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Bekloppte und Bescheuerte

Von (real)Asmodis

Vorsicht, jetzt folgt mal wieder ein Frustbeitrag aus dem Land der Bekloppten und Bescheuerten! Warum Bekloppte und Bescheuerte?

Ganz einfach – denkt doch mal nach (auch wenn’s vielleicht ungewohnt ist oder sogar schwer fällt). Wir haben Schülerproteste gegen den Klimawandel, dazu angetan, unsere Politclowns zum Handeln zu motivieren.

Aber worüber regt man sich auf? Nicht etwa über untätige bzw. mental limitierte Politiker und über Klimaprobleme, sondern über Schüler, welche im Rahmen derartiger Demos (nicht, dass die m. E. irgendwas verändern würden) die Schule schwänzen.

Wir haben Armutsrenten und Kinderarmut, dazu supereiche Steuerbetrüger, aber an die traut sich keiner ran und die werden von ganz oben sogar noch gefördert. Da gibt es die Diskussion über Dieselfahrverbote, doch andere Stickoxid- und Feinstaubquellen wie bspw. Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe werden nicht einmal erwähnt. Das zwischen Diesel und Heizöl lediglich ein steuerlicher Unterschied besteht bemerkt natürlich auch keiner.

Es gibt plötzlich diese Offensive von wegen Elektroautos, angeblich aus Gründen des Umweltschutzes, doch wo einerseits der Strom und andererseits die Rohstoffe dafür herkommen sollen, danach fragt keiner. Und nach der CO2-Bilanz schon gar nicht!

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Besorgt euch doch künftig einfach ein Elektroauto mit Anhängerkupplung. Warum? Weil die zu einer ganz enormen Reichweitenerhöhung führt!

Wieso???

Ganz einfach: Auf den Anhänger packt ihr ein Notstromaggregat. Das dürft ihr mit Heizöl betreiben und es liefert dem E-Auto den Strom. Im Endeffekt fahrt ihr dann ganz legal einen steuerbefreiten Diesel, für den keinerlei Abgasgesetzgebung mehr anwendbar ist!

Wir haben zahllose Menschen, die von ihrer Arbeit nicht leben können und einen zur Armut führenden Mindestlohn auf der einen sowie eine Wirtschaft, die unbedingt boomen muss, auf der anderen Seite.

Erhöhungen des Mindestlohnes werden auf Empfehlung der Comedytruppe unter der (Zirkus?) Kuppel in Berlin mit Arbeitszeitreduzierung bei gleichbleibendem Arbeitspensum aufgefangen, was einem Akkord durch die Hintertür gleichkommt.

Da wird die Digitalisierung der Schulen befürwortet, doch warum Achtklässler nicht vernünftig Lesen, Schreiben und Rechnen können oder die Schulklos so verkommen sind, dass selbst Kanalratten lieber Reißaus nehmen, danach fragt keiner.

Wir haben einen der niedrigsten Bildungsetats in Europa und dennoch werden unsere so genannten “Volksvertreter” (nicht selten selber ohne Berufs- oder Bildungsabschluss) nicht müde, von einer Bildungsoffensive zu faseln.

Großunternehmen wie Telekom, Siemens, VW usw. entlassen tausende von hochqualifizierten Mitarbeitern, doch gleichzeitig haben wir angeblich einen Fachkräftemangel und bergeweise “unqualifizierte” Arbeitslose. Kommt eigentlich noch jemandem zu Bewusstsein, wie sehr sich solche Angaben beißen?

Der Datenschutz wird ganz groß geschrieben – so groß, dass er längst schon kontaproduktiv ist: Konzerne wie Amazon, FB oder Google spionieren ganz legal alles aus, aber der kleine Dorfverein wird zum Nachteil seiner Mitglieder gegängelt und kann langjährigen Mitgliedern mangels Kenntnis nicht mal mehr zum hundertsten Geburtstag gratulieren.

Wir haben eines der strengsten Waffengesetze der Welt, aber so etwas wie die “Viper” oder die “Impact” (die hinsichtlich ihrer Wirkung durchaus mit einer US-amerikanikanischen Polizeipistole konkurrieren kann) ist frei verkäuflich; die “Ranchero Arrow” gilt sogar als Spielzeug!

Als künftiges Rentenalter sind bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 69 Jahren in der Unterschicht inzwischen ernsthaft 70 bis 73 Jahre im Gespräch, obgleich Deutschland rentenmäßig ohnehin schon das Schlusslicht bildet: Soll wohl keiner mehr das Rentenalter erreichen u. d. h. malochen bis zum Umfallen!

Da bekommt man von der BfA eine Übersicht über den Versicherungsverlauf, stellt fest, dass drei Arbeitsjahre fehlen, legt Widerspruch ein und erfährt, dass zwei dieser Jahre nicht als Lebensarbeitszeit anerkannt werden, weil der frühere Arbeitgeber die Meldung bei der Rentenversicherung versäumt hat. Ein zufälliges Gespräch mit einem selbständigen Handwerksmeister ergibt, dass so eine Vorgehensweise allgemein üblich ist um Gelder einzusparen.

Der Dumme ist immer der Arbeitnehmer, der das erst im Nachhinein – u. U. Jahre später – erfährt und bei dem dann obendrein noch die Beweislast liegt; ob entsprechende Beweise überhaupt seitens der BfA Berücksichtigung finden steht auf einem ganz anderen Blatt. Folglich: Wer arbeitet wird nach Strich und Faden beschissen!

