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Der Kampf der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“ gegen Deutschland

von

Die SPD-eigene Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hat Mitte Februar 2018 eine politische Kampfschrift unter dem Titel „Leitbild und Agenda für die Einwanderungsgesellschaft“ veröffentlicht.1

Danach soll Deutschland in ein neutrales Siedlungsgebiet von Menschen unterschiedlichster Kulturen verwandelt werden, wo das deutsche Volk mit seiner Kultur nicht mehr Herr im Hause ist, sondern nur Teil einer Vielfalt von religiösen und kulturellen Lebensformen, in der es schließlich absehbar als Minderheit überstimmt und verdrängt werden wird.

Die „Stiftung“, eine globalistische Denkfabrik mit 660 Mitarbeitern, die hauptsächlich mit Bundesmitteln aus Steuern finanziert wird, ist weder rechtlich noch wirtschaftlich eine Stiftung, sondern ein eigetragener Verein und bietet so symptomatisch das gleiche Erscheinungsbild wie die SPD: Es ist nicht drin, was der Name vorgibt. Im Auftrag dieser Theorienfabrik zur Beeinflussung von Politik, Medien und den Kreuzchen-Lieferanten hat eine Kommission von 38 „Experten“ unter Vorsitz der vormaligen SPD-Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, diesen Leitfaden zur Umwandlung Deutschlands zusammengeschrieben.

Unter den „Experten“ sind 13 mit Migrationshintergrund, die entsprechende Vereinigungen wie den Zentralrat der Muslime vertreten, die Türkisch-Islamischen Union DITIB, den Liberal-islamischen Bund, die Türkische Gemeinde in Deutschland und die „DeutschPlus-Initiative für eine plurale Republik“ oder als Beauftragte für Migration und Integration, als SPD-Politiker oder an Hochschulen im Bereich Integrations- und Migrationsforschung wirksam sind. Die Kommission liefert, was von vorneherein als Agenda der politischen Linken beabsichtigt ist. Neun Professoren oder Dozenten an Hochschulen sind dabei. Wissenschaftler, die sich für so etwas hergeben, haben sich als Prostituierte der Politik gründlich disqualifiziert.

Einwanderungsland

Die grundlegende Voraussetzung, von der man ausgeht und die ständig auffällig wiederholt wird, lautet, Deutschland sei ein Einwanderungsland und zwar bereits seit Jahrhunderten.

Immer wieder hat sich die Zusammensetzung der Bevölkerung auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland durch Einwanderung, Flucht und Arbeitsmigration verändert.“ (S. 4)

„In der Mitte Europas liegend, war das heutige Deutschland historisch betrachtet über die Jahrhunderte immer eine Region mit Ein- und Auswanderung. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs galten die Flüchtlinge und Vertriebenen vielerorts als Neueinwanderinnen und Neueinwanderer und es wurden Integrationsdebatten geführt. 1955 begann mit einem ersten Anwerbeabkommen für damals „Gastarbeiter“ genannte ausländische Arbeitskräfte in der Bundesrepublik eine neue Phase der Einwanderung.“ (S. 10) „In einer zunehmend globalisierten Welt wird es immer Ein- und Auswanderung geben.“ (S. 5)  

Ist Deutschland ein Einwanderungsland? Mit der Behauptung werden zwei notwendige Differenzierungen übergangen. Zum einen wird nicht zwischen dem, was ist und dem, was sein soll, unterschieden. Der jetzige Zustand, dass Menschen ungehindert und unkontrolliert in Massen nach Deutschland einwandern können, trägt nicht die Begründung in sich, dass es auch so sein soll, d.h. ob und in welchem Ausmaß es vernünftig ist und vom hier ansässigen Volk gewollt wird. Die „schon länger hier Lebenden“ sind zu dieser das Leben im eigenen Lande total verändernden res publica (öffentlichen Sache) nie gefragt worden. Die Entscheidung darüber haben nur die das Volk Beherrschenden getroffen.

