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Gnadenlos ehrliche und präzise Wahlkampfparolen schlagen Parteimitglieder in die Flucht

von WiKa

BRDigung: Es galt über viele Jahrzehnte als Markenzeichen, gehörte man zu irgendeiner politischen Partei und schimpfte sich dort „Mitglied” (auch Frauen). Konnte man bei der erregenden Politrunde am Stammtisch doch gleich etwas fester auf die Platte hauen und wieder mit einem satten „WIR“-Gefühl halbbesoffen nach Hause torkeln. Die Zeiten scheinen sich drastisch geändert zu haben. Der Stolz, selbst einem dieser hochkriminellen Syndikate und Volksbetrugsvereinen anzugehören, weicht mehr und mehr einer stillen Scham, immer noch dabei zu sein.

Immer mehr Parteigänger verabschieden sich sang- und klanglos aus den Parteien, haben keinen Spaß mehr an dem offenkundigen Bockmist der ihnen dort serviert wird. Bevor wir nun weitergehende Betrachtungen anstellen, was sonst noch diesen markanten Schwund verursachen kann, hier einfach mal ein Zahlengefüge, worüber wir überhaupt reden, wenn wir schon über die omnipräsenten Parteien philosophieren.

In der Tabelle dargestellt (eine Recherche der DPA), die Mitgliederzahlen der wesentlichen Parteien per Ende 2012 und rechts davon die Veränderung zum Vorjahr:mitgliederschwund_parteien_cdu_csu_spd_gruene_linke_fdp_2012

Sollte sich irgendwer daran stören, dass die Grünen noch ein „+“ vor der Zahl haben, darf man getrost konstatieren, dass es sich hier um eine pubertäre Spätfolge handeln muss. Von einer dramatischen Neigung der Menschen zum „Ökofaschismus” sollte man angesichts der dünnen „1“ auch nicht wirklich reden. Die faktischen Sieger beim Rennen um den Mitgliederschwund sind die FDP und die Linke. Um die Dramatik aus der Tabelle zu nehmen, haben wir rechts außen die Veränderung über die Anzahl der Mitglieder rückwärts gerechnet. Danach haben SPD und CDU, jeweils für sich, mehr Verluste zu verkraften als alle übrigen Parteien zusammengenommen. Die weitere, höchst trockene Auseinandersetzung mit den Fakten zum Mitgliederschwund, kann jeder im Mainstream nachvollziehen.

Haben Lügen tatsächlich die kürzeren Beine

Vermutlich hatten die Partei-Austreter den Kaffee schon ziemlich auf. Es ist auch „unsäglich albern“, immer wieder aufs Neue den hohlen Phrasen, den leeren Versprechungen oder doch besser den dreisten Lügen dieser Parteien folgen zu wollen.

Luegenpack-Siegel-5-Sterne-qpress-wahl-2013-ein-kreuz-072dpiDie 5-Sterne-Deutschland.de Bewegung hat darob inzwischen auch schon ein All-Parteien-Gütesiegel entwickelt (rechts abgebildet). Es ist wohl die ehrlichste Auszeichnung seit Jahren, die man aktuell den besagten Parteien angedeihen lassen kann. Diese Signatur ist jetzt ungemein wichtig, weil doch in wenigen Wochen wieder „Wahlfang“ ist und bis dahin die Lügen noch via Propagandamedien in die Köpfe der Wähler gehämmert werden müssen.

Vielleicht ist die hier aufgezeigte Entwicklung tatsächlich nur ein Indiz dafür, dass viele Menschen einfach das Ausmaß des Schwindels nicht mehr ertragen mögen, davon bleibt natürlich auch das Partei-Fuß-Volk nicht verschont. Das dreisteste allerdings ist die Dominanz der Parteien. Setzt man die Zahl der Parteimitglieder (alle Parteien zusammen) einmal in Relation zur Gesamtbevölkerung, dann muss man mit Erschrecken feststellen, dass in Deutschland ohnehin nur 1,6 Prozent der Menschen in Parteien organisiert sind.

Wenn wir uns dazu die Omnipräsenz dieser Vereinigungen ansehen, dann überkommt den normalen Betrachter eine erschreckende Übelkeit. Diese verstärkt sich massiv, wenn man weiß, dass selbst die gewählten Abgeordneten im Bundestag nichts anderes als Fraktionsstimmvieh sind. Damit erschöpft sich unsere „Steinzeitdemokratie“ mit dem Kreuz, hinsichtlich der Willensbildung, auf ein ganz kleines Trüppchen, ziemlich weit weg vom Volk. Das macht mächtig Bauchschmerzen.

Jetzt weitere harte Fakten für einen Parteiaustritt

Da wir um die Folgen der Parteipolitik wissen, dass diese in der Regel eher gegen die Menschen gerichtet ist, gerade seit der sogenannten Finanzkrise, sind die bisherigen Parteiaustritte aber noch deutlich unter dem notwendigen Maß. Möglicherweise haben schon viele von den Parteimitgliedern den aktuellen Wahlkampf für ihren Austritt zum Anlass genommen haben.

