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Ab 2025 wird das grüne Dampf-Auto Pflicht

von WiKa

Grüningen: Es ist schon ein Kreuz mit der „Ergrünung“ der Gesellschaft. Nur gut, dass in Deutschland Geld überhaupt keine Rolle spielt. Dass die Kohle hier für alle und alles fließt, außer für die, die schon länger hier leben und denen es nicht so gut geht. Die Menschen geifern förmlich danach, für den Liter Sprit endlich 5,00 Euro auf den Tisch zu blättern zu dürfen. Alles für das blitzreine ökologische Gewissen. Der absolute ökologische Seelenfrieden kann allerdings erst eintreten, wenn auch die Kilowattstunde Strom nicht mehr unter einem Euro den Besitzer wechselt.

Ergänzend ist es überlebenswichtig und ökologisch ebenso sinnvoll, wenn die hier ausgemusterten Dieselfahrzeuge, 20 km weiter hinter der Grenze ihren Dienst tun. Anders als die vielen Menschen, werden sich Stickoxide und Feinstaub schon an die real/po0litischen Grenzen halten und nicht ohne Visum hier einkehren. Das erst rettet den Planeten und auch die armen Nachbarn nebst dem Gewissen aller hierzulande bereits vollständig ergrünten Ökofaschisten. Warum also in die Ferne schweifen, wo das UN-Heil liegt so nah.

Wie steht es um die E-Auto Ökobilanz?

Wenn man ehrlich ist, dann steht das E-Auto längst vor dem Aus. Das wusste man von dem Diesel schon vor hundert Jahren, nur hat man sich eben nicht die Gedanken um den Dreck gemacht, sondern erstmal mehr um den Profit gekümmert. Seltsamerweise ist das heute keinen Deut anders, also müssen wir, ob wir wollen oder nicht, erstmal 100 Jahre E-Autos bauen. Eine andere Logik kann es da nicht geben. Und wenn dann so eine schwedische Studie daherkommt und das E-Auto bereits von der Batterie aufwärts zerlegt, oh Gott, wo soll das nur enden.

Kein kleineres Problem als das … bei Tante Google nachfragen. Inzwischen gibt es genügend ökologisch wertvolle Gutachten und Studien, die besagte Studie in der Luft zerreißen. Naja, oder doch nur ökologisch besser aussehen lassen. Wissen wir doch alle, dass man keiner Statistik trauen soll, die man nicht selbst gefälscht hat. Man muss halt nur sehr genau wissen was man hören/sehen will und was nicht. Dabei darf man die Logik getrost außen vor lassen, solange der Gedanke nur „grün“ genug ist und neue Märkte und Profite verspricht.

Naja, ein ganz kleines Problem haben wir da nebenher schon noch. Wir haben einfach viel zu wenig Ökostrom in Deutschland, noch. Die Grafik ist aus diesem Bericht entnommen[FFE]. Inzwischen ist der Ökoanteil schon mal auf rund 1/3 gestiegen, das ist sehr lobenswert, allerdings auch ohne den bisherigen Verkehr. Wenn der in Gänze auf Elektrobetrieb umgestellt werden sollte, bedeutete das erstmal einen enormen zusätzlichen Bedarf. Da werden zur Zeit noch rund 750 Terawattstunden in Diesel, Benzin, Gas und anderen fossilen Energieträgern verheizt. Also fast viermal soviel, wie wir in den letzten 40 Jahren an Öko-Kapazität haben schaffen können. Hmm, was tun sprach Zeus?

Nicht zu sehr auf den Ernstfall schielen

Das bedeutet dann im Ernstfall nichts anderes, als dass wir die fetten Auspuffrohre unserer E-Fahrzeuge zunächst einmal in den Großkraftwerken bündeln. Das hat den Vorteil, dass der Dreck einfach höher rauskommt, wir nicht mehr so dicht dran sind wie jetzt und dafür um so sauberer aus der Nummer rauskommen, zumindest mental. Ist das nicht genial? Das ist schon mal ein echter Fortschritt, ähnlich wie unsere alten Diesel jetzt hinter der nächsten Landesgrenze. Im Schnitt ist dann das E-Auto so effizient und sauber wie der Diesel, den wir gerade ausmustern, nur geringfügig dreckiger, wegen der zusätzlich notwendig werdenden Verarbeitungs- und Zwischenschritte bei der Energieaufbereitung für unsere E-Esel. Das alles erinnert an so sozio-ökologische Aktionen wie beispielsweise Brot für den Tank.

Direkt verfeuern ist da viel effektiver

Somit steht auch das E-Auto praktisch schon wieder vor dem „Aus“, weil die Ökobilanz katastrophaler nicht ausfallen kann. Aber wir wären ja nicht „grün“ hinter den Ohren, hätten wir nicht längst Plan „C“ im Anschlag. Wenn wir schon wieder Kohle, Gas, Öl verheizen und Atom spalten müssen, um unsere E-Auto-Ambitionen überhaupt korrekt befriedigen zu können, da erscheint es sehr viel sinnvoller, diese ganzen Nebenverluste einfach zu vermeiden und ganz schlicht auf „Dampfauto“ umzustellen. Das ist auch sehr neu, wenngleich bewährte alte Technik, und sogar noch effektiver als die Fossilen zunächst in den Großkraftwerken zu verheizen.

So haben wir’s dann in unserem Dampf-Auto, über die Abfallwärme, nicht nur im Winter schön mollig. Wir können sogar im Sommer noch kostenlos Saunabetrieb obendrauf haben. Beim E-Auto muss man im Winter zu allem Überfluss den zuvor aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Strom wieder rückwärts in Wärme wandeln, um nicht zu erfrieren. Das kann blödsinniger bei -10°C Außentemperatur oder anderen Temperaturen, bei denen für gewöhnlich zu heizen ist, gar nicht mehr sein. Manchmal muss man nur mal konsequent einen Schritt rückwärts gehen, um richtig und ehrlich vorwärts in die Zukunft zu kommen. Auch auf die Gefahr hin, dann nicht mehr ganz so grün, sondern tiefschwarz und total verrußt zu sein.