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Plant Kiew einen False-Flag-Mord an EU-Delegierten? – Putin droht der Ukraine mit Zerschlagung

von Niki Vogt

Die Fußballweltmeisterschaft in Russland rückt näher, und „der Westen“ wird immer aktiver, um ein gutes Gelingen, unbeschwertes Feiern und eine gute Zeit im Gastland Russland zu sabotieren. Für Russland gilt es, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Doch kein Land wurde bisher in der westlichen Öffentlichkeit so dämonisiert und verleumdet. Insbesondere die USA ziehen alle Register.

Es gibt noch einen zweiten Player auf dem Feld, der in Russland einen Todfeind sieht und dem jedes Mittel recht ist, den größtmöglichen Schaden anzurichten: Das US-Marionettenregime in Kiew. Aus Hass gegen alles Russische und mit Rückendeckung des Westens, explizit der USA, attackiert die Kiewer Regierung ebenso unablässig wie erfolglos den Donbass und Russland. Jetzt ist Kiew der Verbündete der Stunde für die USA. Da wird sich doch was machen lassen, um Russland die WM gründlich zu verhageln!

Wie bekannt, ist die Ukraine gespalten. Im Osten und Südosten haben sich die russischstämmigen Ukrainer gegen Kiew gewandt, die Lugansker und Donetzker Volksrepubliken und zuletzt gemeinsam „Noworossia“ gegründet.

Das ganze wird in den westlichen Medien so behandelt, als seien es ein paar rückständige, russische Bauerntölpel in diesen Gebieten, die einfach nicht begreifen wollen, dass die Ukraine auf dem Weg in eine goldene Zukunft, nämlich in die EU und NATO ist. Die dumm-bösen Russenbauern im Südosten wollten einfach, weil sie Russen sind, das im Auftrag Moskaus verhindern und haben einen Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen. Und als Kiew mit der Armee und Panzern dort ganz sanft für Ruhe und Ordnung sorgen wollte, haben kriminelle, russische Separatisten zusammen mit russischen Invasorentruppen sich die Gebiete unter den Nagel gerissen.

Um das mal ein wenig gerade zu rücken: Es war ein bisschen anders. Hier eine kurze Darstellung zum Verständnis der Lage:

Die Donbassregion wird seit Alters her das „Herz Russlands“ genannt und ist Grenzgebiet zur Russischen Föderation. Der Westen umwarb intensiv die Ukraine, um die NATO und damit die US-Army praktisch direkt vor die Haustür Russlands zu platzieren. Eine Situation, die Russland nicht hinnehmen kann.

Um das Land zu destabilisieren und reif für einen Umsturz und ein westliches, US-höriges Marionettensystem zu machen, wurde der berühmte „Maidan“ veranstaltet. Die USA und die EU finanzierten den Umsturz zusammen mit George Soros, der dem ganzen Projekt den Namen „Neue Ukraine“ gab, wie geleakte Dokumente beweisen.

Eine Stiftung der vielen Soros-NGOs, die „International Renaissance Foundation“ (IRF), spielte eine führende Rolle bei der Errichtung der „Neuen Ukraine“. Soros und seine Stiftungsfunktionäre hielten Besprechungen mit so gut wie allen Akteuren des von außen induzierten, gesteuerten und bezahlten Maidan Putsches ab: Sowohl mit den direkt in die Kämpfe Involvierten, als auch mit dem faschistischen Rechten Sektor, den Politikern und den US-Offiziellen, die die US-Linie und die Ziele vorgaben.

Zum Zweiten machen die USA in der Ukraine genau dasselbe, wie in Syrien und anderswo: Sie bringen die Ressourcen eines Landes an sich, vorzugsweise Erdöl und Erdgas. Im Donbassbecken gibt es große Kohle, Erdöl und Erdgasvorkommen. Die Ukraine hat zur Vermarktung dieser großen Öl- und Gasressourcen ein Gasunternehmen namens „Busima“.

Nachdem der Maidan geglückt, die ganzen Toten beseitigt und Janukowitsch des Landes vertrieben war, brachte die neue, von den USA eingesetzte Regierung in Kiew diesen Gas-Konzern unter ihre Gewalt, indem sie den Sohn von Jo Biden, Hunter Biden, ins Direktorium des Unternehmens setzten.

In der Ukraine gibt aber auch es einige mächtige Oligarchen, die wie regionale Fürsten herrschen, steinreich sind und teilweise ihre eigenen Milizen unterhalten. Diesen Herren im Südosten der Ukraine stieß es übel auf, dass die Amerikaner sich den ganzen Öl- und Gasreichtum unter den Nagel reißen wollten. Sie wollten ebenfalls ihr Stück vom Kuchen.

