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850 km Elektro-Reichweite: Roland Gumpert stellt Supersportwagen „Nathalie“ vor

von ET

Von 0 auf 100 in 2,5 Sekunden schafft auch ein Tesla, aber nach spätestens 600 Kilometern braucht der eine Steckdose. „Nathalie“ fährt noch 250 Kilometer weiter – und braucht dann nur 3 Minuten zum Tanken.

Keine Steckdose, keine Reichweite – so einfach könnte man das Grundproblem von E-Autos beschreiben. Nicht so bei „Nathalie“. Roland Gumpert, der geistige Vater des legendären Vierradantriebes für den Audi-Quattro, stellte Ende letzter Woche in Berlin seine Version der automobilen Zukunft vor. Natürlich elektrisch. Doch statt eines großen schweren Akkus, der stundenlang geladen werden muss, sorgt eine Methanol-Brennstoffzelle für die nötige Energie. Der Tankvorgang – nach 850 Kilometern Fahrt – dauert damit nicht länger als gewöhnlich.

Beim Besuch im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) stellte Roland Gumpert seinen Supersportwagen „Nathalie“ Ende letzter Woche Bundesminister Andreas Scheuer vor. Der Konstrukteur erläuterte dabei ausführlich technische Details und die Philosophie des Methanol-Boliden.

Fotoshooting: „Nathalie“ beim Trackday auf dem Nürburgring

„Nathalie Race“ auf dem Laufsteg des Genfer Autosalons

Gumpert:

„Mir war es wichtig, ein Elektroauto zu bauen, das nicht stehen bleibt, wenn die Batterie leer ist, sondern seine Elektrizität während der Fahrt selbst produziert. Das war für mich die wahre Herausforderung.

Wir haben dafür eine Brennstoffzelle eingesetzt, die den Wasserstoff aus einem Methanol-Wassergemisch gewinnt. Flüssiger Wasserstoff mit seinen Gefahren und explosiven Drücken ist für unser Fahrzeug nicht notwendig.

Uns ist somit ein Wasserstoffauto gelungen, welches mit Methanol und Wasser fährt und in drei Minuten nachgetankt ist. Methanol ist ein Alkohol und von der Handhabung genauso einfach wie Benzin und dabei weniger brennbar oder explosiv.“

Innovativ: Blick ins Cockpit von „Nathalie“.

Der nächste Meilenstein steht mit dem Genfer Automobilsalon nun direkt vor der Tür. Dort wird es wieder eine Weltpremiere geben, wenn die „Nathalie Race“ die Hüllen fallen lässt und ab 5. März 2019 der Weltöffentlichkeit präsentiert wird.

Das 2017 gegründete Unternehmen unter der Leitung von Geschäftsführer Roland Gumpert hat es sich zum Ziel gemacht Racing Performance und Supersportwagengene mit intelligenter Energietechnologie „Made in Germany“ zu entwickeln. Hier soll die Technik für das „Jedermann-Auto“ entstehen, das in Zukunft weltweit abgasfrei und CO2 neutral eingesetzt werden kann.

Ab Ende 2019 ist der straßenzugelassene Supersportwagen „Nathalie“ in einer exklusiven Kleinserie unter der Marke Gumpert-AIWAYS verfügbar. Weitere Modelle sind derzeit in Planung und werden bereits entwickelt.

Ein Supersportler mit Model-Maßen: „Nathalie“ im Detail