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„Armee unterwegs nach Paris“ – Videos und Fotos von Militär- und Panzerfahrzeugen kursieren im Netz

von RT

Auf Twitter sind Fotos und Videos von gepanzerten Fahrzeugen veröffentlicht worden, die sich angeblich Paris nähern und während der Proteste am Samstag eingesetzt werden sollen. Zuvor hatte der französische Premierminister angekündigt, gepanzerte Militärfahrzeuge zu schicken.

Obwohl die Regierung – nach Massenprotesten letzten Wochen – jüngst die Erhöhung der Treibstoffsteuer fallengelassen hat, werden die „Gelbwesten“ wohl dennoch wieder am 8. Dezember ihren Unmut demonstrieren.

Am Donnerstagabend versprach Premierminister Edouard Philippe, dass 8.000 zusätzliche Polizisten in Paris und 89.000 im ganzen Land während der erwarteten Proteste eingesetzt werden sollen. Er kündigte auch an, dass „ein Dutzend gepanzerte Fahrzeuge“ der französischen Gendarmerie auf den Straßen der französischen Hauptstadt rollen werden.

Unmittelbar nach Philippes Ankündigung begannen Nutzer auf Twitter, bislang unbestätigte Fotos und Videos von Fahrzeugen zu veröffentlichen, von denen sie behaupteten, dass sie sich der Hauptstadt näherten.

„Die Armee kommt in Paris an“, schrieb eine Person.

Die französische Gendarmerie ist eine Militärpolizei, die sowohl dem Innen- als auch dem Verteidigungsministerium untersteht. Diese Art von Einsätzen hat es seit den Unruhen in den Pariser Vororten im Jahr 2005 nicht mehr gegeben.

Frankreich erholt sich immer noch von den gewalttätigen Auseinandersetzungen am 1. Dezember, die zu mehr als 130 Verletzten und mehr als 400 Verhafteten geführt haben. Vier Menschen, darunter eine ältere Frau, starben dabei.

An diesem Samstag soll das Motto der Gelbwesten lauten: „Wir bleiben auf Kurs.“ Einer der Anführer der Bewegung, Eric Drouet, versprach sogar, bis zum Élysée-Palast vorzudringen, also zur offiziellen Residenz von Präsident Emmanuel Macron.

Einige Berichte in französischen Medien behaupten, dass die Behörden wegen eines möglichen Putschversuches besorgt seien. Es soll Aufrufe dazu gegeben haben, Parlamentarier, Regierungsbeamte und Polizisten anzugreifen.