Um richtig Bambule zu machen und ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, teilten sie der Deonbassbevölkerung mit, die neuen Herren werden nun die Bodenschätze des Donbassbeckens intensiv ausbeuten, überall werde auf Teufel-komm-raus Gas und Öl gefördert. Dafür werde man die Bewohner aus ihren Dörfern vertreiben und die Felder zu Industriegebieten und Abraumhalden umfunktionieren. Der Donbass werde davon keinen Pfennig sehen und die Amerikaner und Kiew den ganzen Gewinn einstecken. Die russischstämmigen Donbassbewohner seien in den Augen der USA und des Kiewer Marionettenregimes sowieso nur Russenpöbel.

Das führte zu heftigen Protesten der Leute in der Region. Diese versuchte Kiew mit dem Einsatz der Armee niederzuschlagen, was erst recht zu einem Aufbegehren und erbitterten Widerstand führte. Russland sah dem ganzen Treiben höchst alarmiert zu, Putin war allerdings viel zu intelligent, um mit seiner Armee dort zu intervenieren. Die wöchentlichen Invasions-Tartarenmeldungen aus Kiew, von diversen westlichen Medien mit Tamtam immer wieder auf’s Neue verbreitete Mär vom „Einmarsch der Russen“ waren blanke Lügen.

Was aber nicht heißt, dass Moskau untätig gewesen wäre.

Die dortige Bevölkerung wäre eigentlich nicht in der Lage gewesen, sich gegen die ukrainische, reguläre Armee zur Wehr zu setzen. Man konnte einige tausend wehrfähige Männer rekrutieren, die aber einer solchen Herausforderung nicht gewachsen waren. Erstaunlicherweise aber biss sich die ukrainische Armee die Zähne an den Donbassmännern aus. Es kamen nämlich sehr viele gut ausgebildete, kampferfahrene, russische Männer, zum Teil mit allen Wassern gewaschene Veteranen, über die Grenze aus Russland in den Donbass, ganz privat und vollkommen freiwillig, ohne jede Rückendeckung aus Moskau, und in sehr kurzer Zeit wurde eine Armee von Verteidigern des Donbass hervorragend trainiert und ausgebildet.

Die alten Kalaschnikows vom Scheunenboden wurden ebenfalls sehr bald durch neue Waffen komplettiert. Auch hier war nicht die russische Föderation der Lieferant, sondern ein Unternehmen namens „Voentorg DiSi“ soll nach Berichten von Donbass-Bewohnern Lastwagenweise Waffen an die Donbassmilizen geliefert haben. Wer diese Lieferungen bezahlt hat, ist unklar.

Außerdem verscherbelte später auch Präsident Petro Poroschenko einen Gutteil der ihm vom Westen gelieferten Waffen auf eigene Rechnung an die Armeen der Donetzker und Lugansker Volksrepubliken.

Seine Truppe tut es ihm gleich, und da die ukrainischen Soldaten erbärmlich bezahlt und vollkommen demotiviert sind, begleichen sie ihren exzessiven Alkoholkonsum und den nicht selten ausbleibenden Sold durch den Verkauf von Armee-Eigentum: Waffen, Munition, Treibstoff, Schmieröl, Lastwagen, Wolldecken, Rucksäcke – alles an die Bewohner des Donbass, die an der Kontaktlinie leben.

Die weißen, russischen Laster mit humanitären Hilfsgütern wurden zwar immer bis in den letzten Winkel gefilzt, enthielten aber niemals irgendetwas, was zu beanstanden gewesen wäre.

Dieser Konflikt ist ein so genannter „eingefrorener Konflikt“. An der Kontaktlinie gibt es täglich Scharmützel, das löchrige „Waffenstillstandsabkommen Minsk II“ wird ständig gebrochen. Immer wieder gibt es Tote, doch es geht weder vorwärts noch rückwärts. Im Vorland auf westlicher Seite stehen amerikanische und andere westliche „Militärberater“ und amerikanische Truppen, die reguläre, ukrainische Armee sowie faschistisch-rassistische Milizen des rechten Sektors, auf der anderen Seite die Volksmilizen der Donetzker und Lugansker Republiken mit russischen und anderen Freiwilligen als Kämpfern.

Das ist die jetzige Lagen in groben Umrissen.

Vor wenigen Wochen kündigte Präsident Poroschenko eine militärische Großoffensive gegen die Volksrepubliken (Noworossia) an. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem prorussische Quellen aus der Ukraine und die russischen Staatsmedien nicht neue Kämpfe, Angriffe auf Dörfer und Zivilisten, Waffenlieferungen, Aufmarschpläne und die Stationierung ukrainischer Einheiten im ostukrainischen Konfliktgebie melden.

