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Bildungskatastrophenstadt Berlin: Drittklässler können weder Lesen noch Rechnen

von Birgit Stöger

Bildungswüste Berlin: Ein Drittel der Drittklässler im rot-rot-grün regierten Berlin erreichen nicht einmal den Mindeststandard beim Lesen und Rechnen. Die katastrophalen Ergebnisse der sogenannten Vera 3-Erhebung, die das ganze Desaster aufzeigt, sollten eigentlich nicht veröffentlicht werden. SPD Bildungssenatorin Scheer wollte die Daten nicht herausrücken.

VERA ist die Abkürzung für „VERgleichsArbeiten“ und erhebt seit 2004 den Leistungsstand von Schülern der 3. und der 8. Jahrgangsstufe in allen 16 Bundesländern in den Hauptfächern Deutsch und Mathematik. Berlin schneidet hierbei seit Jahren katastrophal ab und zeigt Jahr für Jahr das Bildungsdesaster, das eine linke Bildungspolitk anrichten kann, auf.

SPD Bildungssenatorin Scheer will Daten nicht herausrücken

So erreichen in Berlin seit Jahren ein Drittel der Drittklässler der staatlichen Schulen noch nicht einmal den Mindeststandard. Das gilt sowohl für den Bereich Lesekompetenz wie auch für den Sprachgebrauch. Genauso düster sieht es in den mathematischen Teilbereichen „Größen und Messen“ und „Raum und Form“ aus.

Dieses Jahr wurde – anders als bei Vera 3 im Vorjahr  – keine Rechtschreibleistung geprüft. Um diese Bildungskompetenz ist es noch schlechter bestellt. Als diese im Vorjahr abgefragt wurde, lieferten rund die Hälfte der Drittklässler nicht einmal den Mindeststandard ab.

SPD-Bildungs-Staatssekretär Mark Rackles hat sogleich auch eine sozialdemokratische Erklärung für das Bildungsdesaster. Die Vergleichsarbeiten würden eine „bewusste Überforderung“ der Schüler bedeuteten, da sie Bildungsstandards abfragten, die erst nach eineinhalb Jahren am Ende der Jahrgangsstufe 4 erreicht werden müssen.

SPD Bildungssenatorin Scheer will Daten nicht herausrücken

Das die politisch Verantwortlichen mit solch einer Bankrotterklärung linker Bildungspolitik nicht gerne hausieren gehen, liegt auf der Hand. Bereits 2017 hatte die hoch umstrittene Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nach einem monatelangen Versteckspiel um die Vera-Daten im Oktober 2017 mitgeteilt, dass sie künftig unter Verschluss bleiben sollten.

Der Neuköllner SPD-Abgeordnete Joschka Langenbrinck beharrte jedoch auf die Bekanntgabe der Ergebnisse und berief sich hierbei auf das Auskunftsrecht der Abgeordneten. Seit dem Frühjahr erhöhte er den Druck auf seine Parteigenossin Scheeres und forderte, mit den Ergebnissen der Vergleichsarbeiten „transparent“ umzugehen. Mit – teilweisem – Erfolg.

Die Bildungsverwaltung veröffentlichte die Resultate der Drittklässler (Vera 3) am Mittwoch im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage Langenbrincks. Jedoch wurden – wie der Tagesspiegel berichtet – die Daten erstmals nur pauschal mitgeteilt. Nicht aufgeführt sind die separate Ausweisung nach Herkunftssprache und Geschlecht der Schüler. Der Grund für diese Auslassung wurde nicht genannt.

Seit der 2015 stattgefundenen Massenflutung staatlicher Bildungseinrichtungen durch Migrantenkinder, die weder über ausreichende Deutschkenntnisse noch Kenntnis über hiesige kulturelle Gepflogenheiten haben, wird sich das eh schon im unteren Bereich angesiedelte Bildungsniveau für jene, die schon länger hier lernen, auf lange Sicht nicht verbessern. Und das gilt nicht nur für das bildungs- und geschellschaftspolitische Schlusslicht Berlin. (SB)