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Bundesweite Katastrophenübung: Gasmangel im tiefsten Winter – Wird der Fall simuliert, falls Russland das Gas abstellt?

In einer bundesweiten Übung simulieren Katastrophenschützer seit Mittwoch Probleme bei der Gasversorgung in einem besonders kalten Winter. An der zweitägigen Übung „LÜKEX 2018“ seien insgesamt bis zu 3.000 Menschen beteiligt, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Nach dem Szenario soll es bei minus 25 Grad zu einem Gasmangel und damit Versorgungsproblemen kommen. Schwerpunkte der Übung, an der auch die großen Unternehmen der Gasindustrie teilnehmen, sind Bayern und Baden-Württemberg.

Ziel sei es, die Kommunikationswege und Absprachen zwischen Behörden von Bund und Ländern und der Industrie einzuüben. Im Fall einer Gasknappheit würden Energieunternehmen und schließlich der Staat entscheiden, welche Betriebe noch versorgt würden, hatte BBK-Chef Christoph Unger vor kurzem erklärt.

In der Realität funktioniert die Erdgasversorgung in Deutschland sehr zuverlässig. Nach dem Monitoringbericht der Bundesnetzagentur zur Energieversorgung waren etwa 2016 die Gasverbraucher im Schnitt über das ganze Jahr nur für gut eine Minute von Gasversorgungsstörungen betroffen. (dpa)