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Der schleichende Untergang der Täuschebank

Von Martin M. Luder

Ist die Deutsche Bank „rock solid“ – also so fest wie der Fels in der Brandung?

Ist die Deutsche Bank „rock solid“ – also so fest wie der Fels in der Brandung? Bleib ruhig! Das war nur ein schlechter Witz! Ich bin halt ab und zu ein Witzbold, sprich ich neige manchmal zu komischen Wortdurchfällen und zu Sarkasmus, aber ich möchte dennoch schon bei der Wahrheit bleiben – der Wahrheit, dass, wenn die Deutsche Bank Pleite geht, dies an den Finanzmärkten einen Sturm ohnegleichen auslösen würde. Kurz und knapp: Die Pleite der Deutschen Bank wäre der Sargnagel des Euros! Schrei nicht so laut, denn ich kann noch ganz gut hören und verstehe natürlich Deine Erregung. Ich verstehe auch, dass das, was ich nun aufs Papier schmiere, Dein Weltbild arg ins Wanken bringen wird.

Aber was hilft es, wenn Du der Realität nicht ins Auge blicken willst und die Tatsachen ausblendest? Nichts, außer wenn das Unglaubliche passiert ist, sich später an den Kopf zu fassen und laut zu schreien:

„Wie konnte ich nur so blöd sein und die Warnhinweise, die der Martin von sich gab, ignorieren?“

Nun, noch ist in der Deutsche Bank ein Hauch von Leben zu erkennen! Aber trotzdem sind hier 2 Fragen legitim. Die Frage

„Wie lange kann der Konkurs noch verschleiert werden“,

bzw. die Frage:

„Wie lange dauert es noch bis auch das letzte Schlafschaf verstanden hat, dass das Finanzsystem ein Verfallsdatum hat?“

Und, wenn Du Dich nun weiter frägst, was denn der finale Finanzcrash mit der Täuschebank zu tun hat, dann schenke mir bitte für ein paar Minuten Deine geballte Aufmerksamkeit.

Ist die Deutsche Bank das Hirn der Firma „Deutsch“ GmbH?

Aber wo fange ich am besten an? Am besten fange ich damit an, dass der Deutschen Bank bisher nachgesagt wurde das sie das Hirn der Firma „Deutsch“ GmbH ist. Okay, das war gestern, denn mittlerweile ist es so, dass die Deutsche Bank ein bankrotter Laden ist. Okay, Du kannst mir jetzt mit voller Inbrunst zurufen, dass ich mich gewaltig irre. Du bleibst auch dabei, dass die Deutsche Bank das Flaggschiff der Deutschen Wirtschaft ist.

Nun, ich respektiere Deine Meinung, aber mal ehrlich ist es wirklich noch so? Nein, denn wenn Du mal einen Blick auf die Entwicklung der Aktie dieser Bank wirfst, dann siehst Du mittlerweile ein Bild des Schreckens. Du siehst nur noch ein Bild der Titanic, die am Untergehen ist. Diese Deutsche Bank, welche mal als das Hirn der Firma „Deutsch“ GmbH bezeichnet wurde, steht gerade wie ein angeschlagener Boxer in der Ring Ecke und wartet nur noch auf den entscheidenden Knockout.

Die Schaltzentrale des Kraftwerks der Firma “deutsch”, welches im Herzen Europas – in Frankfurt – agiert, ist aber schon vor diesem letzten Schlag klinisch tot. Auch wenn das Deine Vorstellungskraft übersteigt, führt selbst eine Notoperation am offenen Herzen, sprich, eine Fusion mit einer anderen toten Bank, zum Tod! Lach nicht – lies einfach weiter, denn genau das ist der nächste Schritt, den diese marode Bank nun gehen möchte. Dazu gleich mehr – also bleib dran. Ich mache erst einmal weiter mit meiner Annahme, dass dieses Geldinstitut wegen Zahlungsunfähigkeit seine Pforten für immer schließen muss, bzw. dass am Ende des Desasters eine Verstaatlichung der Bank steht.

Ist die Deutsche Bank die Blaupause von Lehman Brothers?

Also malen wir uns doch mal gemeinsam weiter aus, was passieren würde, wenn die Deutsche Bank tatsächlich eine Blaupause von Lehman Brothers wird. Wie müssen wir uns die Pleite der Deutschen Bank vorstellen? Vielleicht so: Zunächst einmal müssten sich weltweit Menschen, die in diesem Gewerbe anschaffen gehen, um einen neuen Job kümmern. So ca. 100.000 Menschen müssten sich, wohl aber auch aus Verzweiflung, aus dem Fenster schmeißen, oder sich mit ehrlicher Arbeit ihre Ein- und Auskommen sichern.

