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Juden im zaristischen Rußland

Von Bradford Hanson, übersetzt von Lucifex. Das Original Jews in Czarist Russia erschien am 13. Februar 2016 auf National Vanguard, beruhend auf einem Artikel im Magazin Instauration vom Juni 1978.

Juden haben ihre Mühen in Rußland genauso wie anderswo sehr übertrieben.

Von all den offenkundigen Lücken in der Chronik des Menschen ist keine mehr verdeckt als die wahre Geschichte des russischen Judentums. Im 19. Jahrhunderts, ist uns allen gesagt worden, hatte Rußland seinen Juden nahezu alle grundlegenden Menschenrechte vorenthalten, indem es sie zwang, innerhalb eines eng begrenzten ländlichen Ghettos namens Ansiedlungsrayon zu wohnen. Wenn das nicht genügte, wurden Quoten durchgesetzt, um Juden in Wirtschaft, Regierung, Bildung und hochqualifizierten Berufen auf eine akzeptable Zahl zu begrenzen. Noch schlimmer war, daß die offizielle Verfolgung durch die Regierung gelegentlich durch blutige Pogrome intensiviert wurde, bei denen „schwarze Hundertschaften“ und verschiedene bewaffnete Banden durch den ländlichen Raum streiften, jüdisches Eigentum verbrannten und plünderten und die Besitzer und ihre Familien massakrierten.

All das, sagen unsere Geschichtsbücher, hatte mit der Revolution vom Februar 1917 ein Ende, als den Juden die volle Gleichstellung gegeben wurde. Mit dem Aufstieg Stalins und dem Niedergang Trotzkis jedoch wurde der Antisemitismus sozusagen wiedereingeführt, erreichte kurz vor Stalins Tod 1953 einen neuen Höhepunkt, ließ während des „Tauwetters“ etwas nach, war aber immer noch stark unterwegs in Form massiver militärischer und finanzieller Hilfen für bestimmte arabische Staaten, Verhaftungen von Zionisten und jüdischen Dissidenten und einem langsamen Aussortieren von Juden aus der politischen, wissenschaftlichen und Bildungshierarchie der Sowjetunion.

Das ist im Wesentlichen die simplistische Sicht, die dem Westen durch dessen simplistische Medien vorgesetzt worden ist. Sehr viel dagegen sprechendes Beweismaterial, besonders solches, das mit den Ereignissen im 19. Jahrhundert zu tun hat, ist absichtlich weggelassen worden – so viel Beweismaterial, daß ein russischer Flüchtling sich veranlaßt fühlte, ein Buch zu schreiben, um die Dinge richtigzustellen. Es hat den Titel Jews in Russia and in the U.S.S.R., und der Autor ist Andrey Diky, der vor ein paar Jahren starb. Sein Werk ist nun von L. Volovlikoff ins Englische übersetzt worden und ist im Netz frei zugänglich [Anm. d. Ü.: leider nicht mehr]. Das Buch mußte privat in Druck gegeben werden, nachdem sein Inhalt die erlaubten Parameter für jeden größeren oder sogar kleineren Verleger im sehr jüdischen Verlagswesen weit überschreitet.

Andrey Diky

Andrey Diky beginnt, indem er uns daran erinnert, daß Rußland um die Jahrhundertwende das Machtzentrum des Weltjudentums war. Der Zar gebot über 5,5 Millionen Juden, die Zahl, die verblieben war, nachdem 1,5 Millionen nach Amerika ausgewandert waren.

Das jüdische Problem, wie es in Rußland zu dieser Zeit existierte, schlug weltweit Wellen, so feindselige Wellen, daß Präsident Wilson zögerte, die Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg zu treiben, bis der Zar durch eine „demokratische“ Revolution gestürzt worden war. Tatsächlich war die Rolle, die von russischen Juden auf der Weltbühne gespielt wurde, so weitreichend in ihrem Einfluß, daß es die ernsthafte Überzeugung des Autors Diky ist, daß es ohne sie keine Sowjetunion gegeben hätte, kein Israel und keinen Zweiten Weltkrieg – nachdem der Aufstieg des Faschismus weitgehend an dessen antikommunistischem Reiz lag.

Am Anfang folgte laut Diky die Geschichte der Juden in Rußland dem gleichen planlosen Muster wie in anderen weißen Ländern. Es ist bekannt, daß Juden im frühen 11. Jahrhundert in Rußland waren. Sie wurden reich, so reich, daß sie sogar viele der christlichen Kirchen besaßen, die von ihnen an orthodoxe Priester verpachtet wurden.