Zum zweiten wird nicht auf den Unterschied zwischen den früheren und den gegenwärtigen Einwanderungen eingegangen. Es wird ausgeblendet, dass alle Einwanderungen in der Vergangenheit aus europäischen Völkern, also verwandten Kulturen erfolgt sind und zur vollständigen Integration in das deutsche Volk geführt haben. Die Flüchtlinge und Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg waren sogar Angehörige des deutschen Volkes, die mit den jetzigen Flüchtlingen und Migranten aus Asien und Afrika überhaupt nicht verglichen werden können. Diese sind aufgrund ihrer völlig andersartigen Werte und Religion zum allergrößten Teil in die hiesige Kultur nicht integrierbar und, wie die Erfahrung zeigt, auch nicht willens. Offensichtlich wird das nach dem SPD-Leitbild auch nicht angestrebt.

Mit dem Anwerben der „Gastarbeiter“ war, wie der Name schon ausdrückt, keine Einwanderung beabsichtigt. Sie ist es dadurch geworden, dass viele Gastarbeiter mit ihren Familien hier geblieben sind. Dies war auch mit den Menschen aus den südeuropäischen Ländern kein Problem, die sich allmählich integriert haben. Anders aber die vielen aus der Türkei, von denen sich nur relativ wenige wirklich integrierten, die meisten sich jedoch weitgehend in Parallelgesellschaften mehr oder weniger abgeschlossen haben.

In der Ölkrise 1973 verordnete die damalige Bundesregierung unter SPD-Kanzler Willi Brandt einen Anwerbestopp. Brandt sagte zur Begründung:

Dies ist keine feindselige Haltung gegenüber ausländischen Arbeitnehmern, aber wir müssen in einer solchen Situation zuerst an unsere eigenen Landsleute denken.“

Der spätere Bundeskanzler Helmut Schmidt hielt es laut Hamburger Abendblatt 2004 in der historischen Rückschau für einen

Fehler, dass wir zu Beginn der sechziger Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.“ „Er glaube“, so Schmidt 2005, „dass wir uns übernommen haben mit der Zuwanderung von Menschen aus völlig anderen kulturellen Welten.“ Und weiter: „Sieben Millionen Ausländer in Deutschland sind eine fehlerhafte Entwicklung.“ „Die Zuwanderung (…) aus dem Osten Anatoliens oder aus Schwarzafrika“ löse das demographische Problem nicht, sondern schaffe „nur ein zusätzliches dickes Problem.“

Und 2008 warnte Helmut Schmidt:

Wer die Zahlen der Moslems in Deutschland erhöhen will, nimmt eine zunehmende Gefährdung unseres inneren Friedens in Kauf.“ 2

Solche Worte wie die der alten SPD-Gestalten kommen den heutigen SPD-„Arbeiterverrätern“ und -Volksgegnern nicht mehr über die Lippen.

Also die ganz andersartigen früheren Einwanderungen und die „fehlerhafte Entwicklung“ der Gastarbeiter können nicht zur Legitimation der gegenwärtigen Massen-Einwanderungen herhalten. Auch dass es

in einer zunehmend globalisierten Welt (…) immer Ein- und Auswanderung geben“

werde, ist eine Phrase, die nicht suggerieren kann, auch jeden aufzunehmen. Und wenn es dann heißt:

Davon unabhängig ist die humanitäre Verpflichtung, Flüchtlinge aufzunehmen, wie es Artikel 16 GG, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Genfer Flüchtlingskonvention vorsehen“,

ist das eine weitere Irreführung.

Hier wird wieder bewusst nicht zwischen Asylberechtigten, Kriegsflüchtlingen und Migranten unterschieden. Asylsuchende kommen gegenwärtig alle aus sicheren Drittstaaten und werden entgegen des wohl hier gemeinten Art. 16a GG, der für solche das Asylrecht gerade ausschließt, ins Land gelassen. Zudem bleiben noch keine 1 % übrig, denen ein Asylrecht zugestanden wird. Kriegsflüchtlinge, die etwa ein Drittel aller Zuwanderer ausmachen, müssen wieder zurück, wenn ihnen in ihrer Heimat keine Gefahr mehr droht. Beide Gruppen sind also keine Einwanderer, sondern nur die größte Gruppe, die Migranten, die hier ein besseres Leben suchen. Für sie fehlt ein geordnetes Einwanderungsverfahren, das an den Bedürfnissen Deutschlands orientiert ist. Von einem geordneten, auf dem Willen des Souveräns beruhenden Einwanderungsland kann also keine Rede sein.

