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EU-Parlamentspräsident: „Mussolini-Regierung hat auch Gutes getan“

von Contra Magazin

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, wurde erneut als Sympathisant des italiensichen Faschismus enttarnt. Die Regierung von Benito Mussolini habe gute Dinge für Italien getan, kam es aus seinen Munde.

Der italienische EU-Politiker lobte die Politik des berüchtigten Diktators und Verbündeten Adolf Hitlers während des Zweiten Weltkriegs vorsichtig, als er in einer populären Radio-24-Sendung auftrat, berichtet RT. Tajani räumte ein, dass Mussolini eine Menge schrecklicher Dinge getan habe – von der Vereinigung mit Nazi-Deutschland, was für Italien Selbstmord war, über die Auferlegung antijüdischer Rassengesetze, bis hin zu einem möglichen Auftragsmord am politischen Gegner Giacomo Matteotti, der von Mitgliedern der faschistischen Geheimpolizei getötet wurde.

Aber er hat positive Maßnahmen zur Realisierung von Infrastrukturen in unserem Land unternommen“, sagte Tajani. Man muss objektiv sein. Ich bin kein Faschist, ich war nie ein Faschist und teile seinen politischen Gedanken nicht, aber wenn wir ehrlich sein müssen, baute er Straßen, Brücken, Gebäude … er forderte viele Teile unseres Italiens zurück.

Viele waren über seine Worte verärgert, darunter auch EU-Beamte. Einige sagten, er sei heimlich genau das, was er nicht sei – ein Sympathisant des Faschismus. Tajani reagierte auf die Kritik und bekräftigte, dass er antifaschistisch sei, die Kritiker würden nur seine Worte manipulieren. Er schrieb auf Twitter:

„Schande über diejenigen, die manipulieren, was ich angeblich über den Faschismus gesagt habe. Ich war schon immer ein überzeugter Antifaschist, ich werde es niemandem erlauben, mikr etwas anderes zu unterstellen. Die faschistische Diktatur, die Rassengesetze und die Todesfälle sind die dunkelste Seite der italienischen und europäischen Geschichte.“

Der italienische Politiker sah im Februar eine ähnliche Beschuldigungswelle über sich hereinbrechen, nachdem er an einer Zeremonie teilgenommen hatte, die an den Tod italienischer Soldaten zu erinnern, welche von jugoslawischen Partisanen während des Zweiten Weltkriegs getötet wurden. Einige Leute – darunter der slowenische Präsident und der Premierminister – sagten, die dort gehaltenen Reden, in denen die Morde mit ethnischen Säuberungen verglichen wurden, seien „historischer Revisionismus“.

Tajani entschuldigte sich damals dafür und sagte, er beabsichtige nicht, die Gefühle anderer zu verletzen:

„In meiner Rede wollte ich den Weg zu Frieden und Versöhnung zwischen den italienischen, kroatischen und slowenischen Völkern und ihren Beitrag zum europäischen Projekt aufzeigen.“

Mussolini war einer von vielen rechten europäischen politischen Führern, die sich mit Hitlers Nazi-Deutschland verbündeten und am Ende unter den Folgen litten. Für ihn erwies sich die Wahl als fatal, nachdem er von italienischen Partisanen gefangen und hingerichtet worden war. Anderen erging es besser. Der Spanier Francisco Franco blieb im Krieg neutral und blieb bis 1975 als geschätzter Verbündeter der NATO an der Macht.

Ob Tajani selbst, lange an der Macht bleibt, wenn er solche Aussagen wagt, ist fraglich.