Die unvermeidlichen Pogrome und Kämpfe folgten. Die Juden wurden vertrieben. Und Rußland blieb wie England jahrhundertelang frei von Juden. Als die Zarin Elisabeth, die von 1741 bis 1762 herrschte, ersucht wurde, sie wieder einzulassen, weil ihre finanzielle Expertise für Rußland profitabel sein würde, erwiderte sie:

„Von den Feinden meines Herrn Jesus Christus wünsche ich keinen Gewinn.“

Die Juden schafften es jedoch unter dem Schutz von Elisabeths Nachfolgerin wieder nach Rußland hineinzukommen. Wie Diky schreibt:

Katharina II. beschloß kurz nach der Thronbesteigung, die Tür für Kolonisten zu öffnen, besonders in den südlichen Provinzen.“

Zu diesem Zweck wurde im Jahr 1763 das Kanzleramt für den Schutz von Ausländern geschaffen. Katharina, eine gebürtige Deutsche, beschloß, Juden in die Zahl dieser Kolonisten aufzunehmen. Sie ließ ihre Absichten durch einen Erlaß des Gouverneurs von Kiew und durch geheime Korrespondenz mit dem Gouverneur von Riga, General Braun, wissen, worin Letzterem geraten wurde:

„Falls einige ausländische Kaufleute wollen, daß sich Verkäufer, Vertreter und Arbeiter in Noworossijsk ansiedeln, müssen geeignete Pässe an sie ausgegeben werden, ungeachtet ihrer Religion.“ Bei „anderen, die nach Petersburg gehen wollen … darf nur ihr Name in den Pässen angegeben werden“, und für ihre Identifikation werden sie „einen Brief des Petersburger Kaufmanns Levin Woolf vorlegen.“

„In solch geheimnisvoller Weise“, erläutert Diky, „wurde die Ansiedlung von Juden in Rußland eingeleitet …“ Die Autokratie Katharinas

„befreite sie nicht von der Notwendigkeit, die Meinungen und Geschmäcker von Personen um sie zu respektieren, sowie der großen Masse des russischen Volkes, für die alle ‚Juden‘ „Feinde der Christenheit‘ waren. Dies ist der Grund, warum [in Katharinas Brief] das Wort ‚Jude‘ sorgfältig vermieden wird. … Die Namen dieser Kaufleute waren David Levy, Moses Aron, Israel Lazar und der Arbeiter Jacob Marcus.“

Diky verweist als nächstes auf den Erlaß Katharinas II. von 1791, der Juden gleiche Rechte gab wie

„Kaufleute, Kunsthandwerker und die Russen der unteren Mittelschicht in jenen Städten und Siedlungen, in denen sie lebten.“

Er erinnert auch an den Erlaß des Zaren Alexander von 1804, der von den meisten Historikern bequemerweise vergessen wird und der Juden freien Zugang zu Bildung erlaubte. Die genauen Worte waren:

„Alle Juden können angenommen und ausgebildet werden, ohne Unterschied, unter allen Kindern in allen russischen Schulen, Hochschulen und Universitäten.“

Im Jahr 1815, nach der enormen territorialen Ausdehnung, die aus der Aufteilung Polens und dem Sieg in den Napoleonischen Kriegen resultierte, fand Rußland sich plötzlich mit 1.200.000 Juden wieder, die zuvor außerhalb der russischen Grenzen gelebt hatten.

Zuerst bemühte die Regierung sich zu versichern, daß die neuen Untertanen,  Juden und Nichtjuden gleichermaßen, in den annektierten Territorien gleiche Rechte hatten. Die früheren Verordnungen, die russischen Juden das Recht gaben, in anderen Gebieten im eigentlichen Rußland zu leben, wurden auf polnische und andere Juden ausgedehnt. Aber Juden war es verboten, Kaufmannsvereinigungen „in den zentralen russischen Städten und Häfen“ beizutreten – ein Akt, den man als ersten Schritt zur Schaffung des sehr mißverstandenen Ansiedlungsrayons auslegen könnte.