Nach den Allgemeinen Menschenrechten ist Deutschland nicht verpflichtet, jeden Zuwanderungswilligen aufzunehmen. Wer das suggeriert, spricht nicht die Wahrheit. Der frühere Bundesverfassungsrichter Prof. Udo Di Fabio hat dies vollkommen klargestellt:

„Das Grundgesetz garantiert jedem Menschen, der sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befindet und ihrer Herrschaftsgewalt unterworfen ist, eine menschenwürdige Behandlung (Art. 1 Abs. 1 GG).

Das Grundgesetz garantiert jedoch nicht den Schutz aller Menschen weltweit durch faktische oder rechtliche Einreiseerlaubnis. Eine solche unbegrenzte Rechtspflicht besteht auch weder europarechtlich noch völkerrechtlich. Entsprechende unbegrenzte Verpflichtungen dürfte der Bund auch nicht eingehen. Eine universell verbürgte und unbegrenzte Schutzpflicht würde die Institution demokratischer Selbstbestimmung und letztlich auch das völkerrechtliche System sprengen, dessen Fähigkeit, den Frieden zu sichern, von territorial abgrenzbaren und handlungsfähigen Staaten abhängt.“ 3

Mit alldem fällt die ganze Behauptung, Deutschland sei ein Einwanderungsland, samt ihrer unglaublich oberflächlichen, schlampigen, unwissenschaftlichen und tendenziösen Begründung in sich zusammen.

Aushandeln des Zusammenlebens

Ein zentraler Ansatz der SPD-Kommission ist die Art und Weise wie „Alteingesessene“ und „Neueingewanderte“ miteinander leben sollen. Einwanderer sollen nicht gezwungen werden können, sich einer bestehenden „Identität“ der Deutschen anzupassen oder sich gar in sie einzugliedern. Gemeinsame Grundlage des Zusammenlebens soll nur das Grundgesetz sein.

Kollektive sowie individuelle Identitäten sind nie statisch“, heißt es. „Also gibt es auch nicht die eine und für alle gültige deutsche Identität. Zugehörigkeit zur Gesellschaft kann vielmehr erworben werden. Weil Identitäten sich stetig verändern und Werte sich wandeln, muss gesellschaftlicher Zusammenhalt immer wieder neu ausgehandelt werden (Hervorhg. hl). Dieser entsteht aus dem, was Menschen im Denken teilen und aus dem praktischen Alltagsleben heraus. Aus Sicht der Kommission sind zentrale Gemeinsamkeiten die Anerkennung der rechtlichen Ordnung, die Akzeptanz des Sozialstaats, die Bereitschaft, sich an der Demokratie zu beteiligen und den anderen in seiner Andersartigkeit zu respektieren.“ (S. 6)

Mit anderen Worten: Eine Integration braucht nur zur Anerkennung des Grundgesetzes und der darauf aufbauenden rechtlichen Ordnung zu führen, wofür auch das Erlernen der deutschen Sprache notwendig sei. „Deutsche Kultur“, die die Identität der Deutschen ausmacht, taucht in dem Text nicht auf. Dies entspricht ja auch dem Kenntnisstand der Vorsitzenden, der türkischstämmigen Aydan Özoguz, die am 14.5.2017 im tagesspiegel schrieb:

„Eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar. … Einwanderern kann man keine Anpassung an eine vermeintlich tradierte Mehrheitskultur per se verordnen, noch unterstellen, dass sie Nachhilfeunterricht benötigen, weil sie außerhalb unseres Wertesystems stünden.“ 4

Lediglich etwas später im Text, wo von auch notwendigen gemeinsamen Werten für einen Zusammenhalt die Rede ist, wird auch kurz die Frage einer „kulturellen Identität“ erwähnt. Doch

sind Identitäten – ebenso wie Werte – veränderbar. Zu einer freiheitlichen Gesellschaft gehört, dass ein Mensch seine Identitäten wandeln kann und also das Recht hat, ein anderer oder eine andere zu werden.“

Also Eingesessene wie Einwanderer können ihre Identität wandeln. Das ist Sache des gleichberechtigten  Aushandelns in einem Prozess, der zum Zusammenhalt führt. Dieser

lässt sich nicht politisch verordnen oder regeln, sondern entsteht im gesellschaftlichen Leben. Dabei ist es in der freien Gesellschaft auch eine Option, sich nicht in solchen Prozessen zu engagieren.“ (S. 16) –

Das ist die Legitimation von Parallelgesellschaften.