Okay, so ca. 600.000 Aktionäre würden auch dumm aus der Wäsche gucken. Na klar, wenn sie es merken, dass sie eine Aktienleiche im Depot haben, dann werden sie vor Wut überschäumen. Nun, das ist nicht weiter schlimm! Weit schlimmer wäre die Tatsache, dass es bei einem Bankrott Millionen Bankkunden treffen würde. Beseelte Lebewesen, die beim Ableben der Täuschebank erstens ihr Bankkonto verlieren, und zweitens, was noch weit schlimmer ist, ihr eingelegtes Fiat-Money nicht mehr wiedersehen.

Systemrelevant oder systemisch gefährlich?

Ich weiß, dass dieses Horrorszenario für Dich ziemlich bitter klingt, aber was wäre wenn dieses Szenario lediglich nur die Spitze eines Eisbergs darstellen würde, was dann? Ja, was wäre wenn das, was ich gerade vor meinem geistigen Auge sehe, Wirklichkeit wird? Ich möchte Dich jetzt nicht mit Fragen überfordern, welches Deine Vorstellungskraft übersteigt, sondern gleich Tacheles reden. Hier die Antwort. Am Schicksal der Deutschen Bank hängt auch das Schicksal des Euros. Die Bank, welche als systemisch relevant gilt, ist in Wirklichkeit systemisch gefährlich. Für das bessere Verständnis übergebe ich mich. Hier lies, was ich dazu gefunden habe:

„Die Deutsche Bank ist eines von 30 „systemisch relevanten Finanzinstituten“, und als europäisches Schwergewicht der Branche mitverantwortlich für die Referenzzinssätze LIBOR und EURIBOR und wichtig für ein laufendes Interbankengeschäft. Bräche letzteres wegen einer zahlungsunfähigen Deutschen Bank zusammen – wie Beispiel bei der Lehman-Pleite – würden schlagartig eine ganze Reihe europäischer Bank in kurzfristigen Refinanzierungs- und Liquiditätsschwierigkeiten kommen. Ein Domino-Effekt à la Lehman-Panik wäre die Folge.“ [1]

Gefahr für Mittel- und Kleinunternehmen

Kannst Du mir so weit folgen, oder übertrifft auch dies Deine Vorstellungskraft? Wenn ja, dann ist das auch nicht weiter schlimm. Hauptsache Du liest weiter. Es ist auch nicht weiter schlimm, wenn die Deutsche Bank Pleite geht. Weit schlimmer ist, dass hier eine Bank wegbrechen würde, welche bisher eine Heerschar deutscher Mittel- und Kleinunternehmer finanziert hat. Es würde die Hauptaufgabe der Deutschen Bank, nämlich die deutsche Konjunkturlokomotive auf Trab zu halten, wegfallen. Nur eine düstere Prognose?

Nein, die Deutsche Bank liegt auf dem Sterbebett und der Tod ist nicht mehr zu verhindern. Wahrlich kein „Spekulatius“, nein, das ist die traurige Aussicht für das Jahr 2019. Halt stopp, das ist nich meine prophetische Schau, was dieses Jahr auf uns zukommt, sondern nur das, was eh schon die Spatzen von den Dächern pfeifen. Guckst Du Video!


Wird mit dem Untergang der Deutschen Bank der Euro gleich mituntergehen?

Also nochmals für Schwerfällige: Wenn die Deutsche Bank stirbt, dann stirbt auch der Euro, die Wirtschaft, der schräge Vogel – Du und ich! Und alle, die bisher in einem Weltbild verhaftet sind, dass das Unvorstellbare niemals eintreten wird, die trifft es natürlich auch. Nun, damit uns das Unvorstellbare nicht gleich heute zufällt, dürfte die bunte Regierung „deutsch“ Maßnahmen ergreifen, welche der Deutschen Bank noch etwas Luft verschafft. So einfach in den Untergang reinschlittern lassen, das geht gar nicht. Dumm ist nur, dass unsere Politdarsteller die Deutsche Bank nicht so einfach retten können.