Wenn ich früher Strauchschnitt hatte, dann wurde das im Garten auf einen großen Haufen geschichtet und, sobald es trocken genug war, angezündet. Anschließend erfolgte das Verteilen der Asche auf der Erde; einen besseren Dünger gibt’s gar nicht. Heute ist der Privatbrand aus Gründen eines angeblichen Umweltschutzes verboten und ich muss das Zeug zur nächsten Kompostierungsanlage karren.

Äh, hallo?

Wenn ich ein Gramm Kohlenstoff mit Sauerstoff umsetze, dann entstehen knapp zwei Liter Kohlendioxid und dabei ist es verdammt nochmal scheißegal, ob die Umsetzung im Zuge einer Kompostierung oder einer Verbrennung geschieht.

Bloß muss ich für die Kompostierung noch Spirit hin zur Kompostieranlage verjuckeln und mir fehlt der Dünger, den ich im Garten brauche. Der muss extra gekauft werden und bei dessen Herstellung fällt nochmal bergeweise CO2 an. Das soll Umweltschutz sein?

Wollt ihr mich verarschen? Aber soweit denkt hier ja keiner mehr!

Bosse werden im Bereich der Wirtschaft nicht müde, ihre Angestellten am liebsten als eine große Familie zu betrachten und halten es für selbstverständlich, dass die sich bei zum Leben nicht ausreichenden Löhnen und ohne langfristige Perspektive für das jeweilige Unternehmen über alle Maßen engagieren (von welchem Planeten kommen solche Bosse eigentlich?), während man zeitgleich ganz weit oben von “menschlichen Rohstoffen” (human ressources) spricht und damit zeigt, was man wirklich meint.

Untergebene haben in einem Obrigkeitsstaat wie Deutschland gefälligst gemäß der seitens selbsternannter Eliten anerkannten Sarazzin’schen Genetik von Natur aus selbst bei einem IQ von über 140 strunzblöde zu sein.

D. h. Sie dürfen sich zwar den Luxus einer eigenen Meinung erlauben, die jedoch keinesfalls auch offen vertreten – denn dann sind sie sofort draußen. Letzteres gilt auch, wenn ein Angestellter, der immer “ja” gesagt hat, irgendwann nicht mehr kann, mit dem Rücken zur Wand steht und plötzlich “nein” sagen muss. Wo kommen wir denn hin, wenn wir bisheriges Engagement und Verdienste würdigen müssten?

Draußen bedeutet dabei übrigens ab einem gewissen Alter (d. h. ab einem mit “4” oder höher beginnenden Lebensalter), über kurz oder lang der Menschenrechtsverletzung H4 anheim zu fallen, gar nicht mal so selten mit Todesfolge.

Das waren jetzt nur ein paar Beispiele und das könnte noch lange fortgesetzt werden. Wir haben Unternehmen, die ganz offen und mit Billigung sowie Unterstützung von ganz oben das Recht des Stärkeren praktizieren; man werfe dazu nur mal einen Blick auf die Big Brother Awards – ob sich da seit den Zeiten des Dritten Reiches wirklich soviel verändert hat?

Wenn man mal liest, wer da alles zum Preisträger auserkoren worden ist und welche an sich gemeinnützige Organisationen ihre Finger mit im Spiel haben, dann kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Die Franzosen (die ich in solchen Fällen als leuchtendes Beispiel sehe) hätten bei sowas schon längst ihre Guillotine im Keller entstaubt und an’s Tageslicht geholt.

Aber wir sind hier in Deutschland, im Land der Bekloppten und Bescheuerten.

Der normale Bekloppte und Bescheuerte zeichnet sich durch Kadavergehorsam gegenüber dem “unfehlbaren” Obrigkeitsstaat aus und lässt sich bereitwillig von einer Supernanny, im Volksmund auch “Mutti” genannt, lenken um nicht selbst seine kleine grauen Zellen beanspruchen zu müssen, denn die könnten dadurch ja abgenutzt werden!

Es sind jetzt nur noch ein paar Wochen bis ich 61 Jahre alt werde. Ungefähr zwei Jahrzehnte davon – die ersten Beiden – konnte man hier noch einigermaßen vernünftig leben.

Inzwischen frage ich mich allerdings ernsthaft, was dieser Staat eigentlich für mich getan hat bzw. für mich tut.

Da steht meinerseits ziemlich viel auf der Geben- und herzlich wenig auf der Nehmenseite. Staatlicherseits verhält es sich genau umgekehrt. Allerdings kann ich mir, nachdem ich vier Jahrzehnte an Niedergang und Ignoranz meiner Mitmenschen sowie Arroganz gewisser “Volksvertreter” erlebt habe, mittlerweile kaum noch vorstellen, dass es irgendwann mal wieder besser werden wird.

Insofern schaue ich mir den ganzen Mist bloß noch an, wie ein außenstehender Beobachter, wie ein Chronist und versuche, mich so gut es geht von diesem menschen- und lebensverachtenden Verblödungssystem fernzuhalten. Denn eines ist sicher: Ändern kann ich es nicht. Dazu bedarf es vieler.

Bloß: Wo sind die?

Der deutsche Michel ist und bleibt nun einmal ein Schnarchsack und ein Depp …