Eine Vielzahl von Gruppen unterschiedlicher Lebensweisen, religiöser Bindungen, politischer Orientierungen und kultureller Prägungen soll, irgendwie zusammengehalten durch die freiheitliche Grundordnung des Grundgesetzes, von vorneherein gleichberechtigt neben oder mit „Alteingesessenen“ hier leben. Dabei ist zweierlei absehbar, was man natürlich weiß:

1.   Das Verhaftetsein der großen Masse der „Einwanderer“ in traditionellen Blutsgemeinschaften und im Islam, in denen der einzelne Mensch religiös und gesellschaftlich totalitär von oben determiniert wird, kann eine allgemeine Anerkennung des Grundgesetzes mit seiner demokratischen Ordnung, die auf der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums beruht, unmöglich entstehen lassen.5 Dazu müssten sie gerade in die europäisch-deutsche Kultur integriert werden, aus der das freiheitliche Grundgesetz herausgewachsen ist. Dies aber setzt ein inneres Herauslösen aus dem seelischen Zwangssystem der Blutsgemeinschaft und des Islam voraus, das nur wenige vollziehen. Die wachsende Zahl solcher Zuwanderer aber muss zu zunehmenden Auseinandersetzungen bis hin zu Bürgerkriegen führen.

2.   Es ist absehbar, dass der nicht abreißende Zustrom und schon allein der wachsende Geburtenüberschuss bei den Menschen mit Migrationshintergrund die Deutschen bald in die Minderheit drängen werden. Und man kann sich nach aller historischen Erfahrung ausrechnen, dass mit wachsender Mehrheit die radikalen Vertreter des Islam immer mehr die Durchsetzung des Scharia-Rechts fordern und betreiben werden. Es lässt sich voraussehen, wie schon an anderer Stelle bemerkt, dass die Deutschen nach ihren eigenen formalen demokratischen Regeln vor die Alternative gestellt werden, sich nun umgekehrt in eine islamisch geprägte Gesellschafts- und Rechtsordnung zu integrieren oder das eigene Land zu verlassen. Dann könnten sie zu spät an das Wort ihres vergessenen Dichterfürsten und Weimarer Ministers Johann Wolfgang Goethe erinnert werden: „Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten.“ Das würde das Ende Deutschland als europäische Kulturnation bedeuten.

Kampf gegen die deutsche Kultur

Daran zeigt sich, dass es sich bei der ganzen Flüchtlings- und Einwanderungspolitik der politischen Klasse im Grunde um einen ungeheuren Kulturkampf handelt, den Kampf gegen das Volk als Kulturgemeinschaft und hier speziell gegen das deutsche Volk und seine Kultur. Via grenzenlose Einwanderung wird die Existenz einer spezifisch deutschen Volks-Kultur einfach ignoriert oder überhaupt geleugnet.

Wer eine kulturhistorisch ungebildete türkischstämmige Migrantin mit ihren Migrationsinteressen zur Integrationsministerin macht, bedient sich ihrer für seine Ziele. Sie war nicht die eigentlich Handelnde, sondern Instrument in der Hand der globalen Migrationsstrategen, zu denen die Sozialistische Internationale gehört, und ihrer deutschen Vasallen in der SPD, deren Ziel es ist, „monokulturelle Staaten auszuradieren“, wie der Erste EU-Vize-Kommissionspräsident, der Sozialist Frans Timmermans, EU-Parlamentariern einbläute. Die Zukunft der Menschheit beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einer vermischten Superkultur. Die Massenmigration nach Europa ist kein Zufall, sondern Ergebnis gezielter globaler Planung, wie bereits in Artikeln dieses Blogs nachgewiesen wurde.6