Die Einschränkungen des Ansiedlungsrayons, erläutert Diky,

„galten nicht für die folgenden Kategorien von Juden: Jene mit nichtjüdischem Glauben … Kaufleute der ersten Gilde (das heißt, die besser situierten Juden) … Zahnärzte, Ärzte und Anwälte, Apotheker, Mechaniker, Destillateure, Brauer … Spezialisten und Kunsthandwerker … Verkäufer und Handelsvertreter, die für jüdische Kaufleute der ersten Gilde arbeiteten. Dank der Existenz dieser zahlreichen Ausnahmen und deren geschickte Nutzung durch die Juden gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts keine einzige Stadt in Rußland, in der es keine große jüdische Kolonie gab.“

Die Anwesenheit reicher Juden in diesen Städten, die in prächtigen Residenzen und Schlössern wohnten und in reichverzierten Synagogen am Gottesdienst teilnahmen, zeigte, daß die Grenzen des Ansiedlungsrayons leicht zu überschreiten waren. Andererseits gab es im Ansiedlungsrayon doch Einschränkungen für arme Juden in Polen und Südwestrußland – ein Zustand, der sehr viel sympathisierende Reaktion seitens der westlichen liberalen Presse hervorrief.

Bis zur Mitte der 1880er begannen Juden trotz des Ansiedlungsrayons das russische Bildungssystem zu dominieren. Zum Beispiel waren 1886 41,5 % der medizinischen Fakultät der Universität von Charkow jüdisch, so wie 30,7 % der medizinischen Fakultät und 41,2 % der juridischen Fakultät der Universität von Odessa.

Wegen dieses großen und zunehmenden Mißverhältnisses führte die russische Regierung 1887 „prozentuelle Quoten“ ein, die Juden auf 10 % in Hochschulen und Universitäten im Ansiedlungsrayon begrenzten, auf 5 % außerhalb des Ansiedlungsrayons und 3 % in Moskau. Die Quoten erzielten jedoch nicht ihre gewünschten Ergebnisse, nachdem viele Juden ihre Religion zu wechseln begannen, meistens zu protestantischen Glaubensbekenntnissen, und daher nicht mehr als Juden gezählt wurden. [Könnte dies einen gewissen Anteil der „nichtjüdischen“, aber die jüdische Agenda befürwortenden Elite im Westen und Osten heute erklären? – d. Red. (d. h., Bradford Hanson)]

Andere gingen ins Ausland, um ihre Abschlüsse zu machen. Wieder andere besuchten private Schulen und Colleges in Rußland, wo der numerus clausus nicht galt. 1917 waren trotz der Quoten 12 % aller russischen Studenten in höheren Bildungsanstalten Juden, während der jüdische Anteil an der Gesamtbevölkerung 4 % war. Doch die Welt wurde ständig informiert, daß in Rußland „der Zugang zur Bildung für Juden verschlossen war.“

Wenn dies wahr war, fragt Diky, wo bekamen dann all die russischen Juden, die den Staat Israel gründeten, ihre Abschlüsse?

Prozentuelle Quoten wurden auch auf die Repräsentation in Stadtregierungen angewandt, aber nicht in Staatsversammlungen.

„Ein Jude, Valnshtain“, schreibt Diky, „war sogar Mitglied des Staatsrates und nahm neben den höchsten Würdenträgern des Russischen Reiches an Sitzungen teil.“

Bis 1827 waren russische Juden vom Militärdienst befreit. Dann wurde jüdischen Autoritäten erlaubt, ihre eigenen Rekruten für die Einberufung auszuwählen, was bedeutete, daß nur die ärmsten und unwissendsten Juden den Militärdienst erlebten. Später unterlagen Juden der Wehrpflicht wie andere russische Untertanen, durften aber keine Offiziere sein. Andererseits, stellt Diky fest,

„war zum Beginn des Ersten Weltkriegs die Mehrheit der russischen Zeitschriftenpresse entweder in jüdischen Händen oder unter jüdischem Einfluß und jüdischer Kontrolle.“

Was die Wirtschaft betrifft, so dominierten Juden im vorrevolutionären Rußland im Zuckerraffineriegeschäft, bei Textilien, im Brauereiwesen, Spirituosengroßhandel, Goldbergbau, Holz- und Getreidehandel. Diky fügt hinzu:

„Nur zwei Banken in ganz Rußland hatten keine Juden im Vorstand.“

Laut Diky waren die russischen Pogrome unverhältnismäßig übertrieben. Beim Pogrom von Kishinev im Jahr 1903 gab es einen Verlust von nur 49 Leben, manche davon nichtjüdische Regierungskräfte, die die Unruhen niederzuschlagen versuchten.