Auch die Commerzbank hängt am Haken

Das gilt auch für die angeschlagene Commerzbank, welche genauso wie die Deutsche Bank seit längerer Zeit auf der Intensivstation verweilt. Trotzdem krochen die Bosse der Deutschen Bank und der Commerzbank bei den bunten Experten der Firma „deutsch“ zu Kreuze. Okay, 23 Mal trafen sich die Chefs der Geldhäuser mit dem bunten Finanzminister Scholz, um die angeschlagenen Banken doch noch irgendwie zu retten. [2]

Nun, als Ergebnis kam dabei rum, dass diese Pleite-Banken erst einmal mit einer Fusion den Konkurs auf ein paar Monate nach hinten verschieben sollen. Da frage ich mich: Muss man jetzt die Finanz-Mathematik neu definieren? Gilt ab sofort, dass Minus plus Minus ein sattes Plus ergibt? Falls ich mich verrechnet habe und Du mit einer Handstandüberschlagsberechnung zu einem besseren Ergebnis kommst, dann kannst Du mir ja Deine spezielle Mathematik um die Ohren hauen. Ich bleibe dennoch dabei, dass die Fusion nur ein Zwischenschritt zur Verstaatlichung dieser Banken ist.

Und was das für Mutti Merkels Regierung bedeutet, das kannst Du sicher erahnen. Die Alternativlosigkeit in Person wird alle Schuld von sich weisen und die Schulden alternativlos an ihre Untertanen weitergeben. Waren die Mittel, um das Volk zu enteignen, bisher moderat, so wird danach die Enteignung richtig Fahrt aufnehmen. Nachzulesen in meinem Beitrag „Schleichende Enteignung, aber wer merkt das schon?“

Auslöser des Konkurses

Ein nicht mehr überschaubarer Berg an Derivaten

Und wenn Du mich nun fragst, was denn der Auslöser dieser großen Katastrophe sein wird, dann möchte ich auch diese Frage beantworten. Erst einmal zum „Ist-Zustand“, dem Zustand, dass die Deutsche Bank auf einem Derivate-Monsterberg sitzt. Ein Berg von Verbindlichkeiten aus Kontrakten, welche sich in eine Höhe hochgeschaukelt hat, die kein vernunftbegabtes Lebewesen noch irgendwie vom Verstand her erfassen kann.

„Insgesamt belaufen sich die möglichen Verbindlichkeiten aus diesen Kontrakten auf die Summe von 52 Millionen Millionen Euro, oder 52.000 Milliarden Euro, oder 52 Billionen Euro – alles zu finden in der letzten vollständigen Bilanz aus dem Jahr 2014, Abschnitt 1, Seite 125. Zur Jahresbilanz 2014 der Deutschen Bank“ [3]


„Das Gefährliche an diesem Derivatemonstrum ist allerdings, dass 47 Billionen Euro davon außerbörslich (OTC, Over-The-Counter) gehandelt sind – man weiß also nicht, mit wem die Deutsche Bank da um was gewettet oder wen gegen was gehedgt hat. Mit hoher Garantie laufen diese Derivate-Wetten aber auf alle Assetklassen und vor allem mit allen anderen großen Spielern – also dem Rest der systemisch wichtigen Institute.“ [4]

Wenn nur ein Bruchteil der Derivate schiefgeht, dann ….

So, und jetzt? Jetzt braucht es eine weitere Vorstellungskraft. Stell Dir nun also vor was passiert, wenn nur ein Bruchteil der Derivate schiefgeht? Eben genau das, was ich oben als Horrorszenario beschrieben habe. Die Deutsche Bank wird, weil sie kilometerweise bei anderen Großbanken in der Kreide steht, sofort zahlungsunfähig. Die Deutsche Bank könnte, auch wenn nur einige Milliarden an möglichen Verbindlichkeiten fällig werden, solch eine Summe aus eigener Kraft nicht mehr stemmen. Und schon sind wir da wohin die Reise geht. Die Verstaatlichung der Deutschen Bank ist die logische Konsequenz.

Noch was! Der Derivate-Ausfall würde eine Kettenreaktion nach sich ziehen. Und das heißt nichts anderes, dass auch andere Banken fallen werden. Der Tod der Deutschen Bank hat das Potential eine weltweite Pandemie auszulösen. Ist Dir dieses Szenario in Dein Bewusstsein gefallen? Wenn nein, dann ist auch das nicht weiter schlimm. Schlimm ist halt nur, dass wenn Du weiter nur bequem in Deinem Sessel bei einer Flasche Bier vor der Glotze sitzt, dass Dich dann die kommende Krise mit voller Härte treffen wird. Nun, falls für Dich dieser Beitrag ein Wachmacher ist, dann ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Es gibt durchaus Möglichkeiten dem Horrorszenario einigermaßen unfallfrei zu entkommen.

