Clicky

Staatsanwalt im Prozess gegen Adrian Ursache erhält Drohbrief

Halle (Saale) – Ein in den Gerichtsprozess gegen den Ex-Mister Germany Adrian Ursache (43) wegen versuchten Mordes involvierter Staatsanwalt hat einen Drohbrief erhalten. Darin wird er als „Justizfaschist“ beschimpft.

Der beinahe filmreife Prozess vor dem Amtsgericht Halle an der Saale ist um ein weiteres Kapital reicher. Ein Vertreter der Staatsanwaltschaft habe einen Drohbrief an seine Privatadresse geschickt bekommen, berichtet die „MZ„.

Der Unbekannte habe mit „Störungen des Prozesses“ gedroht. Vor Gericht wurde zitiert, dass „die Judenprozesse heute als Prozesse gegen Reichsbürger“ wiederauferstanden seien.

Auch nach dem 19. Verhandlungstag steht nicht fest, was genau bei dem SEK-Einsatz an Ursaches Wohnhaus in Reuden (Sachsen-Anhalt), rund 50 Kilometer östlich der Landeshauptstadt Magdeburg, vorgegangen ist.

Bei einem Schusswechsel auf dem Anwesen des deutschen Schönheitskönigs von 1998 wurden er und ein Polizist von Kugeln verletzt. Der Beamte wurde am Hals getroffen, Adrian Ursache bestreitet jedoch, diesen Schuss absichtlich abgegeben zu haben.

Kommende Woche wird der Prozess fortgesetzt. Die Verfahrenstermine wurden bis Mitte März terminiert. Ein Ende ist (noch) nicht in Sicht.