Das größte Pogrom (Odessa 1905), bei dem es 500 Todesfälle gab, von denen etwa 300 Juden und etwa 200 Nichtjuden waren, war genauso sehr ein jüdischer Aufstand wie ein Rassenkrawall. Die Pogrome erwuchsen aus dem revolutionären Ferment im späteren Teil des 19. Jahrhunderts, das in der Ermordung Zar Alexanders II. 1881 kulminierte, ein Terrorakt, an dem manche Juden mitwirkten und den die meisten begrüßten.

Die wirtschaftlichen Motive der Pogrome, die in der Weltpresse immer ignoriert werden, waren extrem wichtig. Juden hatten solche Bedeutung im Geldverleih und im Einzelhandel erreicht und beuteten ihre Klienten und Kunden so gnadenlos aus, daß Bauern und Kleinstadtbewohner, wie die Schwarzen in vielen amerikanischen Innenstädten, Juden nur als wucherhafte Plutokratenkaste betrachten konnten, die es auf ihr Blut abgesehen hatte.

Diky enthüllt eine der wenig bekannten Episoden der Pogromjahre, indem er sagt, daß eine führende Gruppe jüdischer Revolutionäre tatsächlich erklärten, daß die Pogrome gerechtfertigt seien und unterstützt werden sollten, weil sie sich gegen die „zhidy“ – kapitalistischen Juden – richteten.

Alexander II. mit seinen Kindern Maria und Sergej.

 

Jüdische Revolutionäre in Rußland machten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs mehr als 50 % der revolutionären Führung aus – eine Zahl, die Graf Witte dem Zionisten Theodor Herzl nannte. Ihre Aktivitäten halfen nicht nur bei der Auslösung von Pogromen, sondern gaben dem Zionismus bedeutenden Anschub, den die zaristische Regierung mit Wohlwollen betrachtete, wenn auch nur aus Sicherheitsgründen. Aber die Revolution war für russische Juden in jenen Tagen viel attraktiver, und der Zionismus trat in den Hintergrund. Einige Jahrzehnte später, wie die Palästinenser zu ihrem Kummer lernten, wurden diese Prioritäten umgekehrt.

Die obigen Informationen sind nur ein Tropfen im Eimer der faszinierenden und wenig bekannten Fakten und rassischen Statistiken, die in Dikys Jews in Russia and the U.S.S.R. gesammelt sind. Eines seiner interessantesten Kapitel betrifft den Fall Beilis, eine jener wiederkehrenden internationalen jüdischen causes célèbres, die sie in den Schlagzeilen gewinnen, selbst wenn sie vor Gericht verlieren.

In diesem Rechtsstreit, der mit Ritualmord zu tun hatte, gewannen sie sowohl im Gericht als auch außerhalb davon. Es ist schade, daß Diky nicht lange genug lebte, um Arthur Butz zu begegnen, dem Autor von The Hoax of the Twentieth Century. Die beiden großen Entmystifizierer hatten viel gemeinsam.

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Siehe auch:

Neubetrachtung der russischen Pogrome im 19. Jahrhundert, Teil 1: Rußlands Judenfrage von Andrew Joyce

Mythen und die russischen Pogrome, Teil 2: Erfindung von Greueltaten von Andrew Joyce

Mythen und die russischen Pogrome, Teil 3 – Die jüdische Rolle von Andrew Joyce

Das „Pogrom“ von Limerick: Schaffung einer jüdischen Opferrolle von Andrew Joyce

Über die Linke und den Mythos vom „jüdischen Proletariat“ von Andrew Joyce

Agobard von Lyon und die Ursprünge der feindlichen Elite von Andrew Joyce

Gedanken zum jüdischen Einheiraten in einheimische Eliten von Andrew Joyce

Hintergrund zur Magna Carta von Andrew Joyce

Juden und Schußwaffenkontrolle: Eine Reprise von Andrew Joyce

Historischer Hintergrund zum Zweiten Weltkrieg von William Joyce

Das Scheitern des Multikulturalismus in der polnischen Ukraine von Thomas Jones

Aristocracy, Degeneracy, and Swarms of Jews von Revilo Oliver

Diesen Kommentar von mir darüber, wie Winston Churchill und sein Vater Randolph ähnlich wie viele britische „Aristokraten“ in die Abhängigkeit von jüdischen Geldverleihern gerieten

The Jew Disraeli & the Construction of the Merchants’ Empire von Julius Evola