Eberswalder Straße Ecke Schönhauser.

Direkt vor diesem neuen hippen Brotladen, bei dem die Oberschicht Brot für 9 Euro den Laib kauft und bei dem trotzdem immer eine Schlange bis fast zum Mauerpark krebsgeschwürt. Da würde ich es tun und die Sau langsam ausbluten lassen. Und ich würde erst aufhören, wenn sie mich abführen. Richtung Reinickendorf. Karl Bonhoeffer. Irrenanstalt. Mit eigener S-Bahn-Station. Blep Blep. Happy Thursday. Da bin ich wieder.