Volksidentität und deutsche Kultur

Die Existenz einer spezifischen deutschen Kultur zu bezweifeln, ist natürlich Ausfluss von Dummheit und Ungebildetheit. Linke Philosophen greifen auch lieber zum Mittel der Diffamierung insbesondere solcher Philosophen des deutschen Idealismus wie Johann Gottlieb Fichte, deren Philosophie nationalistisch sei und die Ideologie des späteren Nationalsozialismus mit vorbereitet habe. Für die meisten deutschen Politiker ist das Volk als Kulturgemeinschaft, die es zu schützen gelte, nicht vorhanden. Und in den Lesebüchern der von der Ideologie der Herrschenden bestimmten staatlichen Schulen sind Texte der deutschen Klassik kaum noch zu finden. Die Jugend wächst gar nicht mehr in eine spezifisch deutsche Kultur hinein, die auch im öffentlichen Leben unter der alles gleichmachenden Decke des materialistischen „American way of life“, die ganz Europa überzogen hat, weitgehend verborgen ist.

Unmittelbar nach der Katastrophe des Zweiten Weltkrieges haben sich noch viele auf die Schätze der europäischen Kultur zurückbesonnen, die sich aus den Kulturen der verschiedenen europäischen Völker zusammensetzt. So beschwor der Spanier Salvador de Madariaga in seinem „Porträt Europas“ (1952) dessen geistigen Reichtum mit den Worten:

Gleich Sternen stehen an Europas geistigem Firmament die feurigen Augen Dantes, die klaren Augen Shakespeares, die heiteren Augen Goethes und die gequälten Dostojewskis. Ewig lächelt uns das Antlitz der Gioconda (Mona Lisa), für ganz Europa ließ Michelangelo die Gestalten des Moses und des David aus dem Marmor steigen, schwingt sich die Bach`sche Fuge in mathematisch bewältigter Harmonie empor …“ usw.7

In dem Kranz europäischer Kultur liege die deutsche wie in einem Zentrum in der Mitte. So empfindet es de Madariaga und schreibt, eines deutschen Nationalismus unverdächtig:

„Deutschland bildet das Herzstück Europas, ist im Mittelpunkt seines Körpers, am Gipfel seines Geistes, in den innersten Räumen seines bewussten und unbewussten Wesens: die Quelle seiner erhabensten Musik, Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichte, Technik – sie alle sind undenkbar ohne Deutschland.

Wenn Deutschland fällt, so fällt Europa. Wenn Deutschland verrückt wird, so wird auch Europa verrückt. Die moralische Gesundheit des deutschen Volkes ist eine der Hauptbedingungen für die moralische Gesundheit Euro­pas, ja für seine Existenz selbst.“ 8

In den innersten Räumen seines bewussten und unbewussten Wesens lebt das spezifisch deutsche Streben – wie es in der deutschen Klassik, Romantik und idealistischen Philosophie besonders zum Ausdruck kam – nach Innerlichkeit, die sich mit dem Innersten der Welt, dem Göttlich-Geistigen als eins empfindet. Dies kennzeichnet auch die spezifische mitteleuropäische Musik, die eine Musik der spirituellen Innerlichkeit ist. Große internationale Musiker, wie der seit Jahrzehnten in Berlin als Dirigent wirkende jüdisch stämmige Argentinier Daniel Barenboim, wissen das zu würdigen. Er weist darauf hin, dass jedes Volk wie eine spezifische Sprache so auch eine spezifische Musik habe. Und er fühlt sich verpflichtet, diese spezifisch deutsche Musik zu pflegen und zu bewahren. In diesem Sinne bezeichnet er sich als einen „überzeugten kulturellen Nationalisten“ und sagt in einem Interview:

 „Als kultureller Nationalist sage ich vielmehr: Es gibt einen deutschen Klang für Beethoven und Wagner, und es gibt einen tschechischen Klang für Dvořák und Smetana. Und das ist nichts Dumpfes oder Böses, sondern das kann man analysieren und beschreiben. Im italienischen oder spanischen Repertoire, so hat es mir der Dirigent Rafael Kubelík einmal erklärt, rufen die Trompeten zum Tod – in der tschechischen Musik rufen sie zum Tanz. Diese Unterschiede kann man lernen. Problematisch, faschistisch wird es erst, wenn man sagt, die tschechische Trompete darf nur von tschechischen Trompetern gespielt werden, und Beethovens Neunte klingt nur richtig „deutsch“, wenn ein deutscher Dirigent am Pult steht.  … Was für ein Land typisch ist, was seine Eigenart ausmacht, stellt doch keinen Wert oder Unwert dar! Die Sprache eines Landes ist nicht moralisch! … Es gibt Menschen, die beherrschen fremde Sprachen akzentfrei, ich gehöre leider nicht dazu. Aber genau das müssen wir lernen. Der deutscheste aller deutschen Pianisten ist für mich bis heute Claudio Arrau. Er kam aus Chile.“ Doch: „Die deutsche Seele erschließt sich nicht in zwei Monaten.“ 9