Zeit für Umdenken und Zeit in die Lösung zu gehen!

Erkennen, dass die fetten Jahre vorbei sind

Dazu bedarf es jedoch eines radikalen Umdenkens. Du musst erst einmal erkennen, dass die heile Welt, wie Du sie Dir erdacht hast, nur eine Illusion von Wirklichkeit ist. Und wenn Du das erkannt hast, dann wird sicher schnell die Realität in Dein Bewusstsein fallen. Die Realität, dass die fetten Jahre endgültig vorbei sind. Dir wird dann auch bewusst, dass die Zahl der Insolvenzen im Jahre 2019 weltweit, aber hauptsächlich in China, steigen wird.

Zu diesem Schluss kommt der Kreditversicherer Euler Hermes (eine Allianz-Tochter). Ein global agierendes Unternehmen, das gewissermaßen an der Kreditquelle sitzt, weiß genau wie es um die Kreditwürdigkeit der Unternehmen tatsächlich bestellt ist. Und diese Firma weiß auch wie groß der Anteil der Unternehmen ist, welche demnächst in die Pleite rutschen wird. Bisher leben diese Zombies noch, aber das wird sich schnell ändern. Und warum? Hier lies:

„Nun hat – wie stets auch Dr. Markus Krall betont – die ultralaxe Geldpolitik etwa der EZB Zombie-Unternehmen geschaffen, also Unternehmen, die bei „normalen“ Zinssätzen nicht am Markt überleben würden, weil sie nicht das liefern, was der Markt will oder braucht.“ [5]

Kurz und knapp: Zinserhöhungen werden diese Zombies vom Markt fegen! Also denke um und verstehe nun auch, dass die ersten Pleite-Kandidaten bereits schon vor der Türe stehen.

Sehe, dass die ersten Pleite-Kandidaten bereits schon vor der Türe stehen

Und das gilt vor allem im Lande der Chinesen, wo die Insolvenzen in 2019 um locker 20 % zunehmen dürften. Nun, bilde Dir jetzt nur nicht ein, dass die Firma BRD-GmbH außen vorbleibt. Nein, es wird weltweit zu solchen stark ansteigenden Pleitewellen kommen. Und wenn Dir durch Umdenken auch noch der Gedanke zufällt, dass durch diese Pleiten die Masse Mensch ohne Arbeit und Brot dasteht, dann liegst Du gar nicht so verkehrt. Du liegst goldrichtig!

In die Lösung gehen – das heißt sich vor der schleichenden Enteignung zu befreien

Und wenn Du durch Umdenken dieses Schreckensszenario verstanden hast, dann wirst Du sicher durch gute Gedanken eine Lösung finden, wie Du aus dieser Nummer wieder einigermaßen unfallfrei rauskommst. Ich denke da zum Beispiel daran das Ersparte, das Guthaben, von der Bank abzuheben und nur so viel auf den Konten zu belassen um die monatlichen festen Kosten zu begleichen. Das ist sicher nicht verkehrt.

Denn Dir ist ja jetzt, nach dem Lesen dieses Beitrages, bewusst geworden, dass Dein „Vermögen“ auf der Bank nicht sicher ist. Ich könnte jetzt noch weitere Vermögensretter anführen, aber da ich mich darüber schon in anderen Beiträgen wie „Schleichende Enteignung, aber wer merkt das schon?“ ausführlich geäußert habe, setzte ich hier nun einen Schlusspunkt – nein, ein dickes Ausrufezeichen!

Beste Grüße Dein Martin M. Luder (info-at-lefpilk.de)

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Quellenangaben, Fußnoten und Weiterführendes

1, 3, 4.https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/sargnagel-des-euros-und-was-wenn-die-deutsche-bank-doch-pleite-geht_H1013322922_245706/
2.https://www.handelsblatt.com/finanzen/banken-versicherungen/bankenfusion-bundesregierung-ist-offen-fuer-fusion-von-commerzbank-und-deutscher-bank/23856680.html?ticket=ST-1584524-uORGGNyKskNWoopE2bn4-ap2
5.https://finanzmarktwelt.de/kreditversicherer-euler-hermes-die-fetten-jahre-sind-vorbei-insolvenzen-werden-2019-weltweit-aber-vor-allem-in-china-stark-steigen-114717/