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Deutsches Weltkriegs-U-Boot zum Kulturerbe ernannt

von T24

Belgien hat ein vor Ostende entdecktes deutsches U-Boot und zwei weitere Wracks aus dem Ersten Weltkrieg als Kulturerbe anerkannt. Dies erklärte der zuständige Minister Philippe De Backer am Samstag im Rahmen einer Veranstaltung in Brügge.

Am Samstag wurde in Brügge eine Ausstellung zum 100. Jahrestag des britischen Angriffs auf damals von Deutschland besetzte belgische Hafenstädte eröffnet.

An der Feier nahmen auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und die britische Prinzessin Anne teil. Laschet war bei der Feier der offizielle Vertreter Deutschlands.

Neben dem 2017 entdeckten U-Boot vom Typ UB29 gelten nun auch die Wracks eines britischen Kanonenboots und eines französischen Torpedoboots als Kulturerbe.

„Das deutsche Unterseeboot ist einzigartig, weil noch nie ein U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg so gut erhalten gefunden wurde“,

sagte De Backer nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Belga. Die drei Wracks erzählten ein düsteres Kapitel der europäischen Geschichte, die aber gleichwohl in Erinnerung behalten werden müsse.

Die deutsche Marine hatte während des Ersten Weltkriegs zwischen 1914 und 1918 drei große U-Boot-Stützpunkte mit 10.000 Mann in Belgien und versenkte vor den Küsten mehr als 2500 Schiffe.

Das deutsche U-Boot war im vergangenen Sommer vor der belgischen Küste aufgespürt worden. Die belgischen Behörden vermuten, dass es im Ersten Weltkrieg mit 22 Besatzungsmitgliedern unterging. Eine Mine wurde dem U-Boot vermutlich zum Verhängnis.