Bedenken wir, dass die Parteien, trotz ungültigem Wahlgesetz, dennoch wieder in verbrecherischer Weise ihren Lobby-Klüngel fortsetzen möchten, dann besehen wir uns jetzt einfach einmal die zentralen Argumente mit denen die Parteien dieses Jahr ins Feld ziehen, um die Menschen davon zu überzeugen auch weiterhin „Mäh” zu machen. Hier nun die Oberphrasen, die allen Menschen das neue Heil durch die besagten Parteien verkünden:

„Gemeinsam erfolgreich.“ ➽ CDU/CSU
„Das WIR entscheidet.“ SPD
„Nur mit uns.“ ➽ FDP
„DIE LINKE!“ ➽ Die Linke
„UND DU?“ ➽ Die Grünen

Wären Ihnen die Unterschiede aufgefallen, wenn nicht die Bezeichnung der Partei dahinter gestanden hätte? Wir sehen, die Versprechungen der Parteien gegenüber den Menschen lassen an Deutlichkeit nicht zu wünschen übrig. Diese Heilsbotschaften können sich bezüglich ihrer Aussagekraft absolut sehen lassen. Besonders hinsichtlich all der Nöte die das Volk inzwischen verspürt, welches stumm wie ein Fisch nach Linderung schreit. Diese Versprechungen sind wenigstens ebenbürtig mit zu der erwarteten Antwort der Wählerschafe, „X“ dem Kreuz, welches jetzt ganz präzise den gesamten Wählerwillen beinhaltet. Die Deutungshoheit hat am Ende der Wahlsieger, das ist traditionell so und lässt sich auch nicht ändern. Für die Folgen haften selbstverständlich die 80 Millionen Schafe. Schließlich haben sie mit größt möglicher Präzision bestimmt was in diesem Land geschehen soll … sie folgen wie immer den beschriebenen Verheißungen, wenn sie der Politik die glasklare Vorgabe bei der Wahl machen.

Wir versuchen in diesem Zusammenhang, nach besten Kräften, noch eine Translation dieser gewichtigen Aussagen. Bei der CDU sollte alles klar sein. Gemeinsam heißt, sie werden gewählt, damit Mutti dann gemeinsam für alle auch weiterhin den Elefanten im deutschen Porzellanladen spielen kann. Die Übung sitzt und ist zutiefst eingefahren. Bei der SPD kann man sich da nicht nicht so sicher sein. Fest steht aber, das der Spruch der Großmäuligkeit und Selbstherrlichkeit ihres Spitzenkandidaten gerecht wird, das „CI“ ist also stimmig. Die Nötigung, die die FDP mit ihrer Ansage rüberbringen möchte, ist tiefster Ausdruck der liberalen Urangst, dass es auch ohne sie gehen könnte. Die Linke, so tief rot, dass manche es schon als „braun erkennen wollen, können gar nicht anderes. Sie müssen das „Links“ aufschreiben, weil es sonst in Vergessenheit geraten könnte. Bei den Grünen hatten wir es ja schon angedeutet, in der spätpubertären Phase sucht man durch persönlichere Ansprache für sich einzunehmen, da wird gerne auf „Du“ gemacht. Alles in allem sehr knackige und überzeugende Botschaften, die das Volk auf lustige 4 Jahre bei immer weniger Knete im Portmonee einschwören sollen. Diäten kann sich eben nicht jeder leisten.

Wo bleibt noch gleich die „große Welle“ … Austrittswelle

Fassen wir mal kurz zusammen. Diejenigen Menschen, die sich die Blöße dieser Massen-Volksverdummung nicht mehr antun mögen, haben sich innerlich längst von den Parteien abgewendet. Diejenigen, die immer noch in diesen Klüngelvereinen organisiert sind, die scheinen sich, wie in einer Märchenstunde, immer noch andere Vorteile von ihrer Fußvolkschaft oder Fußfolgschaft zu versprechen. Denken wir nur an die Amigos. Da sind die Bayern beileibe nicht allein, die Variante gibt es sehr wohl in Grün, Blau und auch in Rot.

Wer allerdings nicht klüngelt, den packt eben der Ekel und gottlob werden diejenigen immer mehr. Jene, die sehen, dass sie auch mit Engagement innerhalb dieser Parteien kaum mehr etwas bewegen können. Nicht einmal dann, wenn sie sich auf den Hierarchieleitern schon ziemlich weit nach oben gebuckelt haben. Das Parteien-System ist und bleibt so faul wie korrupt. Deshalb kann man die weiteren Austritte (aus allen Parteien) mit der Einsichtigkeit des Fußvolkes gleichsetzen. Bis auch diese Macht- und Filzstrukturen zugunsten mehr demokratischer Prozesse zerschlagen sind. Wird höchste Zeit endlich Alternativen zu diesen überkommenen Strukturen zu entwerfen.