Eine Großoffensive wäre aber im Vorfeld der WM nicht nur eine schlechte Propaganda für den Westen. Putin hatte sich überdies in einer Vier-Stunden-Telefonfragestunde mit dem Volk in dieser Frage eindeutig positioniert. Ein berühmter Buchautor, Zakhar Prilepin, der als Freiwilliger im Donbass kämpfte, konnte mit Putin am Telefon ins Gespräch kommen. Prilepin sagte, er wisse, dass die Ukrainische Armee eine Offensive plane. Putin antwortete auf die ihm eigene Art:

Ich hoffe, die Provokationen gehen nicht so weit. Wenn dies geschieht, wird das, denke ich, sehr ernste Konsequenzen für die Staatlichkeit der Ukraine als Ganzes haben. Ich möchte noch einmal betonen, dass ich hoffe, dass so etwas nicht passiert.

Die Menschen, die in den Gebieten des Donbass leben, in der Lugansker Volksrepublik und Donetzker Volksrepublik, können (dürfen) nicht eingeschüchtert werden. Wir leisten beiden nicht anerkannten Republiken Hilfe und werden das auch fürderhin tun.“

Es scheint, man hat Poroschenko diesbezüglich zurückgepfiffen. Stattdessen sieht es ganz danach aus, als verlege sich die USA wieder auf die Taktik der Heimtücke und False Flags, in der sie wirklich viel Erfahrung haben.

So erklärte der Sprecher der Volksmiliz der Volksrepublik Lugansk (LPR), Andrej Marotschko, dass man über geheimdienstliche Erkenntnisse verfüge, die den Schluss zulassen, die Ukraine bereite eine False Flag Aktion vor. Eine Gruppe von Soldaten der ukrainische Sondereinsatzeinheiten in russischen Uniformen sei am 9. und 10. Juni in der Stadt Stschastje aufgetaucht. Man erwartet, dass diese Männer Terrorakte oder ähnliches – möglicherweise gegen die Zivilbevölkerung – unternehmen sollen, und dass diese Gräueltaten der russischen Armee in die Schuhe geschoben werden sollen.

Die Webseite „Southfront“, die in englischer Sprach direkt aus dem Donbass berichtet, geht von einem anderen Plan aus. Pro-Kiew operierende Kräfte sollen eine False Flag Operation gegen eine Delegation von EU-Politikern und dem Sicherheitskommittee in der Ostukraine planen. Das habe das Staatssicherheitsministerium der Donetzker Volksrepublik mitgeteilt. Diese Informationen seien Erkenntnisse der Geheimdienste.

Die EU-Delegation werde zwischen dem 13. und 15. Juni Gebiete nahe der Kontaktlinie zwischen der Ukraine und den Streitkräften der Donetzker Volksrepublik (DPR) besichtigen. Der Erklärung des Ministeriums zufolge planen die ukrainischen Kräfte, den Helikopter mitsamt der EU-Delegation darin abzuschießen. Zu diesem Zweck soll eine Waffe namens „Igla man-portable infrared homing surface-to-air missile“ eingesetzt werden.

Dabei handelt es sich um eine Art tragbare Boden-Luft-Raketenfaust mit Infrarot-Führungsssystem aus der Sowjetunion der 70er Jahre, die eine Rakete abfeuern kann. Dieser Flugkörper 9M39 verfügt über einen Suchkopf, ein Kontrollsystem und eigenen Antrieb und kann die Bewegung des Zielobjekts vorausberechnen, was das System geeignet zum Abschuss von Flugzeugen und Helikoptern macht. Im Westen heißt das System SA-18 Grouse.

Der Geheimdienst der Donetzker Volksrepublik hat angeblich sogar Informationen, dass die Boden-Luft-Rakete, die dafür verwendet werden soll, aus einem Waffendepot des zweiten Sturmbataillons der 95. Luft-Angriffsbrigade der Ukrainischen Armee (2nd Assault Battalion of the 95th Air Assault Brigade of the Ukrainian Armed Forces) stammen. Das Bataillon ist bei Verhnetoreckoe stationiert, auf ukrainischer Seite nördlich von Donetzk, direkt an der Kontaktlinie.

Sollte dieser False Flag Anschlag gelingen, wird Kiew sofort mit Verweis auf die russische Herkunft der Waffe „9K38 Igla“ die DPR und LPR beschuldigen, sie habe mit russischen Raketenwerfern den Helikopter der EU-Delegation vom Himmel geholt. Selbstverständlich muss auf einen solchen Angriff durch Russland bzw. durch die Donbassrepubliken die erforderliche Antwort erfolgen. Selbst, wenn sich im Nachgang herausstellt, dass es eine False Flag war – genau, wie in Syrien, wird das nachher niemanden mehr interessieren.

Hoffen wir inständig, dass diese niederträchtige Tat verhindert werden kann und niemand sterben muss. Und dass es Russland vergönnt ist, eine schöne und beeindruckende Fußballweltmeisterschaft zu feiern.