Wie es in keinem anderen Volk so intensiv veranlagt ist, strebt der typische Deutsche danach, allen Dingen auf den Grund zu gehen, nicht an der Oberfläche zu bleiben, sondern zu den letzten Ursachen vorzudringen, aus denen alles hervorwächst. Die letzten Ursachen aber liegen im Geiste, in den schöpferischen Kräften einer höheren übersinnlichen Welt, die aller sinnlich physischen zugrunde liegt. In diesem Streben gingen aber die Vertreter der deutschen Romantik, Klassik und der Philosophie des deutschen Idealismus über die Religion als Glaubensinhalt hinaus. Sie strebten nach Erkenntnis. So formulierte der Philosoph Friedrich Wilhelm Schelling geradezu:

Die deutsche Nation strebt mit ihrem ganzen Wesen nach Religion, die mit Erkenntnis verbunden und auf Wissenschaft begründet ist. … Wiedergeburt der Religion durch die höchste Wissenschaft, dieses ist eigentlich die Aufgabe des deutschen Geistes, das be­stimmte Ziel aller seiner Bemühungen.“ 10

Daraus ergibt sich, dass die mitteleuropäischen Völker in besonderem Maße dazu veranlagt sind, die zivilisatorische Sackgasse des Materialismus zu überwinden, der wie eine Betondecke auf den Köpfen lastet. Dies hat der Schweizer Kulturhistoriker Jacob Burckhardt (1818-1897) klar gesehen, indem er hoffnungsvoll schrieb:

Wenn der deutsche Geist noch einmal aus seinen innersten und eigensten Kräften gegen diese große Vergewaltigung durch die äußere, materielle Zivilisation reagiert, wenn er ihr eine neue Kunst, Poesie und Religion entgegenzustellen imstande ist, dann sind wir gerettet. Ich sage Religion, denn ohne ein überweltliches Wollen, das den ganzen Macht- und Geldrummel aufwiegt, geht es nicht.“ 11

Die ungeheure seelische Leere des Materialismus lässt sich nicht mit Materie füllen, sondern nur mit seelisch-geistigen Inhalten, die aus einer klaren wissenschaftlichen Überwindung der materialistischen Suggestion zu gewinnen sind. Die aber soll mit allen Mitteln verhindert werden. Dem dienen auch die bisherigen politischen Parteien, von denen die SPD nur ein Beispiel ist, aus denen die Herrschaft der Schlechtesten hervorgeht, die sich mit Hilfe ihrer Medien als Parteien-Oligarchie – Arm in Arm mit den Kirchen – auch zur Herrschaft über die Seelen aufgeschwungen haben.

Hoffen wir, dass Friedrich Hölderlin recht hat mit seinen Worten: „Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.“ Doch das Rettende muss aus dem Willen der Deutschen selbst ergriffen werden.

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1    Leitbild und Agenda
2    https://www.youtube.com/watch?v=gYs0hb04HZw
3    Gutachten Prof. Di Fabio, S. 118, 119
Siehe auch den Artikel: Fortgesetzter Verfassungsbruch
4    tagesspiegel.de 14.5.17
5    Islam, Sippenbindung und europ. Geistesentwicklung
6    Globale Planung der Massenmigration;
Gelenktes Fliehen;
Das Netzwerk des George Soros
7    Vgl. Das eigentliche Europa
8    Vgl. Deutscher Geist und deutsche Seele
9    zeit.de 22.3.2012
10  Zitiert nach: Volk oder Bevölkerung
11  Zitiert nach: Cyril Moog: Der neue Mensch, 2018, S. 22


Quelle und Kommentare hier: