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Söder macht vor LT-Wahl extrem kopflosen Eindruck

von WiKa

MucMuc: Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit gehören nicht zwangsläufig zu den Tugenden der aktuell in Verantwortung stehenden Politiker und Parteien. Mächtig Krach schlagen und sirenhaftes Geheul hingegen, wenn ihnen der politische Gegner richtig ans Leder will, gehört eher zu ihren absoluten Stärken.

Ist es doch schmerzlich unangenehm, soweit die Obermuftis einer Partei versuchen sich gegenüber den Wählern Gott gleich zu geben, wenn dann eine mickerige Polit-Maus aus der Provinz daherkommt und einen von ihnen im „Fly-By“ die Rübe vom Rumpfe trennt. So geschehen im zutiefst schwarzen Würzburg, wo der der Markus Söder offenbar leicht verfrüht unters politische Fallbeil geriet

Besonders unangenehm ist selbiges dieser Tage für den bayrischen „Sonnengott Söder“. Die CSU und er selbst haben nicht nur sehr viel Zeit und Muße, sondern auch allerhand Bares in eine Image-Kampagne investiert, die nun auch noch vor der Wahl, mit einem Hieb gen Orkus rutschte. Eine streitlustige Walküre von „DIE PARTEI“, präsentierte sich mit Söders noch nicht erkalteten Denkapparat in der Hand … und hielt sie somit hoch … die christlichen Werte. Etwas, was man durchaus der CSU zuschreiben wollte, aber in der Realität genauso glaubwürdig ist, wie die güldene und prunkbeladene „Stellvertretung Jesu“ durch den Vatikan. Allerorten nur noch Lug und Betrug.

Der Wählerbetrug lauert überall

Da mag es allerhand aufrechte Wählerherzen geben, die dieses sonderbare Zeichen der Zeit für sich innerlich korrekt deuteten. Nämlich mit dem bereits vollzogenen Niedergang der CSU. Das liegt daran, dass die Politik, eingedenk ihrer göttlich abgehobenen Position (Bürgerferne), nicht einmal mehr weiß, dass es noch Bürger gibt. Und dessen Elendsgeschrei halten sie für schöne Naturlaute aus der Tiefe. So können sie die Wähler überhaupt nicht mehr erhören. Wenngleich selbiger sich die Seele aus dem Leibe schreit, …die Politik(er) hörens nimmer. Da macht der Söder, auch als er den Kopf noch auf seinen Schultern trug, keine Ausnahme.

Jetzt ist das Geschrei riesig und die CSU will Anwälte und Gerichte bemühen, diesen Frevel noch irgendwie zum eigenen Wohle vor der Wahl zu drehhofern. Mehr als eine Mitleidsnummer dürfte daraus kaum erwachsen, denn die Enthauptung des Markus Söders steht doch nach dem Wahldebakel so oder so auf dem Programm. Nur weil er von vorn herein die Verantwortung dafür schon von sich wies, heißt das doch nicht, dass man so einen machtgeile Rabauken erhobenen Hauptes davonkommen ließe. Nichts anderes hat „DIE PARTEI“, die hellsichtige, mit ihrem visionären Plakat vorweggenommen. Darüber hinaus erschien ein weiterer prominenter Nichtwähler der CSU auf der Bildfläche eines Plakates, ein altbekannter Flüchtling. Jesus der Haudegen. Aus Sicht der CSU sicher ein Segen, dass der hier nicht wählen darf.

Genau das macht den Unterschied und die Kunst aus. Auf diese Weise kann man einen Politiker schnell schon mal folgenlos enthaupten, via Photoshop. Das mag geschmacklos sein, verhält sich somit aber weniger schlimm, als die Folgen unansehnlicher Entscheidungen eben solch abgehobener Politiker. Die Bestürzung ist dieselbe, als hätte es wer gewagt den Sonnenkönig auch in Realitas vor unseren Augen zu meucheln. Nur ein Beleg mehr, wie weit weg und dünnhäutig diese Edel-Polit-Kaste heute ist. Dann warten wir mal das große Heulen und Zähneklappen ab, welches durch die Bananenrepublik zieht, sobald die Bayern- und Hessenwahl wieder ein Stück Sonnenscheindemokratie zum Glänzen gebracht haben.